Darf ein Vermieter eine Anmeldebestätigung verlangen?

13 Antworten

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Nein. Der Vermieter schließt einen Mietvertrag, die Anmeldung ist Deine Sache (allerdings gibt es eine "Meldepflicht".)

Der Vermieter hat keinerlei Einfluss oder Mitspracherecht bezüglich der Besucher seines Mieters, entspr. "JKlauseln" im Mietvertrag wären nicht rechtwirksam.

Lebt allerdings ein "Besucher" mindestens sechs Wochen in der Wohnung des Mieters, so muss der Vermieter darüber informiert und um Erlaubnis gebeten werden.

Eine Erlaubnis nach 6 Wochen ist nicht erforderlich, hier geht es nur um ggf. zusätzlich zu berücksichtigende Nebenkosten.

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er hat keinen Einfluss darauf, aber kann eine verlangen!

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mindestens 6 Wochen? Nanu?

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Diese Antwort ist definitiv falsch. Der Vermieter ist nach dem Meldegesetz verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sich der Mieter anmeldet. Deshalb muß er bei der Anmeldung auch als Wohnungsgeber unterschreiben. Unterläßt er dies, macht er sich nach dem Meldegesetz strafbar.

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Seit 1.11.2015 besteht eine Gesetzessänderung zur Ummeldung. Danach kann ein Mieter der sich nicht kurzfristig Ummeldet mit bis zu 1000 € bestraft werden. Dazu ist der Vermieter verpflichtet ,dem Mieter eine dementsprechende Bescheinigung zur Anmeldung auszuhändigen. Der Mietvertag reicht nicht! Tut der Vermieter das nicht, kann auch er mit bis zu 1000€ bestraft werden. Daher sollte der Vermieter sich die Aushändigung der Bescheinigung unbedingt Quittieren lassen, Ob der Mieter sich anmeldet muss er jedoch nicht prüfen. Das gleiche gilt für eine Abmeldebestätigung.

Sinn der Sache ist es Missbrauch von Meldeadressen zu unterbinden. Würde ein Vermieter eine Bescheinigung für jemanden ausstellen ,der tatsächlich nicht unter dieser Adresse wohnt( Briefkasten z.B.) um damit eine andere Meldeadresse vorzutäuschen, kann er mit bis zu 50000€ bestraft werden. 

Die Meldung ist eine gesetzliche Verpflichtung, die Ihnen obliegt. Der Vermieter kann bei begründetem Mißbrauchsverdacht die Polizei informieren, die sich dann Ihrer annimmt und die Gründe für den Verstoß gegen das Meldegesetz prüft. Die Anzahl und die Häufigkeit von Besuchen sowie die Verweildauer richten sich nach den üblichen Gepflogenheiten. Massenübernachtungen auf Dauer z.B. scheiden aus! Verhalten Sie sich einfach normal und gesetzeskonform, dann klappt es auch mit dem Vermieter; ansonsten sind Ihre Tage als Mieter recht schnell gezählt!

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