Darf ein Schüler in der Pause eingesperrt werden.

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10 Antworten

In einer immerhin pädagogischen (!!) Einrichtung sollte es möglich sein, aktiv mit Problemen umzugehen, anstatt das komplette Problem zusammen mit dem angeblichen Verursacher einfach wegzusperren. Vielleicht ist er zuvor schon einmal oder mehrfach ermahnt worden, aber Kinder in der Grundschule brauchen oft etwas mehr Zeit, bis sie verstehen - vorausgesetzt, man erklärt ihnen die Dinge auch so, dass sie Einsicht zeigen können - und oft geht es aber auch ganz schnell, dass sie einsichtig sind: Das hängt weitestgehend von der Persönlichkeit und der päd. Kompetenz des Lehrers ab.

Der Bewegungsdrang von Kindern zwischen 6 und 10 ist immens groß - gerade darum darf man ihnen auch nicht die Pause zum Herumrennen und Toben (solange sich niemand verletzen kann) entziehen. Die Kinder brauchen zwischen den Unterrichtsstunden Platz zum Bewegen und "Dampf-Ablassen", frische Luft und eine räumliche und emotionale Distanz zum Klassenraum, in dem sie danach ja wieder still und konzentriert sitzen müssen.

Diese blödsinnige und völlig unpädagogische Maßnahme ist eine Zumutung für die Kinder, die raus müssen, um abschalten zu können und frische Luft zu bekommen - damit sie sich danach wieder neu konzentrieren können. In Grundschulen sollte gewährleistet sein, dass in den Pausen immer eine Pausenaufsicht da ist - und diese sollte pädagogisch in der Lage sein, Grenzen zu verdeutlichen und Schulhof-Regeln überzeugend zu erklären und zu begründen. Ein "ganz Wilder" kann der Junge nicht sein - sonst könnten sie nicht zulassen, dass er sich im Klassenraum aufhält - wo schließlich auch einiger Blödsinn betrieben werden könnte... so ganz ohne Aufsicht.

Das Argument der Sicherheit (Feuer!!), das hier schon genannt wurde, ist auch ein ganz wichtiges! Frage doch die Lehrerin mal, wie sie im Brandfall an die eingesperrten Kinder denken will - aber auch, ob sie wirklich meint, der besonders lebhafte Bewegungsdrang kleiner "Abenteurer" sei dadurch in den Griff zu bekommen, indem man bei ihnen gezielt ein Bewegungs-Defizit bewirkt.

Diese "Pädagogik" ist ziemlich schräg. Da möchte man "Pädagogik" wirklich nur in Anführungsstriche setzen. Oft liegt es daran, dass Lehrer nichts über die Entwicklungsphasen von Kindern lernen, nichts über ihre Motorik und ihre Bedürfnisse - sondern das Studium sich darauf konzentriert, wie man Kindern Wissen vermittelt. Methodik, Lerntheorien, Unterrichtsgestaltung, Vermittlung von Inhalten, inhaltliches Wissen. Nix Grunderziehung, nix Psychologie, nix Konfliktlösung.

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Was? Die Eltern wissen das doch bestimmt. Die Kleinen erzählen doch davon zu Hause! Das kann ich mir nicht vorstellen, was Du hier fragst. Der Lehrer kann seinen Job verlieren. Ausversehen sind schon Schüler eingeschlossen worden, aber nur weil sie sich versteckt haben. Ansonsten, sollen die Eltern dagegen angehen. Es gibt andere Maßnahmen die ausgeübt werden können.

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Kommentar von henryV
03.12.2016, 12:41

Meistens erzählen die Kinder das zuhause nicht, weil sie ja etwas vorher " verbrochen" haben und weiteren Ärger durch die Eltern fürchten. Oft kommt sowas nur durch Zufall raus .

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Nein, ist es nicht!

Man denke mal darüber nach, was passieren könnte, wenn es zB durch einen technischen Defekt zu einem Feuer kommen würde...

Ich würde dagegen als Eltern absolut Sturm laufen. Ordnungsmaßnahmen bei Fehlverhalten sind völlig OK, aber die Schüler dürfen keinem gesundheitlichen Risiko dabei ausgesetzt werden!

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nein das ist Freiheitsberaubung. Sie dürfen das nur mit der Ausnahme, wenn sonst befürchtet werden muss, das andere Gefahr haben an Leib und Leben , also müssen dafür schon schwerwiegende Gefahren und Gründe vorliegen. Bei normalen Streitigkeiten unter zwei Schülern ist das unverhältnismäßig und daher auch von keiner angeblichen " erzieherischen Maßnahme" abgedeckt. Zumal es ja auch überhaupt nichts bringt die zwei Strithähne auch noch alleine und zusammen einzusperren. Was ist , wenn gerade da einer zu schaden kommt und verletzt wird ? Unfassbar !

Ich finde, die machen es sich recht einfach und würde mal mit der Leitung sprechen und wenn das sich nicht ändert oder nochmals passiert eine Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde an das Schulamt schreiben und ggf. eine Anzeige bei der Polizei machen.  Offenbar wird es an deutschen Schulen immer übler, was sich überarbeitete Lehrer rausnehmen zu können glauben.  Wenn das so weiter geht, kommt der Rohrstock bald auch noch wieder. 

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eingesperrt darf niemand werden! das ist absolut nicht rechtens! ich würde direkt reagieren

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Der Lehrer darf Kindern die Pause auf dem Hof verbieten, wenn sie sich dauerhaft schlecht benehmen. Diese Kinder dürfen allerdings nicht unbeaufsichtigt im Klassenzimmer "eingesperrt" werden.

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Kommentar von henryV
03.12.2016, 12:43

Eingesperrt werden dürfen sie gar nicht. Nicht einmal Eltern dürfen ihre Kinder einsperren.

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ja das ist vom gesetz her erlaubt, er dürfte ihn auch einen ganzen tag lang einsperren..

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Das geht ja garnicht am besten mal zum Schulrektor und mit ihm darüber reden.

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Nein! Was ist den bitte wenn es brennt oder einem Kind auf einmal schlecht geht?! Unverantwortlich!

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nein ist es nicht ohne aufsichtsperson.

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Kommentar von henryV
03.12.2016, 12:42

nein, es ist auch MIT Aufsichtsperson nach dem Untericht nicht erlaubt und auch nicht während des Unterichts. Jedenfalls nicht ohne gravierende Gründe die schwerwiegend sein müssen. 

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