Darf ein weniger gut qualifizierter einem gut qualifiziertem vorgezogen werden?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Wer beurteilt denn die Qualifikation? Der AG oder der Bewerber? Selbst wenn der AG sich für den weniger qualifizierten MA entscheidet, hat er das Recht dazu. Es sei denn, der angeblich besser qualifizierte kann beweisen, dass er unter Berücksichtigung des AGG diskriminiert worden ist.

Das kommt darauf an, was du unter Qualifikation verstehst.

Damit ist beleibe nicht der Zeugnisdurchschnitt oder Abschluß gemeint: ein berufserfahrener Facharbeiter ist als Vorarbeiter "besser" als ein Maschinenbauabsolvent.

Und gerade die soft skills spielen heute eine überragendere Rolle als reines Fachwissen.

Und selbstverständlich entscheider der Chef, ob eine Frau oder ein Mann besser zu seinem Stab oder Unternehmen für diesen Job passt. Solange die Stellenausschreibung geschlchtsneutral vorgenommen wird, ist eine Diskriminierung oder Benachteiligung auch niemals zu beweisen.

Rechtlich gesehen entscheidet die Personalpolitik allein der Betriebsinhaber. Weder eine Quote für Frauen noch Behinderte werden ihn daran hindern, die- oder denjenigen einzustellen, den er (subjektiv) für geeigneter hält.

Selbst wenn ihn an dem vermeidlich aussichtsreicheren Kandidaten nur sein Auftreten beim Vorstellungsgespräch, ein Tattoo oder die Tatsache stört, daß die Kandidatin mit Mutterschutz monatelang ausfällt.

G imager761

Die Qualifikation ist nicht der einzige Gesichtspunkt. Andere sind z.B. auch: Berufserfahrung, Bewerber/in soll ins Team passen, Eindruck aus dem Vorstellungsgespräch.

Diese Formulierungen, die du meinst, lauten ja so herum: "Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt" oder "die Stelle ist auch für einen Schwerbehinderten geeignet". Das heißt nicht, dass nicht auch anders entschieden werden kann. "Eignung" bedeutet eben, dass mehrere Gesichtspunkte geprüft werden.

Antidiskriminierung (Gesetz: AGG) bedeutet z.B.: niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Rasse ... abgelehnt werden. Das ist nicht einfach eine umgekehrte Logik zu dem, was ich oben geschrieben habe.

Ein Arbeitnehmer darf immer denjenigen einstellen, den er möchte.

Das Unternehmen ist frei in der Wahl seiner Mitarbeiter und in der Stellenbesetzung.

das ist eine freie entscheidung des Arbeitgebers

Was ist mit Diskriminerung?

ralosaviv 19.03.2012, 20:54

Wenn du z. B. wegen deiner Herkunft, deiner sexuellen Orientierung, deines Geschlechts eine Absage bekommst.

0

Was möchtest Du wissen?