Darf er zurücktreten, wenn es nicht passt?

11 Antworten

Also, prinzipiell kann ein freier Anwalt ein Mandat ablehnen. Beispielweise sieht der Advokat keinerlei Erfolgschancen oder es ist für ihn nicht finanziell lukrative. Darüber hinaus kann auch ein bestehender Mandantenvertrag aufgelöst werden. So kann während der Betreuung eine Weiterführung nicht mehr möglich sein, beispielsweise durch mangelnde Kooperation. Hier gibt es eine Vielzahl an Gründen. Bei Pflichtverteidigern sieht das alles nochmal etwas anders aus als bei freien Anwälten, da eine Bestimmung des Gerichts erfolgt. 

Was du beschrieben hast bezieht sich auf moralische Gründe. Ich studiere selber im rechtlichen Bereich und auch die Ethik ist hier häufig ein Thema. Diese Thematik behandelt man im Studium häufig damit, dass man sich die Frage stellt: 

Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf einen fairen Prozess, welcher vor ordentlichen Gerichten verhandelt wird?

Und der Gesetzgeber beantwortet diese Frage mit einem klaren JA!

Jeder Mensch hat das recht auf einen ordentlichen Prozess und auf ein faires Urteil. 

Zu Beginn meines Studium´s hatte ich eine ähnliche Ansicht wie du. In einem gewissen Bereich stimme ich dir auch ganz klar zu, allerdings habe ich eine andere Sichtweise gelehrt bekommen. Ich denke es ist schwierig das hier rüber zu bringen, aber ich hoffe dass ich dich evtl. etwas zum nachdenken gebracht habe, so kommt es auf die Perspektive an. 

Liebe Grüße

Wie bereits die meisten User hier geschrieben haben, Anwälte lehnen Mandate eigentlich nicht ab, aus moralischen Gründen. Denn es gibt schlicht keinen moralischen Grund ein solches Mandat abzulehnen, es wäre sogar unmoralisch, meiner Meinung nach. 

Anwälte haben nur wenige Gründe einen Klienten abzulehnen. Der wohl häufigste Grund ist wenn der Mandant nicht mit seinem Anwalt kooperiert, sprich ihn belügt, ihm Dinge vorenthält usw. Da haben die Anwälte schlicht und ergreifend keine Lust, da man so oft vor Gericht als Anwalt blossgestellt wird. Dann kann ein Anwalt einfach seine Arbeit nicht tun. 

lg

Nein, das Gericht bestimmt einen Pflichtverteidiger. Gäbe es die Möglichkeit, ein solches Mandat abzulehnen, würden die meisten Anwälte es ablehnen. Weniger aus moralischen sondern eher aus finanziellen Gründen. Das Honorar ist nämlich niedriger, als bei Wahlverteidigern.

Ein prima Beispiel ist übrigens aktuell der Münchener NSU Prozess. Die Angeklagte hat drei Pflichtverteidiger. Sie selbst lehnt alle drei ab, die Verteidiger haben ebenfalls beim vorsitzenden Richter ihre Entlassung als Pflichtverteidiger beantragt. Nicht aus moralischen Gründen, sondern weil die Angeklagte nicht mit ihnen spricht. Da ist es schwer mit der Verteidigung. Der Vorsitzende hat alle Anträge abgelehnt.

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Man kann sagen, dass man für Pflichtverteidigungen bereit steht, sonst ist man halt freier Anwalt.

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@ButchButch

Das stimmt so nicht. Grundsätzlich kann das Gericht jeden Wahlverteidiger, das sind alle Rechtsanwälte und Rechtslehrer an deutschen Hochschulen, zum Pflichtverteidigern bestellen.

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kommende Woche habe ich meine mündliche Verhandlung vor dem Sozialgericht. Ich bin Kläger, ohne Anwalt, verteidige mich also selbst. Angeklagt ist das Jobcenter, weil ich keinen „Bedarf für Unterkunft und Heizung“ geltend machen konnte.

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