Darf ein Versicherungsmakler zusätzliche arbeits und Beratungsleistungen in Rechnung stellen?

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8 Antworten

Ich kenne deine Vereinbarung - also den Maklervertrag nicht. Aber, auch wenn man als Makler einige Dienstleistungen  mit einer Honorarvereinbarung oder Dienstleistungspauschale abhandeln kann, hier geht es um die Betreuung nach und im Schadenfall. Diese Tätigkeit ist mit der Courtagezahlung  des Versicherers an den Makler abgegolten.

Sollte in deinem Maklervertrag etwas Anderes stehen würde ich anzweifeln das es "rechtens" ist.

Zudem Bedarf es ja auch zumindest eines Hinweises in der AGB des Maklers das er für so etwas Geld verlangt. Denn so ohne Hinweis kann man nicht einfach Rechnungen erstellen. Es muss für den Auftraggeber (also in dem Fall Du) ersichtlich sein das der Auftragbehmer (dein Makler) für XY-Tätigkeit ein Entgeld verlangt. Sonst ist das nicht legal.

Letztlich würde ich mir einen anderen Makler suchen....

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Zunächst : Nach der aktuellen Gesetzgebung (E.U.Recht ) darf ein Versicherungsmakler auch zusätzliche Beratungsleistungen abrechnen !

Verboten und Pflichten bei Schadensmeldung ist mit Courtagezahlung abgegolten trifft es hier leider nicht , da er hier auf den Focus einer "zusätzlichen" Arbeits / Beratungsleistung anspielt ...aber :

Vorraussetzung dazu ist , das er dies mit dem Kunden / Ihnen vorab besprochen hat und auch im Maklermandat wiederzufinden ist bzw. eine zusätzliche Honorarvereinbarung mit Erklärung beiderseits abgeschlossen und gegen gezeichnet wurde ! Somit passt die Antwort von Buerger41 auch sehr gut zu Ihrer Frage !

Fragen Sie erst einmal Ihren Makler wo Sie diese zusätzliche Beratungsleistung im Maklermandat finden, da ich nicht davon ausgehe das Sie etwas zusätzliches unterschrieben haben ?

Es ist aber auch mehr als ungewöhnlich dies an einem festen Prozentzsatz zu errechnen ! Woher kommt dieser und wie erklärt er den Mehraufwand  ?

Ich denke Ihr Makler hat Ihnen einiges zu erklären..

In diesem Sinne

HG DerMakler

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Kommentar von frida07
14.03.2016, 18:38

Vielen Dank für Ihre sehr hilfreiche Antwort, nachdem ich heute mit meinem Makler telefoniert habe, muss ich jetzt nichts mehr zahlen....er meinte, nachdem ich ihm meinen Standpunkt sehr deutlich gemacht hatte und er Rücksprache mit seinen Kollegen  genommen hatte es würde aus Kulanz ohne Zahlung meiner seits ok sein

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Nein, Sie müssen definitiv nicht zahlen.

Sie sollten auch sofort den Makler wechseln.

Ein Versicherungsmakler hat diverse Pflichten, so auch im Schadensfall. Dies beinhalten solche wie Sie sie geschildert haben.

Die Vergütung ist durch die gezahtte Courtage für die Unfallversicherung abgegolten.

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2 Dinge…

1)

Nein, Ihr Makler darf Ihnen diese Leistung nicht in Rechnung
stellen.

Es ist ihm sogar an dieser Stelle VERBOTEN!

Weshalb?
Geltendmachung von Ansprüchen ist ihm untersagt!

Ein Vermittler darf ihnen  bei 
einer Schadensmeldung mit Rat und Tat zur Seite stehen, doch sobald es
um die Durchsetzung Ihrer Ansprüche geht, ist er raus.  

2)

Schade das Sie sich gegen das Gutachten und für die Annahme des Vergleichsangebotes entschieden haben. Erfahrungsgemäß wird das Angebot sehr niedrig angesetzt.

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Kommentar von frida07
14.03.2016, 18:28

Vielen Dank für Ihre Antwort, ich habe mich bewusst gegen den Gutachter entschieden, aus dem einfachen Grund dass meine Mutter auch mal in einer ähnlichen Situation war, und nach deren Gutachten grad mal die Hälfte vom Vergleichsangebot gezahlt wurde.

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Es kommt darauf an, wie der Maklervertrag ausgestaltet ist.

Ist ein Honorar bei Hilfe im Schadenfall vertraglich vorgesehen, müssen Sie die Honorarrechnung bezahlen. Das hat der BGH in neueren Entscheidungen zugelassen. Aber wie gesagt, das muss vorher vereinbart gewesen sein. Der Abrechnungsmodus nach Streitwert bleibt allerdings Anwälten vorbehalten. Ein Versicherungsmakler kann allenfalls nach Zeitaufwand abrechnen, wobei er diesen genau zu begründen hat.

Wenn es offenbar nicht vereinbart war, brauchen Sie die Rechnung auch nicht zu bezahlen.

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 Führ unsere Bemühungen erlauben wir uns ihnen unsere zusätzlichen Arbeits- und Beratungsleistungen in Rechnung zu stellen.

5%der Schadenssumme 350€ 19% Mehrwertsteuer 66.50€ gesamt 416,50€

Diese Vorgehensweise ist für einen Makler unüblich und vermutlich auch in dieser Form nicht erlaubt.

Ein Makler hat allerdings die Möglichkeit ein Honorar zu verlangen.

Wie hoch dies ist, müsste aber im unterschriebenen Maklervertrag stehen.

Nur kann er sein Honorar nicht prozentual von der Schadenserstattung der Versicherung ansetzen.

Vielleicht hast Du ja eine Rechtsschutzversicherung, dann kontaktiere diese und frage nach wie die Rechtslage ist.

Gruß N.U.

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Ein Makler ist ein wirtschaftlich selbständiger Unternehmer. Er hat hier offensichtlich eine Dienstleistung erbracht, die mit seiner Haupttätigkeit nicht bezahlt ist.

Selbstverständlich kann er einen Mehraufwand in Rechnung stellen, wenn dies in seinen Geschäftsbedingungen so vorgesehen ist.

Motto: Ein Kaufmann arbeitet GRUNDSÄTZLICH nicht kostenlos.

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In welcher Stadt/Dorf, befindet sich der Makler? Ich habe da eine Vermutung!

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