Darf ein Vermieter die Miete erhöhen, obwohl der Mieter die Wohnung mit zustimmung kpl. saniert hat, und somit aufgewertet hat?

3 Antworten

Der Vermieter darf das. Eine sanierte und damit modernisierte Wohnung, egal von wem bezahlt und durchgeführt, führt in der Tat zu einer Aufwertung, die sich z. B. durch entsprechende Kriterien im Mietspiegel ausdrücken kann. Das ergibt dann einen Spielraum für eine Mieterhöhung, den ein Vermieter auch ausnutzen kann, wenn ansonsten die Kriterien und Bestimmungen für eine Mieterhöhung eingesetzt sind.

Da hier nicht beschrieben ist, was alles gemacht wurde, läßt es sich schwer einschätzen, jedoch ist es immer sinnvoll, bevor man als Mieter eine umfangreiche Sanierungsaktion beginnt, vorher mit dem Vermieter Vereinbarungen zu schließen. Z. B. auf soundsoviele Jahre Verzicht auf Erhöhung, Erstattung von gewissen Kosten usw.

Wurde eine solche Vereinbarung nicht getroffen, kann es locker sein, dass man als Mieter aufwändig eine marode Wohnung auf Hochglanz bringt und am Ende dafür auch noch mehr Miete zahlen muss. Schön ist das nicht, aber durchaus nicht verboten.

anitari, lies mal was ich gefunden habe:

Der Bundesgerichtshof gab einem Mieter aus Hamburg recht, der 1976 auf eigene Kosten ein Bad und eine Sammelheizung in seine Wohnung eingebaut hatte. Im Jahr 2008 wollte die Vermieterin die Miete erhöhen. Dabei berief sie sich auf den Mietspiegel für Wohnungen mit Bad und Sammelheizung.

Dies sei nicht zulässig, entschied nun der BGH. Verbesserungen, die der Mieter auf eigene Kosten vorgenommen hat, müssten bei Ermittlung der Vergleichsmiete außen vor bleiben: «Anderenfalls müsste der Mieter die Ausstattung seiner Wohnung im Ergebnis doppelt bezahlen.» (Az. VIII ZR 315/09)

Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, lobte die Entscheidung: «Der BGH hat vernünftigerweise festgestellt, dass Vermieter, die eine unsanierte Wohnung vermieten, auch nur Miete oder Mieterhöhungen für unsanierte Wohnungen verlangen können.»

Quelle: dpa

Was meinst du dazu? Es kommt natürlich auf Art und Umfang der Mieterseitigen Verbesserung an. Laminat beispielsweise zählt da nicht mit.

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Es kommt auf die Begründung der ME an. Allgemein gilt, dass Verbesserungen, welche vom Mieter durchgeführt wurden und das auf seine Kosten, nicht zur Berechnung der Mieterhöhung angerechnet werden dürfen. Dem zu folge wäre u. U. dem Mieterhöhungsverlangen zu widersprechen.

"Allgemein gilt..." Gibt es ein Gesetz dafür? Wohl eher nicht.

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@bwhoch2

Ich beziehe mich auf die Rechtsprechung, Urteil darfst / kannst du selber suchen und finden.

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@albatros

Hier das Urteil des BGH:

Der Bundesgerichtshof gab einem Mieter aus Hamburg recht, der 1976 auf eigene Kosten ein Bad und eine Sammelheizung in seine Wohnung eingebaut hatte. Im Jahr 2008 wollte die Vermieterin die Miete erhöhen. Dabei berief sie sich auf den Mietspiegel für Wohnungen mit Bad und Sammelheizung.

Dies sei nicht zulässig, entschied nun der BGH. Verbesserungen, die der Mieter auf eigene Kosten vorgenommen hat, müssten bei Ermittlung der Vergleichsmiete außen vor bleiben: «Anderenfalls müsste der Mieter die Ausstattung seiner Wohnung im Ergebnis doppelt bezahlen.» (Az. VIII ZR 315/09)

Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, lobte die Entscheidung: «Der BGH hat vernünftigerweise festgestellt, dass Vermieter, die eine unsanierte Wohnung vermieten, auch nur Miete oder Mieterhöhungen für unsanierte Wohnungen verlangen können.»

Quelle: dpa

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Gemäß § 558 BGB darf er das.

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