Darf ein Unternehmen meine Arbeitsprobe verwenden?

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5 Antworten

mein Material mit minimalen Veränderungen zu werblichen Zwecken eingesetzt hat

damit ist das nicht mehr von dir

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Kommentar von bartman76
17.11.2015, 14:00

Das stimmt ja so nicht. Ich kann auch 2 Zeilen eines Songtextes ändern und verstoße dennoch gegen das Urheberrecht.

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hallo LieschenMeyer, ich würde zunächst einfach sehr am Ball bleiben. Schreib ihnen etwas in der Art: "ich sehe, dass Sie meine bei Ihnen eingereichte Arbeitsprobe verwenden. Darf ich das so verstehen, dass Sie sich zu meiner Bewerbung bereits positiv entschieden haben?"  Erst wenn du merkst, sie wollten dich einfach beklauen, ohne dass du Aussicht auf nen Job oder sonst irgend einen Vorteil hast, dann kannst und solltest du drohen. Ihnen untersagen, dein Material zu verwenden etc aber ohne Anwalt wird das schwierig, es ist eine u U ziemlich teure Zivilklage (ausser du hast ne Rechtsschutzversicherung)

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Kommentar von Mikkey
17.11.2015, 15:00

Ein sehr guter Vorschlag!

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Kommentar von Vierjahreszeit
17.11.2015, 15:01

eleteroj hat Recht. Schreib ihnen das, was sie vorgeschlagen hat, und bringe zum Ausdruck "bis wann du gerne mit einer Antwort rechnest". Sollten diese nicht kooperieren, kannst du immer noch das "schwere Geschütz", s.o. (Rechtsanwalt) einsetzen. Auch wenn die kleine Änderungen (für Tarnungszwecke) eingesetzt haben, gilt der Verdacht auf "geistigen Diebstahl" trotzdem.

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Kommentar von jonas50
18.11.2015, 08:06

ich schließe mich an, das ist ein guter Vorschlag wenn dir daran liegt,  den Vertrag zu bekommen. Anderenfalls kann ich auch nur den Gang zum Anwalt empfehlen (mit dem du ja vorher auch über das zu erwartende Kostenrisiko reden kannst).
Es muss dann nicht unbedingt gleich mit einer Klage zum Gericht enden wenn eine Unterlassungsaufforderung von der Gegenseite akzeptiert wird, die dann auch die Verpflichtung enthalten sollte, die entstandenen Anwaltskosten im Wege des Schadensersatzes zu übernehmen.

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"Material" ist nicht geschützt durch das Urheberrecht, sondern nur schöpferische Werke im Sinne von UrhG § 2 - oder schöpferische Zusammenstellungen im Sinne von UrhG § 4.

Hast du nun ein "Sprachwerk" geschaffen? Oder ein "Werk der bildenden Künste"? Und hat das dann auch die nötige Schöpfungshöhe (s. Wikipedia)?

Das sind die Fragen, die sich ein Gericht stellen wird, wenn du die Firma verklagst wegen deinem vermeintlichen UrhG § 97 Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz!

Gruß aus Berlin, Gerd

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Wenn die dies ohne deine Erlaubnis machen, ist dies geistiger Diebstahl. Wende dich so bald wie möglich an einen sachkundigen und durchsetzungsfähigen Rechtsanwalt.

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Nein, das ist nicht legal. Nur müsste ggfs. ein Gericht klären, was "minimale Änderungen" sind.

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