Darf ein Mensch, der epileptische Anfälle hat, einen Führerschein machen?

7 Antworten

Tja, da muß man wissen um welche Art der Epilepsie es sich handelt.

Diese Krankheit ist so vielfältig, das die Menschen die sie nicht kennen alles in einen Topf werfen. Leider tun die Behörden das auch. Und es gibt Leute die damit Geld verdienen.

Das sind sehr große Hürden.

Ist die Epilepsie überraschend, also von Null auf 100 kann man keine Maschine steuern, es sei den sie ist für den Fall umgerüstet worden (sehr teuer)

Ist die Epilepsie unter Kontrolle und bekannt verdienen sich Gutachter eine goldene Nase weil sie immer wieder neue Gutachten ausstellen müssen/ dürfen.

Dann gibt es noch die weniger bekannten Formen der Epilepsie. Sie werden nur durch Zufall entdeckt. Das kann schon ein unkontrolliertes Zucken eines einzelnen Muskel sein.

Nur drei Beispiele.

Und zwischen den Starken und den Schwachen gibt es so viele Unterschiede, so viele Stufen, das es nicht möglich ist hier eine Diagnose zu stellen ob es geht oder nicht.

Viele der Kranken wissen selber nicht viel über diese Krankheit. Das ist ein weiteres Problem. Nicht zu vergessen das die meisten Mitbürger Probleme haben wenn sie diese Diagnose hören. Es gibt zu viele Vorurteile, das kannst Du schon in ein paar der Antworten lesen.

Hallo,

Epilepsie ist kein Grund warum jemand keinen Führerschein machen darf.

Allerdings gibt es bestimmte "Spielregeln" .. eine ärztliches Attest wird zB verlangt. Man muss zudem ein Jahr anfallsfrei gewesen sein.

https://www.epilepsie-gut-behandeln.de/leben-mit-epilepsie/epilepsie-im-alltag/epilepsie-und-fuehrerschein

Das liest sich zwar sehr schön, aber die Praxis sieht anders aus. Ein Beispiel. Ein Freund hatte Epilepsie, alle 5 Jahre mit einer Vorwarnzeit von ca 4 Stunden. Und beeinflußbar, vermeidbar. Das wurde auf seiner Arbeitsstelle bekannt. Er wurde gemobbt und angezeigt. Daraufhin entzog man ihm den Führerschein. Nun mußter er Gutachten im Wert von 1200 € erbringen. Der behandelnde Arzt der ihn schon als Jugendlichen kannte durfte das Gutachten nicht ausstellen. Ein mit dem Patient nicht vertrauter Art mußte das tun. Obwohl er in die Medikametöse Behandlung nicht eingreifen durfte zwang er ihn eine neues Mittel auf.

Er vertrug es nicht und bekam fast unkontrolliert jeden Monat einen Anfall. Aber nachdem er brav bezahlt hatte durfte er so Auto fahren. Und er durfte so auch arbeiten. Nach 6 Monaten sollte ein weiteres Gutachten nachgereicht werden der Doc schrieb aus dem ersten mit Hilfe des PC etwas ab, fertig. 15 Minuten 150 €

Als ihm das Geld für die Gutachten ausging und er eine Frage stellte, rief der Arzt beim Amt an und änderte seine Meinung. Aus dem guten Gutachten das beim Amt schon vorlag, wurde telefonisch ein böses.

Wir haben dem Amt alles mitgeteilt, also die gesamte Wahrheit. Und Einspruch eingelegt. Aber sinnlos es gilt was der Doc sagte.

Ende vom Lied, keine Arbeit, kein Führerschein, kein Geld. Der behandelnde Arzt änderte die Medikamente schnell wieder und es dauerte 7 Jahre bis zum nächsten Anzeichen, nur Anzeichen für eine bevorstehenden Anfall.

Soweit ich weiß müßter er wenn er die Führerschein wieder haben will in die Fahrschule gehen und Auto fahren lernen. Und das nach 25 Jahre Fahrpraxis. Heißt aber auch er dürfte nicht mehr 7,5 T fahren.

Es ist eben kompliziert. Und Ämter lassen nicht mit sich reden.

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@McBean

Ich arbeite selbst in einer Fahrschule und bislang haben alle mit Epilepsie einen Führerschein machen dürfen. Ja, mit Gutachten.. aber das ist ja auch richtig so. Die Kosten waren hier aber nie über 200,-

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@diePest

Das nennt man Glück, das erste kostete 1200 ein späteres weitere 150 das andere 125 und das ist schon Jahre her. Mit regelmäßigen Anfällen und Geld bekam er den Schein ohne mußte er ihn abgeben. Das System stimmt nicht. Ein Anruf um das Leben eines Menschen zu zerstören weil der kein Geld mehr hat.

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Wenn er über einen längeren Zeitraum Anfallsfrei war, darf er einen Füherschein machen und dann auch fahren.

Oh,hätte ich nicht gedacht.Okay,danke

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@Stefan13051969

Ich meine, es sind 2 Jahre, die anfallsfrei sein müssen. Wenn der Führerschein dann gemacht ist, hat er aber auch mit jedem neuen Anfall wieder eine ebenso lange Fahrsperre.

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Nein, darf er nicht.

Doch, darf man .. unter bestimmten Voraussetzungen.

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