Darf ein Tierarzt einen Hund, der höchstens noch 1 Tag zu leben hat, 8 Stunden lang + mit 2 Vollnarkosen (!) untersuchen?

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12 Antworten

Kann deine Bedenken verstehen. Mir scheint es so, dass dieser Tierarzt die günstige Gelegenheit genutzt hat, um gewisse Behandlungen protokollieren zu können, die er für seine akademische Karriere braucht.

Das ist auch in der Humanmedinzin leider so üblich.

Meine Mutter war schwer an Pankreaskrebs erkrankt und die Ärzte gaben ihr nur noch 1, höchstens 2 Wochen. Die Oberärztin wollte unbedingt operieren und hat in diese Richtung mächtig Druck gemacht. Allerdings hat meine Mutter sowohl von einer OP-Schwester als auch von einem Assitenzarzt gehört, dass diese Operation nur eine unendliche Quälerei sei, die das Leben auf keinen Fall verlängert, eher sogar verkürzt. Es könne gut sein, dass meine Mutter nicht wieder aufwachen würde, wäre in dem Zustand keine Seltenheit. Die beiden gaben auch zu, dass die Oberärztin nur deshalb operieren wolle, weil sie diese Operation noch dringend für ihre Protokolle benötigen würde. Die Operation wurde nicht durchgeführt und meine Mutter ist 10 Tage später zu Hause friedlich im Kreise ihrer Familie eingeschlafen und konnte sich vorher noch von allen verabschieden, die ihr wichtig waren.

An deiner Stelle würde ich die Sache nicht auf sich beruhen lassen und die Rechnung z.B. schon mal gar nicht bezahlen.

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Kommentar von Hamburger02
24.11.2015, 16:46

Danke fürn Stern.

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Kommentar von CynthiaEstelle
14.12.2015, 16:33

Hamburger02, das werde ich auch nicht, bin schon dabei ...;-)

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Mein Beileid. 

Du bist jetzt verständlicherweise traurig, sauer und sehr aufgewühlt. Beruhige dich, lass die Trauer um deinen Hund zu und wenn es dir nervlich besser geht, dann fährst du in die Tierklinik und sprichst in Ruhe mit dem Tierarzt dort.

Denn irgendwas muss da ja falsch gelaufen sein in der Kommunikation zwischen dir und dem behandelnden Arzt.

Hier, in einem Internet Forum, die Pferde wild zu machen wird nichts bringen, da keiner von uns dabei gewesen ist. Man wird dich nur mit wirren Informationen volldröhnen, bis du völlig verwirrt bist.

Falls du kein Gespräch mit dem TA möchtest, aber Klärungsbedarf hast, kannst du dich auch mit einer  Beschwerde direkt an die zuständige Tierärztekammer wenden:

http://www.bltk.info/kammer.html

Alles Gute



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Mich würden mal die genaueren Umstände der Geschichte interessieren, wann und warum bist Du mit dem Hund in die Tierklinik, weshalb wurde der Hund dort aufgenommen, über was hast Du mit dem Tierarzt gesprochen?  

LG

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Ich hab mit einer großen Tierklinik in München auch schon schlechte Erfahrungen gemacht sowie allgemein, dass sich Tierärzte durchaus nicht immer für einen günstigen (oder sinnvollen) Weg der Behandlung entscheiden, sondern man was "verkauft" bekommt. 

Insofern würde ich mich, sollte das Geschehen so abgelaufen sein, wie du geschrieben hast, durchaus bei Klinikleitung und/oder einer übergeordneten Stelle beschweren (falls es eine Ärztekammer für Tierärzte gibt...). 

Dir mein herzliches Beileid; es ist hart, ein geliebtes Tier unter solchen Umständen gehen lassen zu müssen. 

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Kommentar von CynthiaEstelle
12.11.2015, 12:12

Tja, vielleicht waren wir ja in derselben Klinik, die mit den alten, ehrwürdigen Gebäuden am Park....

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Erst nach den Untersuchungen hat vermutlich der TA die Gewissheit gehabt, dass es nicht mehr geht.

Willst du dem TA also jetzt vorwerwerfen dass er erst seine Arbeit gewissenhaft macht, er erst versucht alles was möglich ist tut um den Hund vielleicht noch zu retten, und erst dann wenn feststeht dass er den Hund nicht mehr retten kann zu dir kommt?

Ich verstehe du bist in tiefer Trauer.
Aber hättest du dem Hund besser helfen können?
Was wenn der TA gesagt hätte da machen wir nichts mehr und dann stellt sich raus, es wäre doch noch was möglich gewesen?

Deine Schilderung klingt für mich so, als hätte der TA das maximal Mögliche getan.

Der Tod, egal ob bei Mensch oder Tier, gehört nun mal zum Leben dazu.

Über die Regenbogenbrücke zu gehen ist unser aller Schicksal.

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Kommentar von Georg63
12.11.2015, 14:54

Wenn die Fragerin dem Tierarzt einen pauschalen Freibrief für die Kosten ausgestellt hat, hast du recht.

Wenn nicht, muss sich der Arzt alle zusätzlichen Kosten genehmigen lassen um ein Recht auf deren Bezahlung zu haben.

Letztlich entscheidet der Auftraggeber, welche Behandlungen er in Auftrag geben möchte. Er ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet, sein Tier behandeln zu lassen und der Tierarzt ist nicht gehalten, das Leben des Tier um jeden Preis zu retten.

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Kommentar von CynthiaEstelle
14.12.2015, 16:42

Nachweislich hatten die Untersuchungen nichts mit dem Krankheitsbild zu tun - auch nicht im Entferntesten. Die Diagnose stand schon vorher aufgrund der eindeutigen Symptomatik fest, ich habe lediglich einem kurzen US zugestimmt, um den Status der Krankheit genau einschätzen zu können - selbstverständlich ohne Vollnarkose - ich habe in 30 Jahren Hunde- und Katzenhaltung noch nie gehört, dass dafür eine Vollnarkose gegeben wird. Für die vorliegende Krankheit sind nur US und Blutbild nötig. 

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Nein das darf kein Tierarzt ohne deine Einwilligung. Ist ja auch grotesk Untersuchungen anzuordnen wenn ein Hund keine Lebenserwartung mehr hat.

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Sehr unschöne Sache. Der Hund ist aber nun wohl tot - daran kann man nichts mehr ändern. 

Anzeigen und Schadenersatzforderungen bringen nichts.

Die Klinik kannst du ganz einfach damit bestrafen, indem du die Bezahlung der Rechnung verweigerst, mit der Begründung, dass du die in Rechnung gestellten Arbeiten nicht beauftragt hast.

Bezahle nur den Anteil, der auf deine Weisung hin erfolgt ist - also einfache Untersuchung und Einschläfern und was du sonst noch wolltest.

Falls du gesagt hast, rettet meinen Hund um jeden Preis und nach den ganzen Behandlungen kam die schlechte Diagnose, kannst du nichts tun, dann war das alles rechtens und muss von dir bezahlt werden.

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unterstellen kann man natürlich der arzt hat das nur gemacht um nochmal "abkassieren" zu können --- aber beweisen wirst das dem kaum können. Du sagtest ja, keiner hatte Zugang.  Offiziell wirds also heissen: er hat bis zuletzt nicht gewusst ob er ihn retten kann und die aussage dass er nur noch 1 Tag zu leben hat bezog sich nur darauf, dass wenn er nicht behandelt wird --- und die Narkosen dienten der Behandlung...

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2 aufeinanderfolgende Narkosen macht kein Arzt und keine Klinik.

Ebenfalls werden keine teuren Untersuchungen durchgeführt ohne die vorher zu besprechen und im Normalfall auch schriftlich festzuhalten.

Was hatte der Hund überhaupt? Wegen einem eingerissenen Nagel, wird ein Arzt so etwas ja nicht machen.

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Irgendwas kann da nicht stimmen so wie du es schilderst. Entweder mit dem TA oder mit DIR.

Ohne Zustimmung des HH wird kein Hund behandelt und zwei aufeinanderfogende Narkosen werden niemals gemacht. Hast du die Befunde gesehn? Kein Zugang zum Hund?, wem willst du das weismachen.

Märchenstunde OFF!

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Kommentar von CynthiaEstelle
12.11.2015, 12:16

Es ist genau so gewesen, wie ich geschrieben habe. Auch die mir ausgehändigte Rechnung bestätigt dies. 2x Vollnarkose in 8 Stunden, Untersuchungen ohne meine Einwilligung. Das ist Fakt und keine Märchenstunde.

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kein Tierarzt kann das Datum des Todes eines Hundes voraussagen, ausser er schläfert ihn ein. Und keine Tierklinik darf ohne Deine Einwilligung teure Untersuchungen machen, und tut dies auch nicht. Ausserdem wird kein Tier...egal welcher Art... NIE 2 x innert 8 Stunden in Vollnarkose gelegt. Die ganze Untersuchung wird in einmal durchgeführt.

Willst Du uns hier alle veräppeln ???

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Kommentar von CynthiaEstelle
12.11.2015, 12:11

Es ist genau so gewesen, wie ich geschrieben habe. Auch die mir ausgehändigte Rechnung bestätigt dies. 2x Vollnarkose in 8 Stunden, Untersuchungen ohne meine Einwilligung. Das ist Fakt und keine Veräppelung.

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ohne deine Zustimmung durften die Tierärzte dies nicht.

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