Darf eine Mieter nach einer berechtigten Ersatzvornahme auch die monatliche Betriebskostenvorauszahlung neben der Nettomiete aufrechnen?

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5 Antworten

Selbsverständlich kann er die Kosten der Ersatzvornahme mit der übernächsten Mietzahlung verrechnen.


Dass es rechnerisch mehr als der Mietzins sein kann, bliebe außer Absatz. Denn er hätte die vereinbarte BK-Vorauszahlung auch in diesem Monat geleistet, die du bei deiner Abrechnung voll anerkennen musst.

G imager761



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Die Betriebskosten sind ja für den Vermieter nur ein durchlaufender Posten.

Dabei würde ja nur erreicht, dass deine Nachzahlung höher ausfällt.

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Bei Mietminderung erfolgt diese von der Bruttomiete (also inkl. Betriebskosten). Es ist drauf zu achten, dass das auch in der nächsten BK-Abrechnung berücksichtigt wird.

Bei Ersatzvornahme in Folge Verfristung sehe ich es anders. Hier dürfte m.E . die Verrechnung lediglich mit der Nettomiete erfolgen. Mit BK hat das nix zu tun.

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So wie der Mieter eine evtl. Mietminderung von der Bruttomiete vornehmen darf, darf der das auch im Falle einer Verrechnung wegen Ersatzvornahme.

So jedenfalls verstehe ich Abs. 2 § 556b

http://dejure.org/gesetze/BGB/556b.html

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Selbstverständlich. Er leistet sowohl Mietzahlung, wie auch Betriebskostenvorauszahlung in diesem Fall durch Vergütung einer Handwerkerleistung und -lieferung direkt an diesen.

Es ist, wie wenn er mit Naturalien bezahlt.

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