Darf einen Tag vor dienst dieser noch geändert werden?

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2 Antworten

Wieso hast Du das überhaupt heute, an einem Sonntag, erfahren? Bist Du dann auch für Deinen Arbeitgeber erreichbar, oder musstest Du arbeiten?

Aber zu Deiner eigentlichen Frage - reich rechtlich betrachtet:

Zunächst einmal gibt es keine direkten gesetzlichen Bestimmungen, wie "rechtzeitig" ein Arbeitgeber Änderungen von Arbeitszeiten (Arbeitsbeginn), Dienstplänen, Anordnung von Überstunden bekannt geben muss.

Die Rechtsprechung orientiert sich allerdings allgemein an einer Bestimmung zur Arbeit auf Abruf im Teilzeit. und Befristungsgesetz TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf"; dort heißt es in Absatz 2:

Der Arbeitnehmer ist nur zur Arbeitsleistung verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus mitteilt.

Also: Unter "normalen" Voraussetzungen muss der Arbeitgeber seine diesbezüglichen Anweisungen (Änderung der Zeit des Arbeitsbeginns, Verlängerung der Arbeitszeit, Überstunden, Dienstplanänderung usw.) 4 Tage im Voraus bekannt geben.

Ausgenommen davon sind Situationen, in denen der Arbeitnehmer aufgrund seiner Treueverpflichtung dem Arbeitgeber gegenüber auch kurzfristigen Anweisungen nachkommen muss, z.B. bei dringenden betrieblichen Notwendigkeiten und in tatsächlichen Notfällen.

Abgesehen davon: Wenn der Arbeitgeber von seinem Weisungsrecht nach der Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers" Satz 1 Gebrauch machen darf (sofern dem nicht Gesetze, Arbeits-, Tarifverträge usw. entgegen stehen), darf er seine Weisungen ausdrücklich auch nur "nach billigem Ermessen" treffen, d.h. er muss zwingend die persönlichen Belange des Arbeitnehmers berücksichtigen (er darf sie also nicht ignorieren) und mit den betrieblichen Belangen abwägen.

Das ist die rein rechtliche Seite; inwieweit Du Dein Recht allerdings gegenüber Deinem Arbeitgeber darlegen oder gar durchsetzen willst oder kannst, ist dann aber eine ganz andere Frage; und viel zu oft sind "Recht haben" und "Recht bekommen" leider zwei völlig verschiedene Dinge!

ja ixh musste heute arbeiten :-/ Danke das beantwortet meine frage auch schon sehr gut danke dir !

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Sicher wird es erforderlich sein, dass du deinen Dienst früher antreten musst. Das ist doch nicht so schlimm, dass man das gleich hinterfragen muss, oder? Ich habe Zeiten erlebt, da mussten wir ganz andere Arbeitszeiten absolvieren und niemand wäre auf die Idee gekommen zu fragen, ob das verboten sei.

Ja bei mir läuft es 4 Jahre so also bitte zuerst nachfragen bevor man irgendwelche Schlüsse zieht wäre nett. Bei einem mal wäre es mir egal is aber wie gesagt seit 4 Jahren so dass ich immer wieder 2 Stunden oder einen tag vorher irgendwelche Änderungen Bescheid bekomme.

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@Laleli20

Ich ziehe überhaupt keine Schlüsse aus irgend etwas, das ging auch nicht aus deinem Text hervor. Wenn das also schon seit vier Jahren so geht, dann wundert es mich, dass du erst heute daran Anstoß nimmst und dich hier beklagst. Sprich mit deinem Vorgesetzten oder mit dem Betriebsrat, damit man ein für allemal durchsetzt, dass Arbeitszeitänderungen den betreffenden Mitarbeitern so früh wie möglich bekannt gibt.

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1. beklagen ist etwas anderes als es zu hinterfragen 2. War ich 3 jahre lehrling davor, wo ich keinen Widerspruch leisten wollte gegen meinen AG! Und jetzt da ich mich mittlerweile wehren will frage ich das ! lg

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Das ist doch nicht so schlimm, dass man das gleich hinterfragen muss, oder?

Und was soll daran schlimm sein, die Legitimität einer Anordnung des Arbeitgebers - die ja möglicherweise deutlich in die Planung der privaten Lebenssphäre eingreift - zu hinterfragen?!?!

"Hinterfragen" ist immer noch etwas Anderes als "sich verweigern"!!

Zur rein rechtlichen Frage siehe meine eigene Antwort!

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