Darf ein Vorgesetzter verlangen, mit dem Taxi oder einem Leihwagen zur Arbeit zu kommen, wenn das eigene Auto in der Werkstatt ist?

27 Antworten

Der Arbeitnehmer muss zur Arbeit erscheinen, das ist Sinn und Inhalt eines Arbeitsverhältnisses.

Wie er dorthin kommt ist in der Regel seine Sache.

Ein verständnisvoller Vorgesetzter, wird sich, so hoffe ich doch, allerdings darüber schon Gedanken machen bzw. notwendige und machbare Toleranz zeigen.

Du hast als Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag unterschrieben.

Deine Hauptpflicht aus diesem Vertrag ist die Erbringung deiner Arbeitsleistung.

Fall das nur an einem bestimmten Ort möglich ist (also kein Home Office, Mobile Working o.ä. vereinbart wurde), dann ist es auch deine Pflicht, diesen Ort aufzusuchen.

Wie Du das machst, kann dem Arbeitgeber egal sein.

Kurz: Ja, es ist dir zuzumuten, die Kosten für ein Ersatz-Transportmittel zu tragen.

Alternativ kannst Du einen Urlaubsantrag stellen oder deinen Chef um eine unbezahlte Freistellung bitten.

Muss ein Arbeitnehmer auf eigene Kosten, die nicht gering ausfallen würden, mit Taxi bzw. Leihwagen zur Arbeit kommen?

Es liegt alleine in der Verantwortung des Mitarbeiters sicherzustellen, dass er seinen Arbeitsplatz entsprechend seinen Arbeitszeiten erreicht - wie ! er dies bewerkstelligt kann und ist dem Arbeitgeber i.d.R. egal.

Übrigens an diesen Gegebenheit hat sich in den vergangenen 3 Jahren nichts geändert :

https://www.gutefrage.net/frage/was-ist-zu-tun-wenn-man-nicht-zur-arbeit-kommt-weil-das-auto-in-der-werkstatt-ist-oder-liegen-geblieben-ist

Tja - bleibt nur - entweder Leihwagen oder Urlaub nehmen.

Meinem Gerechtigkeitsempfinden nach, wird ein Arbeitnehmer für zu leistende Arbeit bezahlt. Wenn diese nicht erfolgt, steht er in "Bringschuld" seines Arbeitgebers und ich denke, es ist Sache des Arbeitnehmers zu schauen, dass er dieser Verpflichtung auch nach kommt. Die rein rechtliche Lage kenne ich nun nicht.

Urlaub für die Dauer der Reparatur an Deinem Auto wäre möglicherweise eine Lösung.

Alles Gute!

Unwetter, Stau, kaputtes Auto, ausgefallener Zug, verspäteter Bus - muss den Arbeitgeber alles absolut null interessieren. Als Arbeitnehmer bist du dafür verantwortlich, pünktlich bei der Arbeit zu sein. Wie du das anstellst, ist ganz allein deine Sache. Aber wenn du zu spät oder gar nicht erscheinst, kann das zu einer Abmahnung führen.

Für den Fall, dass das Auto morgens unvorhergesehen kaputt geht, ist es als Arbeitnehmer die sinnvollste Lösung, wenn man direkt telefonisch Kontakt mit dem Vorgesetzten aufnimmt und mit diesem gemeinsam nach Lösungen sucht. Eine solche Lösung kann zum Beispiel darin bestehen, dass der Vorgesetzte für den Tag spontan Urlaub genehmigt. Hat man bereits alle Urlaubstage für das Jahr verbraucht, kann man auch über eine unbezahlte Freistellung für den Tag sprechen.

Unwetter, Stau, kaputtes Auto, ausgefallener Zug, verspäteter Bus - muss den Arbeitgeber alles absolut null interessieren. [...] Aber wenn du zu spät oder gar nicht erscheinst, kann das zu einer Abmahnung führen.

Ganz so platt "einfach" ist das denn doch nicht!

Wenn ein Arbeitgeber objektiv nicht in der Lage ist, zur Arbeit zu erscheinen (weil z.B. durch ein Unwetter Verkehrsverbindungen unterbrochen sind, auf die der Arbeitnehmer angewiesen ist, oder durch einen nicht vorhersehbaren Stau oder Zugausfall der Arbeitsplatz nicht oder nicht rechtzeitig erreicht werden kann), dann darf ihm das nicht als Verschulden angelastet werden und darf auch nicht zu einer Abmahnung führen!

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