Darf er das als Lehrer machen?

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23 Antworten

Von mir aus kann er denken was er will, aber den Schülern gegenüber sollte ein Lehrer versuchen, Geschichte (Politik, Ethik u.a.) objektiv zu vermitteln, und sie nicht auf seine Seite ziehen.

Gerne darf er auf Vor- und Nachteile der verschiedenen politischen Lehren verweisen, aber verzichten sollte er unbedingt darauf, den Schülern seine Meinung überzustülpen.

Ich finde es gut, dass du diese Frage hier mal zur Diskussion gestellt hast.

In den Geschichts-/Schulbüchern wird zuweilen sogar gelogen - wobei man generell denkt, was in einem Schulbuch steht, müsse stimmen.

Z.B. der Fall "Katyn": "Sowjetunion leugnete ihre Verantwortung, lehnte eine internationale Untersuchung ab und lastete das Verbrechen dem NS-Regime an. An dieser Geschichtsfälschung hielt sie bis 1990 im gesamten Ostblock fest" (Wikkipedia). Meines Wissens wurde der Fall Katyn auch in den Geschichtsaufzeichnungen ausserhalb des Ostblocks so geschildert.

Also muss die subjektive Meinung eures Lehrers - eine Autoritätsperson, der Schüler grundsätzlich glauben ("sollen") - die er euch als Wissen vermitteln will, genauso wenig richtig sein, und er soll sie allenfalls zur kritischen Diskussion von sich geben.

Das Verbrechen in Katyn bei Smolensk wurde der Sowjetunion angelastet. Die effiziente Propaganda von Goebbels hat dazu beigetragen, dass sich dieser Standpunkt lange in der internationalen Geschichtswissenschaft halten konnte. Heute wissen wir dank der Archive, die seit einigen Jahren für die Wissenschaftler zugängig sind, wie es wirklich war.

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@cherskiy

"... wurde der Sowjetunion angelastet", und Goebbels Propaganda hat dazu beigetragen. Wie wird denn bei dir ein Schuh daraus..?

Ich frage mich nur, warum die Archive erst später für Wissenschaftler zugängig wurden, und was noch alles als Unwahrheit entpuppt wird, wenn wieder weitere Archive "geöffnet" werden... und warum man sie weiterhin verschlossen hält!

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@ahoi1

Korrigiere: "... was sich noch als Unwahrheit entpuppt, ...."

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@ahoi1

Russland hat alle Archive "geöffnet". In den "freiheitlich-demokratischen" USA und Großbritannien tut man sich leider nach wie vor schwer damit. Das wäre jetzt aber ein eigenes Thema, zu dem ich etwas beisteuern kann, aber nicht im Rahmen dieser Frage. Das Verbrechen von Katyn wurde von der deutschen Wehrmacht begangen.

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@cherskiy

Und an dieser Stelle sage ich Adieu. Schreibt, was ihr wollt, ich werde hier nichts mehr weiterverfolgen.

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@josfine

Der obige Abschiedskommentar ist von mir,ahoi1. Nicht von Josefine. Ich sag dann mal Tschüss.

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@cherskiy

Mein lieber Cherskiy, in einem Kommentar zu deiner Antwort auf die Frage

http://www.gutefrage.net/frage/-suche-typische-ddr-woerter-

habe ich dir (russischen) Chauvinismus vorgeworfen. Mit diesem Kommentar hast du sehr deutlich gemacht, dass ich damit richtig lag.

Mir liegt es fern, deutsche Kriegsverbrechen im zweiten WK zu verharmlosen oder gar zu leugnen. Doch das Massaker an polnischen Offizieren im Wald von Katyn (bei Smolensk, Russland) geht nicht auf das Konto der Deutschen.

Wohl aber dass Massaker in dem Dorf Chatyn (Gebiet Minsk, Weißrussland). Ich möchte nicht glauben, dass du bewusst irreführen möchtest und mit der Ähnlichkeit der Namen spielst.

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@PeVau

Du liegst falsch. Ich habe als Student an einer Reise nach Katyn bei Smolensk (nicht Chatyn bei Minsk) teilgenommen und dort über diverse Indizien, die auf ein Verbrechen der dt. Wehrmacht deuten, erfahren. Nochmal, das hat nichts mit Chauvinismus zu tun, sondern mit Objektivität, die sich auf Fakten stützt.

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@ahoi1

Hi, ahoi1, wegen Katyn wurden neunzig deutsche Soldaten zum Tode verurteilt und gehängt. Sie mußten im Laufschritt zu ihrer Exekution rennen und wurden auf LKW gehängt. Das war mal im Sat-TV zu sehen. Diese dt. Soldaten sind nie rehabilitiert worden. Immerhin haben sich Kreml und die russ. Staatsduma, die russ. Präsidenten für das von Stalin angeordnete Verbrechen entschuldigt, teilweise Wiedergutmachung geleistet. lgO http://de.rian.ru/politics/20101126/257748962.html Zitat: Die Staatsduma (Parlamentsunterhaus) will in der heutigen Sitzung eine Erklärung „Über die Katyn-Tragödie und ihre Opfer“ verabschieden. Dieses Dokument wird zwar keine neuen Informationen über die Umstände der Hinrichtung der polnischen Offiziere im Dorf Katyn bei Smolensk im Juni 1940 enthalten. Dennoch wird wohl eingeräumt, dass die polnischen Militärs „im Auftrag Josef Stalins und anderer sowjetischer Führer“ erschossen wurden. Damit könnte die offizielle sowjetische Version über die Ereignisse in Katyn endgültig „begraben“ werden, dass für dieses Verbrechen die deutsche Wehrmacht verantwortlich gewesen wäre.

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Es gab hier ein paar Antworten, die einen Stern verdient hätten, zwar nicht viele aber, aber ich danke Stonedog, evamaria123, blubius, ualco und natürlich dir ahoi1.

Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber letztendlich hast du den Stern bekommen, weil du mich hier am besten verstehst und deine Antworten wirklich immer hochqualitativ waren.

Die Mehrheit wird dem nicht zustimmen, aber wie Rousseau schon sagte: Man muss sich für den volonté générale entscheiden, weil er das beste für alle ist. Der "volonté de tous" ist die Interesse des Einzelnen und in dem Fall nicht das Richtige. Das ist vielleicht ein doofes Beispiel, aber vielleicht verstehen es hier paar Leute, denn dumm seid ihr allemal nicht.

Liebe Grüße!

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@DianaRoRo

Ich bewundere den Unterhaltungswert deiner Frage und die darin enthaltene Komik. Hut ab.

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@VivaAMD

Eine "1" bei der Rubrik "Hilfreichste Antworten" hat mich zu dieser Frage zurückgeführt. In meinem Beitrag fehlt leider die Formulierung "Das darf er nicht", denn, wie stonedog schrieb, gibt es in dieser Frage keinen Raum für Interpretation. Ich ich gehe davon aus, DianaRoRo hat anhand meiner Kommentare erkannt, welchen Standpunkt ich genau vertrete.

DianaRoRos spontane Formulierungen, ihr Ausdruck und der Inhalt ihrer Frage und ihrer Kommentare geben mir das Gefühl, dass es hier doch ab und zu mal ein User schafft, das Niveau zu heben. Es ist bemerkenswert, wie DianaRoRo sich mit den vielen und umfangreichen Antworten und Kommentaren, auch Angriffen, auseinandergesetzt hat, ohne unverschämt zu werden.Auch ich sage "chapeau" und frage mich, wo sie, beruflich und menschlich gesehen in 10 Jahren steht. Wo auch immer - aber mit Sicherheit recht weit oben, verdienterweise.

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@ahoi1

" wo sie, beruflich und menschlich gesehen in 10 Jahren steht."

Wahrscheinlich als Chefausbeuterin in einem Großbetrieb der kein Gewissen kennt.

Das ist meine Prognose.

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@VivaAMD

Und du wirst sicher aus Überzeugung an der Straße stehen und Steine kloppen. Da du ja schreibst:

"Jeder tut was er kann und jedem wird nach seinen Leistungen vergütet, wobei körperlicher Arbeit besser bezahlt wird als geistige. Als Arbeiter verdient man mehr als ein Lehrer."

Kann natürlich sein, dass du gar nicht gutes Geld verdienen willst. Dann wirst du eben Lehrer. Glückwunsch!

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Puh...

Castro zu gratulieren... naja, für eine Linke finde ich das okay. Castro ist eine Kultfigur, hat einen Diktator abgesetzt - zuvor brav versucht, vor Gericht dessen rechtlich gebotene Verhaftung durchzusetzen, hat mehrere Anschläge überstanden und letztlich alle amerikanischen Kontrahenten überlebt. Da finde ich den Papst schlimmer. Und wer mit Steinchen schmeisst übersieht, dass der menschenverachtende Diktator Batista von uns, also der Bundesrepublik Deutschland, einen Verdienstorden erhalten hat.

Dass die Römer mit ihren Feinden respektvoller umgegangen seien als Amerikaner, ist hingegen eine echte Skandalaussage.Wenn es respektvoll ist, den Gegner im Triumphzug dem spuckenden und johlenden Volk zu präsentieren, um ihn anschließend zur Volksbelustigung wilden Tieren im Collosseum zum Frass vorzuwerfen... und ansonsten Frauen und Kinder zu versklaven... Wir als Deutsche sind insbesondere durch die Amerikaner nach dem Krieg gut weggekommen. Die haben uns trotz allem die Hand gereicht, beim Aufbau geholfen und uns demokratische Strukturen gebracht, was in einem ideologisierten Nazideutschland sicherlich nicht die einfachste Aufgabe war. Unser heutiges angenehmes Leben verdanken wir zu riesengroßen Teilen den Amis.

Aus Berthold Brecht kann man deinem Lehrer keinen Strick drehen und die Geschichte mit dem Mobben eines türkischen Schülers ist für dich nur "Hörensagen", damit kannst du nichts anfangen.

Was du auf jeden Fall machen solltest: Buch führen und mitschreiben...also Quasi eine Zitatesammlung. Vielleicht kannst du die einmal verwenden. Notfalls spätestens im Abschlußbuch deines Abijahrgangs^^

Im Umgang mit deinem Lehrer musst du abwägen. Wenn du mit ihm reden kannst und er menschlich nicht hoffnungslos ist, kannst du dagegen halten und seine Zitate daheim "bearbeiten" und ihn in der nächsten Unterrichtstunde mit deiner Gegenmeinung konfrontieren. Oder bei Brecht erwähnen, dass dessen politische Meinung recht offen hervortritt und ein wenig unbedarft-naiv herüberkommt. Ich traue dir durchaus zu, im Disput mit deinem Lehrer zu bestehen.

Hältst du deinen Lehrer allerdings für überhaupt nicht tragbar oder fürchtest, beim Dagegenhalten Nachteile zu erleiden, dann ist dein Ansprechpartner Klassenlehrer/ Vertrauenslehrer / Schulleitung.

Prinzipiell hast du recht, dass du dich darüber aufregst. das hört sich sehr manipulativ an.

Dass du über den Marxismus/Sozialismus Bescheid wissen solltest, steht außer Frage, und vielleicht kannst du in der Beziehung von diesem Lehrer etwas lernen, aber er darf keine Propaganda für den Sozialismus betreiben, und das, was du so schilderst, ist Propaganda. Wenn er seine eigene Meinung sagt (was er tun darf), dann muss es ganz deutlich sein, dass es nur seine persönliche Meinung ist. Und er hat einen Eid auf die Verfassung geschworen, den darf er nicht verletzen.

Wo man ihn aber richtig packen kann, sind Unwahrheiten, z.B. dass er erzählt die Römer wären mit ihren Feinden respektvoll umgegangen. Ein Hinweis auf das Schicksal der Stadt Karthago reicht, um das zu widerlegen.

An deiner Stelle würde ich mit dem Lehrer sprechen, und, falls er sich nicht einsichtig zeigt (was sehr wahrscheinlich ist) zum Schulleiter gehen. So was sollte man nicht einfach hinnehmen.

Habe eben nur deinen 2. o. 3. Kommentar gelesen, trotzdem nochmal DANKE. Frage - Antwort - Rat (ohne seitenlange, philosophische Ergüsse). Antwort ok, da sie Fakt ist.

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es geht ja nich darum dass er nicht der selben meinung ist lest es euch durch, er meint eher er befürchtet dass jüngere sich davon manipulieren lassen was ich auch nachvollziehn kann und deswegen jetzt weiterhin auf eine gebildete antwort warte.

Solange dein Lehrer die Zensuren korrekt und gerecht "verteilt" und andere Meinungen toleriert, ist nichts gegen diesen Standpunkt einzuwenden. Ich persönlich halte auch nix vom Kommunismus bzw. Sozialismus und der Person Fidel Castros. Dein Lehrer ist aber in der DDR, wo ihm - wie in jedem Land - eine gewisse politische Ideologie vermittelt worden ist, aufgewachsen. Westdeuschland ist für Ihn soetwas wie "Ausland". Hier im Westen wird mitunter auch viel Unsinn erzählt. Wichtig ist letztendlich, dass man euch zu mündigen Bürgern erzieht, die sich eine eigene Meinung bilden und Klischees hinterfragen können.

Dass er euren türischen Mitschüler mobbt, ist allerdings das Hintervorletzte und müsste angezeigt werden! Da hört die Toleranz eindeutig auf!

Erst einmal: Auch ein Lehrer hat ein Recht auf eine persönliche Meinung.

Allerdings gebe ich Dir Recht, was das Politische angeht, sollte er da sehr zurückhaltend sein.

Einen Schulverweis bekäme er nicht, das gibt es nicht für Lehrer. Allenfalls eine Disziplinarstrafe. Bevor ihr soweit geht, solltet ihr aber das Gespräch suchen. Mit eurem Klassenlehrer, Vertrauenslehrer und natürlich auch mit dem Geschichtslehrer selber. Ihr solltet ihm vielleicht einfach mal sagen, wie das auf Euch/Dich wirkt. Möglicherweise ist ihm das gar nicht so bewußt.

Ja, das ist mir bewusst. Wenn er den Kommunismus toll findet, soll er das ruhig machen.

Danke. :)

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Also einen Kommunisten als Geschichtslehrer zu haben ist natürlich schlimm. Er propagiert eine Gesellschaftsform, die etliche Länder wirtschaftlich in den Ruin getrieben hat, die ethnische Belange ignoriert oder gar unterdrückt und die sogar mehr Tote auf dem Gewissen hat als der Nationalsozialismus.

Aber einen Vorteil hat er. Die ehemals kommunistischen Länder sind heute weniger verwestlicht und vergutmenschlicht. Auch die Masseneinwanderung hält sich dort in Grenzen.

Guten Abend! Nun war ich schon so oft Gast auf diesem Forum, kann mich aber bei dieser Frage nicht mehr zurückhalten, da ich aus einer Familie komme, in der es Lehrer gab und noch gibt.

Ich habe mich heute nachmittag extra rückversichert, aber meine in Gedanken formulierte Antwort wurde mir bestätigt, von einem Lehrer, wohlgemerkt.

Richtig mit seiner Meinung liegt, neben "Blubius", auch "stonedog" .

Hier zitiere ich aus seiner Antwort: "Wenn er seine eigene Meinung sagt (was er tun darf), dann muss es ganz deutlich sein, dass es nur seine persönliche Meinung ist. Und er hat einen Eid auf die Verfassung geschworen, den darf er nicht verletzen."

Eine interessante Diskussion, aber die richtige Antwort auf die Frage der Schülerin ist die oben erwähnte.

Gruß, evamaria123

Danke!!

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Bei manchen Antworten auf deine Frage hat man den Eindruck, als ob der real existierende Sozialismus eine freie Gesellschaft gewesen wäre, und wir jetzt in einer Diktatur leben, in der nur manipuliert und gelogen wird! Bei diesen Antwortern ist wohl etwas leicht schief gelaufen.

Auch wenn es in der BRD heute viel zu kritisieren gibt, ist es doch nicht ein menschenverachtender Polizeitstaat, der seinen Bürgern keine Meinungsfreiheit, Reisefreiheit etc. zugesteht wie die DDR. Diese Ostalgie nervt. Und gerade ein Geschichtslehrer, der es besser wissen müsste, sollte so etwas auf keinen Fall an seine Schüle weitergeben.

Was die DDR war, wissen die ehemaligen Bürger dieses Landes am besten. Sie wissen aber auch, was sie nicht war. Und das ist der entscheidende Unterschied zum Bürger der ehemaligen Bundesrepublik, der es undifferenziert als Ostalgie abtut, wenn ein ehemaliger DDR-Bürger ihm in seinen mitunter abstrusen Ansichten zur DDR widerspricht.

Der real existierende Sozialismus war keine freie Gesellschaft.Er ist auch an einem Mangel an Demokratie zugrunde gegangen. Das wird auch der hier diskutierte Lehrer nicht bestreiten. Da es aber bei der Betrachtung des Sozialismus, der DDR auch immer um den Vergleich zum Kapitalismus, zur BRD geht, muss es auch gestattet sein, an den Mythen der Bundesrepublik zu kratzen.

Zu diesen Mythen gehört auch die Demokratie in diesem Land, die die eigentliche Herrschaft das Kapitals so herrlich verbrämt. Das wird in diesen Tagen so deutlich, wie in den letzten 20 Jahren nach der Wende nicht mehr. Um das zu erkennen, ist ein wenig Marxismus äußerst hifreich.

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@PeVau

Wie ich bereits sagte, an der BRD gibt es auch viel zu kritisieren. Doch darf man die Propaganda, der die DDR-Bürger ausgesetzt waren, nicht vergessen. Undifferenzierte Ansichten gibt es von beiden Seiten.

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@stonedog

Keine Sorge! Die Propaganda, der die DDR-Bürger ausgesetzt waren, vergisst niemand, der sie erlebt hat. Doch mit dieser Erfahrung fällt es leichter, die jetzige Propaganda und Indoktrination zu erkennen.

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@stonedog

Stonedog - vergiss nur nicht die Propaganda, die du und alle anderen Bundesbürger hier ausgesetzt waren und sind!

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Das ist doch lächerlich. Das nennst du Maipulation? Ich glaube eher das Du dich schon längst hast maipuliren lassen. Allerdings nicht von ihm sondern von den Medien die Dir eine antikommnustische und anti Linke Haltung aufgezwungen haben. So das Du jedes seienr Worte drei mal um drehst und wie ein Schießhund darauf wartest auf ihn zu zeigen und "Kommunist Kommunist!" rufen kannst. So ein Denunziantentum gab es zu Zeiten HitIers. Gegen Brecht ist nichts ein zu wenden. Das lesen wir auch und unsere Schule ist nicht gerade Links eingestellt. Du sorgest gerade dafür das genau das mit Dir passiert was du verhindern wolltest. Du schreckst vor dem ach so manipolativen Kommnismus zurück und lässt dich selber von deinen Vorurrteilen manipoliren. Du solltest dich glücklichschätzen das Du einen Lehrer erwischt hast der es verhindert das Dir nur einseitige Informationen eingeflösst werden. Aber das ist wohl schon geschehen. Des weiteren solltest Du dich etwas mehr über den Kommunismus informieren. Da Du deinen Lehrer ja verabscheust kannst du es mit hilfe anderer Medien tun. Dann wirst du merken das der Komunismus demokratisch ist. Ich denke das Du keinerlei Ahnung vom Kommunismus hast und ihn trozdem fälschlicherweise verteufelst.

Also : Du kannst ihn natürlich fälschlicherweise denunzieren wenn Dir das gut tut. Aber ich denke Du solltest davon absehen. Ja es ist legitim. Andere Lehrer sind Pro Kapitalistisch und er eben Pro Kommunistisch. Und natürlich regst Du dich umsonst auf. Du solltest ihn und seine Meinnung akzeptieren.

Es ist generell für jeden Menschen ratsam, die eigene Meinung zu hinterfragen und diese gegebenerrmaßen auch aufzupolieren...

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Nach meiner Ansicht macht dieser Lehrer hier etwas falsch. (Eine Art Don Quichotte , wie mir scheint.). Er sollte einen Zirkel für politisch Interessierte bilden. In unserer gegenwärtigen Gesellschaft, in der die Jahrhunderte lang geltenden Wertvorstellungen und Tugenden geradezu auf den Kopf gestellt werden, gibt es wenig Verständnis für Wahrheit und Gerechtigkeit . Ich mache es kurz: Vor etwa gut 80 Jahren war beispielsweise die Vergabe des Nobelpreises für Chemie, Physik usw. ein Ereignis, welches die betreffende Nation mit berechtigtem Stolz erfüllte. Heute wird diese Achtung einem Fußball-Toschützen zuteil! Amen.

Eine offenbar typische Berliner Problemlage, die es bei uns im Westen so kaum gibt.

Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Hm, mal eine grundsätzliche Überlegung: stell Dir mal vor, Du wolltest wertfrei Geschichte unterrichten!

Versuch es doch mal selbst. Nimm Dir mal als Beispiel die nationalsozialstische "Rassenpolitik". Versuche mal, auf drei oder vier Seiten Text das Vorgehen gegen andere Rassen in dieser Zeit ganz wertfrei darzustellen.

Wie wolltest Du das tun? Wie willst Du ohne einen wertenden Nebensatz, oder wenigstens irgendwelche Adjektive die Ermordung von Millionen Menschen wertfrei darstellen? Meinst Du, Du könntest das?

Kommst Du nicht irgendwie zu einer Verurteilung des Geschehens?

Und was meinst Du, wenn Du nicht verurteilst oder irgendwie negativ darstellst: lies Dir Deinen Text mal selbst vor und versuche ihn mit den Augen eines anderen zu lesen: sieht er nicht vielleicht aus, als wolltest Du damit die NS-Politik rechtfertigen?

Wie kann das sein? Entweder verurteilst Du oder Du siehst aus wie eine Rechtfertigungsschreiberin. Offenbar sind wir es gewohnt, dass wir nur eine bestimmte Sichtweise einnehmen dürfen und eine ganz andere scharf abzulehnen ist. Woher weisst Du, dass die Sichtweise, die Du gewohnt bist, die richtige ist?

Wenn der Lehrer schon in der DDR gross geworden und da zur Schule gegangen ist, hat er seine eigene Richtung vorgegeben bekommen, die für ihn so richtig gewesen ist, wie die des offiziellen BRD-Konsens für Dich jetzt.

Apropos: BRD - klingt das komisch und ungewohnt?

BRD "sagt man" heute nicht mehr. In der DDR war das aber ganz üblich. Und warum soll der eine Staat abgekürzt werden und der andere nicht?

Ist es nun wertfrei, den westdeutschen Staat BRD zu nennen oder ist das marxistische Sprachregelung? Manche würden das so sagen. Sie meinen dann: es ist wertfrei, den ostdeutschen Staat nur abzukürzen und den westdeutschen Staat auszuschreiben.

Aber warum ist das dann wertfrei und nicht imperialistisch-kapitalistische Sprachregelung?

Im Rahmen einer Bundestagsbesichtigung geriet ich in eine Diskussion mit dem offiziellen Führer. Der Führer erzählte uns dann, dieses Haus sei das Symbol der ersten deutschen Demokratie.

Ist das eine wertfreie Darstellung? Weil der Führer ja kein Mann aus der ehemaligen DDR ist?

Ich stellte an ihn eine Frage. Ich war in einem Haus unterwegs, auf dem überall Kronen prangen (z.B. oben auf dem Dach an den Balustraden - guck mal danach, wenn Du Dir das Parlament mal ansiehst). Es wurde ja für das deutsche Kaiserreich gebaut.

Er meinte, es sei das Symbol der Demokratie, weil dieses Kaiserreich ja bereits demokratische Elemente enthalten habe und weil daraus ja eine Demokratie entstanden sei.

Aha? Weil aus einer bestimmten Staatsform der Alleinherrschaft, die nach der blutigen Niederschlagung einer Demokratie (1848) eine Demokratie entstanden ist, ist das Symbol jeder Staatsform dann Symbol der Demokratie?

Naja, dann müsste doch HitIers Führerbunker das noch grössere Symbol der Demokratie sein! HitIer hatte doch auch eine Demokratie überwunden, dann eine Alleinherrschaft errichtet aus der danach wieder eine Demokratie entstanden ist.

Ist das irgendwie logisch? Oder wird da nicht einfach was zurecht gebogen, bis es passt?

Propaganda die Auffassung der Gegenseite und wertfrei die der eigenen Seite? Ja, nach meiner bisherigen Erfahrung ist es genau so einfach. Was als offizielle Doktrin der eigenen Seite bzw. Mainstream vorgegeben ist, ist wertfrei und die Sicht der anderen Seite verfälschend. Wechsle die Seiten und Du kannst es vertauschen. So einfach ist das.

Mir hat eine Freundin aus dem ehemaligen Osten mal erzählt, wie schockierend sie die Übergangszeit DDR-BRD erfahren hat. Alles brach zusammen und was gut war, wurde böse und was böse war, wurde gut.

Ich weiss nicht, wie es mir gelungen wäre, mich in die Lebensrealität des Ostens einzufügen. Ich weiss nur, dass ich nicht einfach meine bisherigen Wertvorstellungen hätte abgeben können. Und ich bin auch sicher, dass ich Leute um mich herum, die das tun würden, von Grund auf verachten würde.

Schau Dir mal an, was für Lebensläufe heute "demokratische" Politiker aus dem Osten haben. Wie die bis 1988 das Hohelied des Sozialismus gesungen haben und heute das der Marktwirtschaft. Kannst direkt mit Angela Merkel anfangen. Die war nämlich nicht irgendwas unpolitisches in der DDR. Die hat als Propaganda-Sekretärin Mitgliedern der FDJ, also Jugendlichen wie Dir, mit Unterricht all das beizubringen versucht, was Dein Geschichtslehrer Dir offenbar beibringen will. Du kannst sie Dir direkt so denken, dass sie offen und direkt ausgesprochen hat, was Dein Lehrer offenbar zurückhält.

Ist das moralisch?

Mir sind Lehrer mit ehrlichen und direkten Charakteren immer lieber gewesen als die vorsichtigen. Eigentlich kommt es nur darauf an, wie tolerant der Lehrer von seiner Seite mit der Zensurengebung ist. Wenn er die nicht missbraucht, sind Diskussionen doch nur anregend.

Denn daraus besteht Geschichtswissenschaft: aus Diskussionen verschiedener Standpunkte.

Wenn Du das verbieten willst, mit einem Eid auf Demokratie und Bürgerrechte - zu denen auch die Meinungsfreiheit gehört - kannst Du direkt auch den Namen des Facgs "Geschichte" durch "Staatsbürgerkunde" ersetzen. So hiess das in der DDR.

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@derdorfbengel

Es gab an den Schulen der DDR das Fach Staatsbürgerkunde. Das ist richtig. Nicht richtig ist, wenn hier der Eindruck erweckt werden sollte, dass dieses Fach anstelle des Fachs Geschichte erteilt wurde. Geschichte war ein eigenständiges Lehrfach und wurde ab der 5. Klasse unterrichtet. Staatsbürgerkunde kam erst später hinzu. Übrigens: Staatsbürgerliche Bildung und Erziehung war nicht nur in der DDR Auftrag der Schulen. Das ist er heute in der Bundesrepublik auch.

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Auch, wenn du es nicht gerne hörst, dein Lehrer gibt dir die Möglichkeit, etwas über Geschichte, Sozialismus und Kommunismus zu erfahren, was du in dieser Republik sonst nur sehr selten zu hören bekommst. Das wäre geeignet deinen Horizont zu erweitern und dich kompetent über Geschichte urteilen zu lassen. Du beklagst dich über Manipulationen seinerseits und scheinst nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, wie sehr du bereits andererseits indoktriniert bist.

Du hörst nicht zu, wenn er was sagt und vergibst so die Chance dich aus dem Heer uninformierter, bornierter und grenzenlos naiver Bundesbürger abzuheben. Du hättest die Chance mal ein mündiger Bürger zu werden. Aber wenn du nicht willst ...

Bin zwar nicht mit deinem gesamten Beitrag einverstanden, aber da gibt es etwas, was du, meiner Meinung nach, toll geschrieben hast und über das nachzudenken sich wirklich mal lohnt: "... wie sehr du bereits andererseits indoktriniert bist" .

Da werde ich bei mir auch mal 'nachsehen'...

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Wunderbare Antwort! Die trifft es genau! Sie ist nämlich nicht von ihm/ihr manipuliert worden sondern von anderer Stelle.

Die hat den Stern verdient! Du solltest mal über seine Antwort nachdenken!

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Und woher wissen wir, dass du nicht zu dem Heer der uninformierten, bornierten und grenzenlos naiven Bundesbürger gehörst? Wenn die Indokrination allgegenwärtig ist, könnte sie auch dich erwischt haben.

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@exFlottiLotti

Vielleicht sind wir ja alle schon total verblödet und indoktriniert. (Dennoch spare ich mir ein ach-so-lustiges Wortspiel mit deinem Benutzernamen).

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@stonedog

Lieber Stonedog, leider ist mir jetzt erst aufgefallen, dass mein Kommentar wie ein Wortspiel mit deinem Usernamen wirken muss. Das lag mir fern!

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@stonedog

Also ich fand das unfreiwillige Wortspiel außerordentlich amüsant :-)

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Ein kluges Wort und du bist Kommunist. Franz- Josef Degenhard

Was hälst du denn davon dich mit deinem Lehrer auf einen Austausch eurer Meinungen und Ansichten einzulassen. Frage nach- Höre zu- Gebe deine Meinung wieder-

Kommunismus ist, meiner Meinung nach, der idealzustand einer Gesellschaft. Damit meine ich den Grundgedanken- das es eben nicht diese tiefe Kluft zwischen Arm und reich gibt. Das was wir an Kommunistischen Ländern sehen ist kein wahrer Kommunismus sondern Diktaturen.

Das liegt auch daran, dass der Kommunismus noch nicht erreicht war.

Das war immer nur der Sozalismus - die Diktatur des Proletariats.

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Der Kommunsimus ist deswegen immer eine Utopie geblieben, weil er außer Acht lässt, dass die Menschen nicht so sind wie sie sein müssten, damit es funktioniert. Darum hat der Versuch, den Kommunismus einzuführen, immer in einer Diktatur geendet.

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@stonedog

So habe ich es auch gelernt: dass der Kommunismus den idealen Menschen voraussetzt. Wenn wir denn alle dieses Idealbild erfüllen würden, wäre auch ich für den Kommunismus. Und grundsätzlich halte ich es für interessant wie auch hilfreich zur eigenen Meinungsbildung, sich mit der Lehre von Marx und Engels auseinanderzusetzen, denn die Ideen, die dahinterstecken, gefallen mir.

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sprech ihn darauf an

sage das du seine überzeugungen lässt aber du es nicht hinnehmen kannst das er so eine propagandashow abziehst. notfalls musst du zu rektor. jeder kann seine meinung haben. aber er hat kein recht seine stellung zu misbrauchen um seine überzeugungen unbedarften schüler aufzudrängen

Danke.

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Hallo,

bekanntlich sind ja Lehrer links - aber for god's sake, sowas gehört sich einfach nicht. Nun da wir in einem Rechtsstaat leben, darf man dem Mann seine politischen Überzeugungen, Ideale und Werte nicht verbieten. Aber ihn einfach mal darauf ansprechen wäre durchaus interessant, und zwar vor versammelter Mannschaft, also vor der ganzen Klasse. Ihn zu fragen warum er seine kommunistischen Ideale so vehement und ausdrücklich vertritt und versucht auf Schüler Einfluss zu nehmen, auf seine Antwort wäre ich gespannt. Den wie Du schon gesagt hast es besteht das Risiko, dass er auf Jüngere Einfluss nemen kann, und dies sollte ein Lehrer nicht tun. Gut das wir keine solchen Lehrer an der Schule haben, das wäre ja schlimm.

MFG AlistairRansom

Warum willst du denn was "dagegen" tun? Wer hat dir gesagt, dass du was "dagegen" tun musst? Dein Reli - Lehrer?

Versuche doch einfach selbst mal, was über Kommunismus/Sozialismus zu erfahren!

Und glaube nicht alles, was dir "Spiegel", "Bild" und andere "demokratisch-freiheitliche" Informationsquellen dazu sagen wollen und sagen!

Nein das darf er nicht meine Mutter ist Lehrerin und sie sagt er darf das nicht.Wenn deine Mutter den Entschuldigungs Brief wirklich geschrieben hat und unterschrift drunter war.Gehe mit deiner mutter einfach zum rektor und erklärt ihm alles.

ruf die schulermittler zur hilfe xD

ne im ernst du könntest mit dem schuldirektor reden oder es weiterhin ignorieren...man muss ja nicht immer der selben meinung sein wie seine lehrer

Der Meinung war ich bis jetzt auch, aber wenn man jemanden etwas falsches oder "verbotenes" beibringt, kann man das nicht so leicht ignorieren. Also ich kann das, aber die jüngeren glauben ihm doch alles.

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@CCJosh

Wenn du als Lehrer sagst: Hit.ler war super würden sich doch auch alle aufregen. Er macht das gleiche, nur in die andere RIchtung und auch nciht so extrem.

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@DianaRoRo

Und wenn er sagen würde Bush ist super. Dann würdest du dich natülich nicht aufregen stimmts? Und seine Frage hast du nicht beantwortet. Du bist nur in die Rechte Ecke abgerutscht.

Was ist daran Falsch und Verboten???

Daran ist nichts falsch und nichts verboten.

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@VivaAMD

Doch, es sind falsche Aussagen z.B. über die Römer, dabei, und es ist verboten, weltanschauliche Propaganda zu machen, im Gegenteil, er ist verpflichtet, die demokratisch-freiheitliche Grundordnung zu unterstützen und zu verteidigen. Information ja, persönliche Meinung ja, aber keine Manipulation oder Propaganda.

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@stonedog

Aber er kann doch die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die nebenbei nirgendwo definiert ist, sondern ein unausgesprochener Konsens der politischen Eliten zum Erhalt des Status quo, auch unterstützen, wenn er falsche Dinge über die Römer sagt ... oder über die Amis. Das berührt die "Grundordnung" gar nicht.

Natürlich sollte er keine Manipulation betreiben. Aber jeder Lehrer geht natürlich in dem, was er sagt, und wie er die Dinge, die er lehrt, bewertet und einordnet, von einem ideologischen Standpunkt, einer politischen, philosophischen Position aus. Du merkst es vielleicht nicht, wenn er deinen Standpunkt teilt. Dann ist sein Standpunkt aber noch klange nicht "objektiv".

Dennoch wäre es besser, wenn er den Schülern, bevor er seine theoretischen Positionen zur Basis nimmt, unterschiedliche Konzepte von Geschichte vermittelt. Es ist möglich, Fakten zu vermitteln, ohne dass jedes Faktum direkt in eine Theorie gestellt wird. Es wäre sogar interessant und ganz sicher lehrreicher als ein reiner Faktenunterricht, am Ende einer Lerneinheit die Fakten auf die unterschiedlichen historischen Theorien abzuklopfen.

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Was läuft mit dir Falsch, würde ich mich eher Fragen. Du bist ja schon fast Paranoid.

An Paranoia leide ich bestimmt nicht. Ich kann es bloß sowas echt nicht leiden.

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@DianaRoRo

Es gibt immer mindestens einen Lehrer den man nicht leiden kann. Da muss man durch. Meist kann man da nicht viel machen und dein Lehrer scheint ja nur ein wenig und unterschwellig Werbung für den Kommunismus. Solange er nichts schlimmeres macht.

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@Knockahomer

Es geht nicht darum, dass ich den Lehrer nicht mag. Das spielt vielleicht eine kleine Rolle, aber nein, nicht mal das ist relevant.

Schon allein, dass er Werbung macht, ist verboten. Er darf es einfach nicht. Er könnte seine Schüler manipulieren. Und genau DAS darf er nicht!

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@DianaRoRo

"paranoid": an dieser Stelle verweise ich nun gerne darauf, die Kirche doch besser im Dorf zu belassen...

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