Darf eine Leihgesellschaft im Krankheitsfall und bei vorliegender AU den Angestellten zwingen im Krankheitsfall das Arbeitszeitkonto zu belasten?

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4 Antworten

Gibt es einen wasserdichten Paragraphen o.Ä. auf den sie sich beziehen kann sollte der Fall tatsächlich zur Anwendung kommen?

Ja!

Während der Erkrankung hat Deine Lebensgefährtin das an Entgelt zu bekommen, was sie auch bekommen hätte, wenn sie nicht krank gewesen wäre; es gilt das Lohn- oder Entgeltausfallprinzip.

Das ist gemeint mit der etwas komplizierten Formulierung im Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 4 "Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts" Abs. 1:

Für den in § 3 Abs. 1 oder in § 3a Absatz 1 bezeichneten Zeitraum [Anmerk.: gemeint ist der Zeitraum bei unverschuldeter Erkrankung und bei Organspende] ist dem Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen.

Wie Griesuh schon geantwortet hat: Durch eine Arbeitsunfähigkeit dürfen keine Minusstunden (und darf keine Entgelteinbuße durch den Arbeitgeber) entstehen.

Das ist eine zwingende gesetzliche Vorschrift, von der weder vertraglich noch "freiwillig" abgewichen werden darf!

Als sie (wie es die Vorschriften der Leihgesellschaft vorschreiben) die einwöchige Krankmeldung persönlich in deren Büro abgab

Eine solche Vorschrift durch den Arbeitgeber, dass ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung persönlich beim Arbeitgeber abgeben müsse, ist nichtig und damit unwirksam!

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Ein ganz klares Nein. Der AG, auch diese Zeitarbeitsabzocker, müssen dir einen normalen Lohn bezahlen. Wer dich dennoch zwingend will, begeht Nötigung und sollte zur Strafanzeige gebracht werden.

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Durch eine AU gibt es weder mehr noch Minunsstunden.

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Nein.

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