Darf ein Verlag eigentlich inhaltliche Änderungen an einem Buch vornehmen, ohne den Autor zu informieren/fragen?

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5 Antworten

Hallo,

in der Tat hängt die Antwort auf diese Frage davon ab, was im Vertrag zwischen Verlag und Autor vereinbart wird.

Seriöse Verlage werden einen derartigen Passus aber zumeist nicht verwenden, da dies das Vertrauensverhältnis zum Autor massiv stören kann. Vielmehr wird auf eine mehr oder minder enge Zusammenarbeit zwischen Lektor und Autor gesetzt.

Dennoch haben grundsätzlich die Verlage das letzte Wort, was sie veröffentlichen. So kann der Autor auch nicht darauf bestehen, dass z.B. nachweislich falsche bis hin zu gesetzbrechende Texte veröffentlicht werden.

Sicherlich kann es aber in der Praxis sehr wohl einmal vorkommen, dass sich Verlag und Autor uneins darüber sind, ob eine Änderung so wichtig ist, dass sie vorher abszustimmen ist oder nicht....

Viele Grüße

Loroth

P.S.: Von der vermeintlich attraktiven Möglichkeit der Veröffentlichung über einen Eigenverlag kann ich aus meiner Sicht nur abraten, weil dies i.a.R. nur als sog. Selbstkosten- oder Zuschussverlag möglich ist.

Der Schreiber sollte in seiner Funktion als Autor aber bezahlt werden, anstatt eigenes Geld für die Veröffentlichung seines "Werks" in die Hand nehmen zu müssen. (Die Aussage, dass man im Selbstkostenverlag ja über die Verkaufseinnahmen das Geld wieder einnimmt, ist leider in den allermeisten Fällen ein Märchen...)

Im Vertrag wurde das (glaube ich zumindest) festgelegt.

Aber trotzdem:

Es gibt einen Lektor, der dir ja helfen soll, dein Buch zu verbessern. Allerdings, denke ich, dass du ihn schon bitten kannst, dass er inhaltliche Änderungen mit dir bespricht.

Wenn er das nicht tut: Ich würde dir vielleicht auch einen Eigenverlag empfehlen. (Das mache ich jetzt. Ich versuche es mal bei epubli und bin schon gespannt!)

Bei Selfpublishing darfst du alles selber entscheiden: Von der Gestaltung bis zum Preis und somit auch den Inhalt.

Viel Glück!

Eigentlich nicht. Aber ich habe es sogar schon bei einem durchaus seriösen Verlag erlebt, dass das Lektorat außer Haus gegeben wurde und ohne Rücksprache mit dem Autor veröffentlicht wurden. Weil das Manuskript dadurch eindeutig besser wurde, verlief die Sache glimpflich. Aber es kann eben vorkommen.

Der Autor sollte schon bei Vertragsabschluss darauf achten, das diese Fragen eindeutig geregelt sind: Wer macht das Lektorat? Wie ist das Prozedere? Jede Vertrag lässt sich um entsprechende Zusätze erweitern.

Wichtig finde ich es auch, dass der Autor direkten Kontakt zum Lektor hat.

Kommt darauf an was im Vertrag zwischen Verlag und Autor steht.

machen sie gerne und ist auch erlaubt.

Am besten einen Selbstverlag wählen,hier darfst du schreiben was du möchtest und wird nicht nach Richtlinien eines Mentors einfach so verbessert.

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