Darf eine Psychiatrie frei entscheiden welchen Patienten sie behandeln? Und wann?

4 Antworten

Das ganze liest sich für mich, wie der Bericht über einen psychisch kranken, der die Krankheitseinsicht vorgibt aber tatsächlich nicht hat. Das ist ein großes Problem in der Psychiatrie. Auf der einen Seite machen Therapien keinen Sinn, wenn der Patient uneinsichtig ist, auf der anderen Seite gehört die Uneinsichtigkeit zu den Symptomen der Krankheit. Da die richtige Abwägung zu finden ist für Ärzte und Therapeuten und Pfleger oft sehr schwierig. Denn es gibt immer wieder Patienten die bewusst diese Einsichtigen vorspielen.

Die Klinik in Bernburg verhält sich aus meiner Sicht sehr unvernünftig. Denn rein vertragsrechtlich hätte sie, mit der Begründung, die Wiederaufnahme nicht verweigern können. Das ist aus rechtlicher Sicht ein glatter Vertragsbruch. Wenn das Team der Ärzte/Therapeuten/Pfleger/u.s.w. zu dem Schluss kommt, dass eine Weiterbehandlung wg. mangelnder Einsicht keinen Sinn macht, muss die Klinikleitung den Behandlungsvertrag auch genau aus diesem Grund kündigen.

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Sie ist einsichtig. Sie will ja behandelt werden. Und vertrag, hatte ich auch schon mal bei ihr nachgefragt, müsste man ja da irrg was unterschreiben oder so. Aber sie meinte sie hätten nichts vertrag ähnliches gehabt.

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@YumexBounty

und ich muss dazu sagen würde man sie nicht behandeln würde sie früher oder später drauf gehen ohne die eigentliche Absicht dazu. Und sie nimmt auch Medikamente.

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@YumexBounty

Ein Behandlungsvertrag wird nur selten in Schriftform ausgestellt. Der kommt automatisch zustande, wenn ein Patient sich bei einem Arzt oder Krankenhaus in Behandlung begibt und der Arzt oder das Khs die Bahandlung aufnimmt.
Die meisten psychisch Kranken sind sehr gute Schauspieler. Wenn sich einer entscheidet den Einsichtigen vorzuspielen, macht er das in aller Regel auch im privaten Kreis, also auch Verwandten und Freunden gegenüber. Und aus der persönlichen Beziehung heraus ist das den Verwandten und Freunden viel einfacher vorzuspielen als einem professionellen Team in der Psychiatrie.

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Ja, grundsätzlich kann eine Klinik selber regeln aufstellen, welche Patienten unter welchen Voraussetzungen behandelt werden

Auch können Regeln aufgestellt werden, an die dich die Patienten während der Behandlung zu halten haben

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Das man Regeln aufstellt, das verstehe ich ja. Aber die Behandlung soll ja ein 1 Jahr insgesamt gehen, die war ja nicht beendet. Das sie ein Paar Monate zuhause war gehörte ja zu der Behandlung quasi dazu. Für mich sieht es auch nicht aus wie eine Regel von denen, sonst hätten sie, sie ja vorher auch nicht genommen.

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Evtl lautet die Regel ja, dass Personen im Einzugsgebiet Vorrang haben. Wenn Plätze frei sind, dann werden auch Personen von außerhalb aufgenommen

Und ob es sich jetzt um eine durchgängig Behandlung (bei der der Wiederaufnahmetermin bereits fest vereinbart wurde) oder im eine folgebehandlung (mit variablem Termin) handelt, können wir hier wohl nicht beurteilen

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@SaVer79

Aber dennoch. Sie wussten ja Bescheid, ist ja jetzt nicht so das es Spontan war. Wenn sie wissen das sie zu diesen Zeitpunkt eine  Patientin wie aufnehmen (was ja so abgemacht war, und da denke ich ist sie auch nicht die einzige, wo das so läuft, bzw laufen müsste) dann können sie doch nicht den Wiederaufnahmetermin frei nach Schnauze nach hinten verlegen, was heißt nach hinten verlegen, es hieß das sie, sie nicht mehr nehmen. Und dann die ausrede benutzen das sie, sie nicht nehmen weil sie nicht in der Nähe wohnt.

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@SaVer79

Die Klinik kann und muss (wenn sie eine Klinik nach dem Krankenhaus-Bedarfsplan ist) Patienten aus dem Einzugsgebiet bevorzugen. Aber wenn sie einen Behandlungsvertrag mit einem Patienten eingegangen ist, gilt dieser Vertrag.
(siehe meine Antwort zur Frage)

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Auch in Kliniken gibt es Regeln, wenn man die bricht ist man nicht Absprachefähig und somit nicht therapiefähig.

Das mit dem Einzugsgebiet ist auch oft der Fall. Also dass man nur in eine bestimmte darf.

Depression: Psychische Krankheit oder Emotionale Krise?

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Ich habe es sehr oft mit Menschen zutun gehabt die Depressiv waren, ob in der Familie, drausen privat, Leute wie sich umbringen wollten oder welche die nur aufmerksamkeit wollten.

Hab sogar mal einen getroffen in der Stadt der einige tage nach beginn meines Praktikums entlassen wurde.

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