Darf ein Miterbe die Aufteilung des Nachlasses verzögern?

4 Antworten

Habe dieses Thema gerade am Dienstag in der Schule durchgemacht und ne Prüfung darüber geschrieben. So viel ich noch weiß, kann ein Erbe nicht direkt den Nachlass "verzögern", aber er kann eine Anfechtung machen, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt oder er nicht einverstanden ist. Ich bin mir leider nicht 100% sicher, da ich mein ZGB nicht mehr dabei habe, ansonsten könnte ich dort nachschlagen. Jedenfalls hat er ein gewißes Recht, eine Anfechtung zu machen aber nicht eine direkte Verzögerung. Wenn er nicht gleicher Meinung ist mit dier und deinen anderen Geschwistern, kann er dies nicht einfach so machen. Dann muss er sich direkt beim Amt oder bei der dafür vorgesehenen Stelle melden und dort "Klage" einreichen.

Weiß nicht ob ich helfen kann aber habs mal versucht! Viel Glück weiterhin mit diesem Fall und hoffentlich kommt alles zum Guten!

Ist kein Testament vorgesehen, wird das Erbe aufgeteilt. 1/2 bekommt der überlebende Ehegatte und die andere Hälfte wird gerecht auf die 3 Nachfolger (Kinder) aufgeteilt. So hat es keinen Sinn, etwas zu verweigern, so wie es deine Schwester macht. Meldet euch bei der Stelle für solche Fälle und die werden euch bestimmt weiterhelfen!

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@stehhko

Ergänzend möchte ich sagen, dass es sich nicht um meine Geschwister handelt. Ich stelle die Frage hier für einen Bekannten.

Einen Ehegatten gibt es nicht mehr, der Vater war bereits einige Jahre zuvor gestorben. Hier gab es wohl ein Testament, welches sehr zu Gunsten des Miterben, der jetzt alles blockiert, ausgelegt war.

Der jetzige Nachlass dürfte also zu gleichen Teilen an die drei Geschwister gehen. Es handelt sich um kein großes Erbe, auch sind keine Immobilien oder Grundstücke im Spiel.

Der Miterbe schob immer wieder seine übergroße Trauer vor und dass es ihm nicht möglich sei, z. B. den Schmuck schätzen zu lassen. Die Geschwister nahmen Rücksicht und werden nun nur noch angefeindet und als geldgierig - auch vor der Verwandtschaft - dargestellt. Dem ist defintiv nicht so. Während die Geschwister nach wie vor ihren Berufen nachgehen (trotz Trauer), ist der Miterbe schon seit Tod der Mutter krankgeschrieben. Keiner ist auf das Erbe "angewiesen", allerdings möchten sie es jetzt gerne zu einem vernünftigen Abschluss bringen, was leider aufgrund des sehr eigenwilligen Verhaltens des Miterben nicht möglich ist.

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Überall das selbe, hab ich auch gerade so ähnlich...sofort die bank kontaktieren und alle vollmachten widerrufen! Das darf jeder Erbe! Das Konto sperren. Dann verlangen, dass derbschmuck herausgegeben wird oder geschätzt wird. Wenn das verzögert wird, leider klage einreichen. Die erbauseinandersetzung verlangen und hinweisen, dass jeder erbe zur mitarbeit verpflichtet ist. Keine rücksicht auf angebliche trauer nehmen.

Kämpfen!

die erben sollten den miterben sofort,per einschreiben mit terminsetzung, auffordern,sich zu äussern,weil ein anwalt geld kostet.

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