Darf ein Radfahrer einen Zebrastreifen benutzen?

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16 Antworten

Kommt drauf an - vor allem auf den Diensteifer eines eventuell anwesenden Polizisten. Aber auch darauf, vor welchem Amtsgericht ein eventuelles Verfahren landet.

Hier (danke an Galaxia88)
https://www.berlin.de/special/auto-und-motor/recht-und-urteile/3264160-44852-zebrastreifen-muessen-radfahrer-absteige.html

ist es schön zusammengefasst: Der ACE meint, es kostet 20 Euro. Der ADFC meint, es sei zulässig. Ich vermute, dass beide ihre Meinung durch ein AG-Urteil stützen können. Die ACE-Meinung vertritt beispielsweise das AG Ahrensburg mit einem Urteil vom 20.08.2009.

In den meisten Fällen ist an einem Ende des Zebrastreifens ein Gehweg, und der Radfahrer, der über den Zebrastreifen fährt, fährt auch auf dem Gehweg. Damit ist es egal, ob er sein Verwarnungsgeld für verbotenes Fahren auf dem Gehweg oder auf dem Zebrastreifen kassiert.

Ich rechne nicht damit, dass die Frage, ob der Radfahrer absteigen muss, jemals vor einem OLG landet und glaube, dass die Frage daher für immer (oder zumindest bis zu einer einheitliche Rechtsprechung der AG) ungeklärt bleiben wird.

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Ein Gesetz, dass man als Radfahrer nicht über den Füßgängerüberweg fahren darf, braucht es nicht, denn in §26 StVO steht (wie schon von anderen zitiert), dass dort nur Füßgänger und Rollstuhlfahrer drüber dürfen. Ist also eindeutig.

Und zweitens bedenkt bitte, dass Radfahrer doch fahrend gar nicht zum Zebrastreifen hinkommen können, wenn sie die Regeln einhalten würden. Denn gemäß §2 Abs 4 StVO ist das Benutzen von Gehwegen nicht erlaubt, außer es ist ein entsprechendes blaues Schild angebracht.

Somit haben wir im Bussgeldkatalog den Punkt "nicht freigegebenen Gehweg oder Fußgängerzone befahren", normal 15€, bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung auch mehr.

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Wenn er absteigt und sein Fahrrad schiebt, darf er den Fußgängerschutzweg als solchen nutzen und hat auch wie jeder andere Fußgänger Vorrang beim Überqueren der Fahrbahn.

Wenn ein Radfahrer nicht absteigen will, hat er natürlich keinen Vorrang gegenüber dem fließenden Verkehr auf der Fahrbahn. Wobei logischerweise Radfahrer auf den für Fußgänger bestimmten Wegen sowieso nichts zu suchen haben, dieses Verhalten aber bei entsprechend vorsichtiger Fahrweise meist toleriert wird.

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 23:01

Das heißt, er bekommt eine teure Strafe wenn er drüberfährt?

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Bei mir in der Nachbarschaft gibt es einen Park, aus dem ein für Radfahrer erlaubter Weg auf eine Straße mündet. Genau an dieser Einmündung befindet sich ein Zebrastreifen. Wegen der Einmündung ist hier das Befahren des Gehwegs (ähnlich einer Einfahrt) nicht verboten. Auf der gegenüberliegenden Seite setzt sich der Weg fort.

Hier kann jedenfalls einem Radfahrer, der ohne Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer die Straße quert nicht der Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit gemacht werden

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Kann mich dunkel erinnern das es mal ein Urteil nach einem Unfall gab in dem ein Radfahrer schuldig gesprochen wurde weil er mit dem Rad über den Zebrastreifen gefahren ist. Begründung... ein Fußgängerüberweg ist, wie der Name schon sagt, für Fußgänger gedacht, von daher müßte ein Radfahrer absteigen und sein Rad über die Straße schieben. Ob das jetzt allerdings als Grundsatz für alle ähnlichen Fälle gilt weiß ich nicht ! 

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 23:00

Bei einem Unfall entsteht ein Schaden, und nachfolgend die Schadensabwicklung.

Wie hoch ist das Bußgeld, wenn kein Unfall und somit kein Schaden entsteht?

(Im Vergleich zu einem Rotlicht-Ampelblitzer. Denn dort gibt es ja ein sehr teures Bußgeld, obwohl kein Unfall passiert ist)

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Na ja, die Fahrradfahrer versuchen schon zu vermeiden, dass Fußgängern etwas passiert. Wenn es nicht zu vermeiden ist, so what, Fahrräder haben ja keine Nummernschilder.

Was ich täglich in Berlin sehe, ist schon übel. Die Fahrradfahrer sehen die Eigengefährdung nciht. Letzte Woche wurde hier ein Radfahrer tödlich verletzt, der bei rot über die keuzung gefahren war.

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Kommentar von Sollar
03.10.2016, 18:15

Die Frage war evtl. so zu verstehen, ob Autos warten müssen, wenn ein Radfahrer den Zebrastreifen quert.

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Nein darf man nicht, würde ich auch nie du darfst ale Erwachsener auch nicht auf dem Fußgängerweg fahren.

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 23:07

Den Paragrafen zeige mir bitte mal.

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Kommentar von rachtzehn
03.10.2016, 07:07

OMG 😂

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Ja, aber nur wenn er vorher absteigt und schiebt.
Zebrastreifen heißen ja nicht umsonst auch Fußgängerüberwege.

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 22:30

Wie teuer ist das Bußgeld wenn er trotzdem fährt?

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ja aber nur schieben erlaubt.ist zwar eine unsitte das welche fahren,nur wenn der sheriff an der andern seite steht kostet es was

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Kommentar von Sollar
03.10.2016, 18:18

Den Paragrafen mit einem Fahrverbot am Zebrastreifen würde mein Freund und ich mal gerne sehen. Du kannst sicher deine Aussage durch eine Quelle belegen?
Dabei bitte beachten, dass es nicht um einen Unfall geht (mit Kostenabwicklung) sondern um das eigentliche Verbot des fahrens.

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Radfahrer dürfen alles denn sie sind vogelfrei und sie machen davon reichlich gebrauch. Ich oft auch wenn ich mal Rad fahre (selten). Aber wenn ich wieder in der Kiste sitze schimpfe ich wieder auf die Radler. So ist das Verkehrsleben.

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 23:01

JA aber, wie ist die rechtliche Situation?

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Eindeutig - sie dürfen ihr Rad dort schieben, denn Zebrastreifen sind ein Fußgängerüberweg

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 22:29

Das heißt, er bekommt eine Strafe wenn er drüberfährt?

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Wenn das Auto vor einem Zebra streifen warten soll muss das Fahrrad rübergehen

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Befahren: Wie Autos, nur wenn kein Fußgänger da ist. AUF DER STRASSE.

Oder schieben!

Cheerio

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Ja, als Fußgänger.

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Kommentar von Asurfaen
02.10.2016, 22:30

Wie hoch ist die Strafe wenn er drüberfährt?

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