Darf eine muslimische Patientin mich vom Arbeitsplatz verweisen?

71 Antworten

Bei einer Pesonenkontrolle durch Sicherheitskräfte und/oder die Polizei hat eine Frau, Konfession und Religion völlig irrelevant, ebenfalls das Recht, von einer gleichgeschlechtlichen Person untersucht zu werden.

Hab noch nie gehört, dass ein Polizist sich deswegen diskriminiert fühlt. Man sollte sich deshalb nicht so aufregen. Du wirst sicher keine Lohneinbußen dafür erfahren, wenn doch, dann könntest du dagegen klagen, denn das wäre dann Diskriminierung durch deinen Arbeitgeber.

Nirgends steht geschrieben, daß Patienten über Deinen Arbeitsplatz verfügen dürfen. Wann Du wen untersuchst, unterscheidet Dein Vorgesetzter oder der Praxis- oder Klinikleiter. 

Im Prinzip sollte es für Patienten klar sein, wohin sie sich begeben, nämlich ins deutsche Gesundheitssystem mit der deutschen Krankenkasse. Das System hat Spielregeln und an die hat sich im Grunde jeder zu halten. Man kann hie und da mal auf Befindlichkeiten Rücksicht nehmen, aber wenn solche Extrawürste den Betrieb behindern, kann man sie auch verweigern. 

Ich habe selber lange im Pflegebetrieb gearbeitet. Es kommt auf effiziente Nutzung der Ressourcen an - Zeit, Organisation und so weiter spielen eine wichtige Rolle. Deshalb kann man eben nicht immer die Damen nur vo Damen waschen lassen (z. B.) und es geht auch nicht an, daß Personal sich weigert "niedere" Arbeiten zu machen, weil ihre religiöse Tradition das nicht vorsieht. 

Also: Letztlich entscheidet Dein Chef - und er mußt sich selbst Rechenschaft über die Gründe für seine Entscheidung geben. Du bist aber dennoch zu Recht beleidigt, wenn Dein Geschlecht für jemanden einen Grund darstellt, Deine Arbeit von vorneherein abzulehnen. 

Und der letzte Aspekt: Zeugen Jehovas lehnen aus vorgeblich religiösen Gründen z. B. Bluttransfusionen ab. Patienten dürfen sich einer Behandlung verweigern. Aber dann müssen sie auch die Konsequenzen tragen... und so würde ich jedwede rein "religiös" begründete Umstandskramerei beurteilen. Gruß, q.

Wo ist das Problem...?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es seit der Existenz des Papsttums oft vorkam, dass eine Urologin, eine Röntgenassistentin o.ä. des krankem Papstes sensibelsten Stellen zu sehen..... Auch stellt sich die Frage, wenn  Frauen einen kranken Papst untersuchen, behandeln und pflegen dürfen, müssen sie ihren Kopf bedecken... ( was bei Audienzen Usus zu sein hat )

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