Darf ein McDonalds-Mitarbeiter zum direkten Konkurrenten wechseln?

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8 Antworten

Grundsätzlich darf der Arbeitnehmer zu jedem beliebigen Konkurrenten wechseln. Dies kann nur durch ein explizit im Arbeitsvertrag (oder durch zusätzliche schriftliche Vereinbarung) enthaltenes nachvertragliches Wettbewerbsverbot für eine beschränkte Zeit untersagt werden. Da ein solches Verbot allerdings ein heftiger Eingriff in die Berufsfreiheit ist, kann es nur wirksam sein, falls während der Karenzzeit (also der Wirkungsdauer des Verbots) eine Karenzentschädigung gezahlt wird. Das halte ich im Falle eines gewöhnlichen Service- oder Küchenmitarbeiters in der Systemgastronomie für reichlich unwahrscheinlich, zumal die "Geheimnisse" nicht sooo geheim sind...

Sprich: Im Arbeitsvertrag nachschauen, ob dort ein Wettbewerbsverbot drin steht, falls das nicht der Fall ist: Freie Fahrt für den neuen Job!

P.S.: Dass der Arbeitnehmer beim neuen Arbeitgeber nicht über die Betriebsgeheimnisse des früheren Arbeitgebers sprechen darf, sollte allerdings auch selbstverständlich sein...

Das war wirklich hilfreich! Danke

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Leitende MA haben häufig ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot nach §74 ff. HGB im Arbeitsvertrag stehen. Ist dabei keine Karenzentschädigung vereinbart, dann ist dieser Passus ungültig.

Also den AV genau lesen.

Super, lieben Dank!

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In der Regel darf man natürlich wechseln aber je nach Position gibt es manchmal diverse Klauseln im Arbeitsvertrag. VG

Gut zu wissen! Danke!

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