Darf eine Firma einem Mieter die wohnung kdg weil sie Eigenbedarf anmeldet?

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9 Antworten

1.) Der "Eigentümer" ist im Grundbuch eingetragen. Der Vermieter ist der Besitzer, mit dem du den Mietvertrag geschlossen hast - in diesem Fall der Zwangsverwalter.
Hinweis: Eigentümer und Besitzer sind zweierlei.

2.) Das Sonderkündigungsrecht besteht immer. Da ist nichts nachzuweisen oder sonstiges.

3.) Verzögern ist kein Problem - du hast dann die Kosten für die Zwangsräumung am Hals.

4.) Der Zwangsverwalter kann das Haus nicht verkaufen. Dem freihändigen Verkauf muß der Eigentümer zustimmen und der Gläubiger die Lastenfreistellung erteilen.

5.) Der Erwerber aus der ZV darf alles, der freihändige Erwerber genießt keine Sonderrechte.

6.) Vor dem dritten Anlauf zur ZV wird niemand mehr freihändig kaufen oder verkaufen wollen.

7.) Wenn der dritte Versuch nicht klappt, gibt es einen vierten usw. Die Grenzen sind schon weg, also alles wie beim dritten Versuch. Das liegt letzendlich am Gläubiger. Der kann auch die Zwangsverwaltung weiterführen lassen - eine einfache Renditerechnung.

zu 2. auf einigen seiten liest man aber das wenn der neue besitzer also der der das ersteigert oder gekauft hat, eine firma ist , darf er dem mieter nicht kdg wenn er dieses als gewerberaum nuttzen möchte. zu 4. ich meine damit zbsp was ist wenn ich ein kleinkind habe und in der kdg zeit keinen geeigneten Wohnraum gefunden habe ?kann ich irgendwo beantragen da die kdg frist zbsp um 2 monate verlängert wird? zu5.ich verstehe den satz nich ganz??? zu6. die hausverwaltung erzählte mir das es da gespräche gibt , das eine firma dieses haus als "erweiterung" (das haus liegt in einem gewerbegebiet)haben möchte, aus welchen grund sollte niemand verkaufen oder kaufen wollen vor der 3. ZV ?vielen dank für die mühe und antworten ;o)

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@EmmaSorglos

Es will niemand freihändig kaufen, wenn es bei der Versteigerung für den halben Preis zu bekommen ist.

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@DerHans

ja das leuchtet ein, die Hausverwaltung meinte am telefon da gibt es ernsthafte gespräche mit einer Firma , das hat mir n bissl angst gemacht.daher auch die Frage ob eine firma dann kdg darf.

die 3. zwangsversteigerung wird nun wohl wieder verschoben oder erstmal ausgesetzt sagte der anwalt.Der anwalt meint auch das haus kein mensch kauft weil es zu gross sei usw. vielen dank für die Tipps

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Eine Firma ist eine juristische Person und kann keinen Eigenbedarf an eine Wohnung anmelden. Eine Firma hat auch keinen nahen Verwandten. Und verhindern, dass eine Person das Haus ersteigert, kannst du nur indem du es selbst ersteigerst.

oja das würde ich gerne , aber für mich und meine sohn ist es doch zu gross , sind ja knapp 200qm wohnfläche und noch garten , und ich hab absolut überhaupt garkeine ahnung davon ;o)

aber vielen lieben dank , für die antworten

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1.Frage: ist denn nun der vermieter der da ja noch wohnt,noch eigentümer oder gehört das haus nun der bank oder wem?

Der Vermieter ist Eigentümer bis zur Rechtskraft eines Zuschlagsbeschlusses

es wird wohl jetzt die 3. zwangsversteigerung geben, wenn eine privatperson das ersteigert , hat er das sonderkdg recht. 3monate,

Ja hat Sonderkündigungesrecht 57 a ZVG

kann ich das verzögern , aus irgendwelche gründen ? Ja einfach nicht ausziehen. Der Zuschlagsbeschluss ist kein Räumungstitel gegen einen Mieter.

was muss der neue Eigentümer nachweisen? reicht es zu sagen das er eigenbedarf hat oder muss er das nachweisen bzw auch glaubhaft darlegen? Strenger Nachweis ist erforderlich. Nur berufen auf 57 a ZVG macht die Kündigung unwirksam

was wenn vor der zwangsversteigerung das haus durch den Zwangsverwalter verkauft wird, an eine Firma, Der Zwangsverwalter kann ohne den Eigentümer und dessen Zustimmung nicht verkaufen.

darf diese dann Mieter kdg auf grund desen das sie das objekt als gewerbe raum nutzen will?

Nein Mietvertrag geht mit über Kauf bricht nicht Miete

Gruss Feurigel

vielen dank , ich wünschte ich hätt ahnung , lach

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Also, die Antwort von Helmo ist schon sehr gut. Was Du einfach beachten musst ist: 1) Meines Wissens kann Dir derzeit keiner kündigen. Unter Zwangsverwaltung heisst noch keine Zwangsvollstreckung. Die tritt erst nach einer gerichtlichen Versteigerung ein. 2) Wenn das Haus/Wohnung im normalen freien Verkauf verkauft wird, dann heisst es ... "der Kauf bricht die Miete nicht". Hier kann der Käufer dann nicht (nicht sofort) kündigen. Er muss eine Zeit abwarten und kann erst dann auf Eigenbedarf kündigen. Das trifft zu, wenn der Zwangsverwalter ganz normal verkauft. 3) Wenn das Haus/Wohnung aber über das Gericht im Zuge einer Zwangsvollstreckung versteigert/verkauft wird, dann lösen sich ALLE Mietverhältnisse auf. Der Käufer hat dann automatisch einen Räumungstitel in der Hand. Hier kann er Dir nach der Ersteigerung einfach mit einer 3-Monatsfrist kündigen und Du kannst Dich nicht wehren ohne dass Du Dir nicht selbst finanziell schadest. Solltest Du innerhalb dieser Frist keine Wohnung finden, dann wäre das Sozialamt unter Umständen für Dich der Ansprechpartner. Bezüglich Deiner Frage zu den Versteigerungsterminen. Der Verkaufspreis sinkt nach jedem erfolglosen Termin. Wer zockt kann die Immobilie, sofern kein Anderer dazwischen kommt, ein gutes Schnäppchen machen.

das hört sich nich so gut an....;o(

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Im Fall des Zuschlags in der Zwangsvereteigerung hat der neue Eigentümer ein 4-wöchiges Sonderkündigungsrecht, das er nicht begründen muss, also Eigenbedarf muss nicht vorliegen.

das is falsch , jeder mieter hazt ein 3 monatiges Kdg Recht , da ist es sogar egal wenn was andereres im Mietvertrag steht , das ist gesetzlich geregelt

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@EmmaSorglos

Auch bei einem Sonderkündigungsrecht muss er sich selbstverständlich an die Kündigungsfristen halten. Das heißt nur, dass er überhaupt kündigen darf.

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Wer von einem Vermieter die Kündigung erhält, dessen Immobilie unter Zwangsverwaltung steht, sollte sich unverzüglich an den Zwangsverwalter wenden.

Der Zwangsverwalter muss auch dafür sorgen, dass Einnahmen vorhanden sind.

Nicht selten´versuchen Eigentümer ihre unter Zwangsverwaltung stehende Immobilie auf die Art zu räumen und beahcten hierbei nicht, dass der Mieter einzig und allein über den Auszug mit dem Zwangsverwalter verhandelt.

Kläre also nun zuerst mal ab, wie die Zwangsverwaltung geregelt ist.

Ein Sonderkündigungsrecht der Zwangsverwaltung besteht nicht.

Auch die Zwangsverwaltung hat sich am Mietrecht zu orientieren und die Gründe einer Kündigung anzugeben.

Der eigentliche VM kann keinen Eigenbedarf geltend machen, qwenn das Haus unter eienr zwnagsverwaltung steht.

Die Zwangsverwaltung hat keinen Eigenbedarf.

Sie könnte aus Gründen der wirtschaftlichen Verwertung kündigen, muss dann aber beweisen, dass der Erlös mindestens 30 % höher wäre, wenn das Haus nicht vermietet ist. Solange der VM aber nicht auszieht, wird dies kaum gegenüber den Mietern gelingen.

also: zu deiner ersten frage: das haus wird wohl dem zwangsverwalter gehören (rechtsanwalt ?) an wen überweist du denn die miete? wir wohnen auch in einen zwangsverwalteten haus. das gehört momentan einem RA und dieser erhält auch die miete. wenn jmd. dieses haus kauft, dann kann der neue eigentümer IMMER eigenbedarf anmelden. dies hat zur folge das eine mietpartei ausziehen muss. allerdings gilt dies nur wenn alle wohnungen in dem haus belegt sind -> d.h. der neue eigentümer darf sich nicht einfach so eine wohnung raussuchen. wenn noch eine wohnung in dem haus frei ist, dann hat er diese zu nehmen und darf keiner anderen mietpartei kündigen...

achso dem anwalt gehört das ? wie geht das denn ? ich meine der eigentümer hat doch sicher an die bank nicht gezahlt und nicht an den rechtsanwalt???

ja ein rechtsanwalt steht da als zwangsverwalter, mit dem habe ich auch den mietvertrag ,der RA hat aber eine hausverwaltung beauftragt die alles andere macht also auch Ansprechpartner ist.

nun das haus hat unten 2 90qm grosse wohnungen und oben im dach eine 82 qm wohnung mit seperatem eingang an der seite , meine wohnung.

wenn der neue käufer aber nun das ganze haus haben will? dazu is er ja bestimmt berechtigt .

und unten in einer wohnung wohnt ja der dem das haus gehörte , der hat ja dann eigentlich keinen mietvertrag und muss raus?

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@EmmaSorglos

naja wem das haus jetzt ganz genau gehört kann ich dir auch nicht sagen. kann auch sein es gehört der bank...das ist aber auch erstmal egal. es könnte natürlich sein das der neue eigentümer mit dem haus "etwas besonderes" vorhat und somit allen mietparteien kündigt. dies kann er unter einhaltung der gesetzlichen fristen (also i.d.R. 3 Monate). Erkundige dich doch mal bei deiner Hausverwaltung. Ich bin denen auch gehörig auf die nerven gegangen bis ich "hier" eingezogen bin, da ich auch keine lust hatte in einem halben jahr wieder auszuziehen. mir haben sie dann versichert das für das haus ausschliesslich kapitalanleger gesucht werden die das haus (dessen sanierung) finanzieren und dann eben die miete einstreichen. das ist das einzige was ich dir auch raten kann. geh den leuten auf die nerven und versuch herauszubekommen was für das haus angedacht ist. oftmals wissen da auch die zwangsverwaltenden RAs ganz gut bescheid. die machen sowas schliesslich nicht zum ersten mal und können ganz gute tendenzen abgeben. viel erfolg

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@EmmaSorglos

Wenn nun ein Käufer mit zwei erwachsenen Kindern das Haus ersteigert, kann er für alle drei Wohnungen Eigenbedarf anmelden.

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@DerHans

nun hier scheiden sich wieder die aussagen, oben steht der ersteigerer hat automatisch einen räumungstitel, hier wiederum steht wenn der käufer 2 kinder hätte, könnte er , und eine firma kann es garnicht, hmmm genau das wäre wichtig gewesen.

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@DerHans

das ist natürlich richtig! soweit hatte ich jetzt nicht gedacht...

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Hallo, Frau Sorglos;

beim örtlich zuständigen Amtsgericht - Abteilung Zwangsversteigerung/Zwangsverwaltung - sich er- kundigen, ob das betreffende Grundstück unter Zwangsverwaltung steht und wer durch das Gericht zum Zwangsverwalter bestellt ist.

Gemäß § 152 Absatz 2 des Zwangsversteigerungsge- setzes ist der Mietvertrag zwischen Ihnen und der Person des Zwangsverwalters wirksam. Die "Kündi- gung" der Fa. ist unerheblich.

achso und was wenn der letzte von 3 zwangsversteigerungsterminen fehlschlägt also niemand ersteigert ?

was passiert dann mit dem haus?

Dann wird es immer billiger

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