Darf ein Makler teile seiner Provision an den Vermieter weiterreichen

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3 Antworten

Egal, ob Ihr Expose gut oder schlecht ist, genauso wie das vorhandene Bildmaterial, im Normalfall wird ein seriöser Makler selbst ein Expose erstellen, Bilder machen ggf. bearbeiten etc. Sammeltermine machen zwar auch Makler, doch gute Makler machend diese i.d.R. nicht oder nur, wenn es Marketinggründe dafür gibt. Ich kann nachvollziehen, dass Sie Ihre Arbeit praktisch auch "vergütet" haben wollen, doch rechtlich gesehen, ist das so eine Sache. Außerdem macht ein Makler i.d.R. noch viel mehr, nämlich Bonität prüfen, also Unterlagen anfordern, durchsehen, ggf. mit dem Vorvermieter sprechen etc. Und bei einer Mietwohnung kommt dann - gemessen an der tatsächlichen Arbeitszeit (incl. An-Abfahrt, Kosten für Exposes, Internetportale für die Anzeige, Gespräche mit Ihnen als Vermieter etc. oft viel mehr zusammen als die meisten glauben.

Ein solcher Makler wäre ein schlechter Geschäftsmann, der Teile seines Maklerlohnes an Dritte weiterleitet. Selbstverständlich darf jeder mit seinem Vermögen machen, was er will. Besteht eine schriftlich Vereinbarung oder sonstiger Hinweis dahingehend, dass der Makler Teile der Provision an den Vermieter abgeben muß, so handelt dieser gegenüber dem Mieter gegen Treu und Glauben. Ein Vermieter ist nicht berechtigt vom Mieter, auch nicht über Dritte, ein Maklerhonorar für den Nachweis zur Gelgenheit zum Abschluß eines Mietvertrages einzufordern. - Das gibt Ärger!

Nein, juristisch gesehen darf ein Eigentümer keine Provision vom Mieter nehmen....auch nicht verdeckt über Dritte. Kommt jemand darauf, gibt es eine Anzeige. Bei Vermietungen ist im Normalfall nicht unbedingt so viel verdient, ich würde es daher ablehnen. Wer meine Arbeit nicht würdigt, mit dem mache ich kein Geschäft.

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