Darf ein Lehrer einfach sowas machen was kann ich tun?

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5 Antworten

Manche Lehrer sind regelrechte Affen, die einem mit ihrer Ungerechtigkeit und Unfähigkeit die Zukunft verbauen können. Geh auf jeden Fall zum Schulleiter, damit machst du ihm mal Feuer unterm Hintern.

Ich habe damals im Abi (Aufbaugymnasium mit drei Jahren) eine ähnliche Erfahrung gemacht. Philosophie war und ist eine absolute Stärke von mir, wir hatten im ersten Jahr einen jungen, sehr ambitionierten und strengen Lehrer, der aber wirklich nach Leistung und Anstrengung bewertet hat. Im zweiten Jahr eine ähnlich ambitionierte junge und auch ziemlich strenge Lehrerin, die uns alle auf eine Probe gestellt hat. Unter diesen Lehrern hatte ich jeweils immer 14 oder 15 Punkte, für die auch auch aber ziemlich hart gearbeitet habe, ich habe immer den Stoff vor- und nachgearbeitet.

Dann kam die 13te Klasse und wieder ein neuer Lehrer. Dieser war regelrecht der schlechteste und unambitionierteste Lehrer, den ich jemals mitbekommen habe. Er war verbeamtet, war im letzten Jahr vor der Pension und hat sich absolut null Mühe beim Unterricht gegeben. Wir haben (und ich übertreibe hier nicht) regelrecht zweimal wirklich Unterricht gemacht. Dabei hat er oberflächlich das Philosophiebuch durchgeblättert und es auf sehr beknackte, komödiantische Art lächerlich gemacht. Ansonsten war jede einzelne Stunde ein "Aussitzen", alle haben mit dem Smartphone gespielt und der Lehrer ist gerne mal für 30 von 45 Minuten ins Lehrerzimmer gegangen, wenn überhaupt wurden vom Lehrer smalltalk und Annekdoten erzählt, die nie etwas mit Philosophie zu tun hatten. Ich war der einzige, der sich da auch nur im geringsten dran gestört hat, habe es aber für mich behalten. Ich war außerdem (wie schon die Jahre zuvor) der einzige, der den Kurs schriftlich und nicht mündlich belegt hat. Als ich dann die Klausur (jeweils nur eine am Halbjahresende) geschrieben hab, hat er gesagt "schreib einfach über irgendein Thema, was dir halt einfällt". Ich habe versucht, die Inhalte aus den letzten Jahren irgendwie nochmal zusammenzufassen und wiederzugeben. Ich habe im ersten Halbjahr dafür eine 3- bekommen, was ich als sehr ungerecht empfand. Alle anderen im Kurs hatten auf dem Zeugnis mindestens eine 2+, ich als einziger eine 3-. Als ich ihn darauf angesprochen habe, kam der Kommentar "Ist Ihre eigene Schuld, wenn sie hier versuchen irgendwie rauszustechen, werden Sie auch strenger bewertet". Habe im zweiten Jahr natürlich auf mündlich umgewählt und dann eine entsprechende 2+ bekommen (die Noten waren absolut willkürlich, aber keiner hat sich beschwert, weil es alles Einsen oder Zweien waren).

Naja, warum erzähle ich dir das? Ich habe damals nichts gemacht und bin auch nicht zum Rektor gegangen, ich war wie gesagt der Einzige, der sich daran gestört hat und dachte, ich würde mich zum "Buh-Mann" machen, wenn ich mich als einziger beschwere. Heute würde ich mir sowas nicht mehr gefallen lassen, schließlich hatte ich in der Sache absolut Recht! Ich bereue es auch heute, damals nichts gemacht zu haben, schließlich hat das Ganze auch meine Abipunkte etwas nach unten gezogen. Lehrer sind auch nur Menschen, und teilweise eben schlechte Menschen, die total überfordert oder unfähig sind. Dieser Lehrer war offensichtlich entweder psychisch überfordert oder sogar alkoholabhängig, heute erkenne ich die Anzeichen dafür viel besser als früher. Deine Geschichte (wenn auch etwas "harmloser") erinnert mich an diese Art von Lehrern.

Von daher: Mach deinem Lehrer unbedingt Feuer unterm Hintern, aber es muss schon "eindeutig unfair" sein, sonst wird nichts passieren und du bist der Missgunst deines Lehrers sogar noch mehr ausgeliefert. Es kann "funktionieren" (er traut sich nichtmehr, dich aus persönlicher Missgunst schlechter zu bewerten) oder "nach hinten losgehen" (er nutzt seinen Ermessensspielraum sogar noch mehr gegen dich).

An der Uni passiert so etwas übrigens so gut wie überhaupt nicht mehr, dort gelten zum Glück viel strengere und objektivere Regeln für die Bewertung. Im Berufsleben wiederum hast du genau das selbe, du bist von persönlichen Stimmungen und Persönlichkeitsarten von deinen Vorgesetzen abhängig. Deshalb: So weit wie möglich nach oben kommen, um selber in die Entscheidungsposition gerückt zu werden, dann kannst du es selbst besser machen. ;) Oder zumindest Teil eines effizient arbeitenden Systems (eines modern aufgebauten und denkenden Konzerns) werden, das nach objektiven Maßstäben arbeitet. Aber das erfordert auch eigene Effizienz und Leistungsfähigkeit.

Nein, Lehrer dürfen sowas eigentlich nicht machen.

Natürlich, sie dürfen einen Teil der Note pädagogisch vergeben, können einem bei 2,4 also eine 3 rein drücken, wenn sie meinen man hätte es nicht verdient (hatte ich mal in Chemie mit einer 1,4 und dann 2 auf dem Zeugnis, weil ich meine Mappe nicht abgegeben habe [hatte sie an dem Tag vergessen und sie wäre eh nicht schön gewesen] und auch meinte, ich würde nicht am Wochenende die Mappe vorbei bringen, wenn wir keine einzige Stunde Chemie mehr haben).

Wenn ihr aber eine identische Leistung abgegeben habt, dann müsst ihr auch die gleiche Leistung bekommen.

Ich hatte mal eine Partnerarbeit, wo jeder es abgeben musste, man aber den gleichen Text haben durfte. Hatten wortwörtlich den gleichen Text, meine Partnerin eine 1 und ich eine 3, weil es angeblich zu wenig sei (es war keine Länge vorgeben und ich habe eine sehr kleine Schrift, Partnerin sehr große, weshalb sie 1 Seite hatte, ich nur 1/2 Seite). Die Lehrerin wollte es nicht einsehen, bei mir gibt es um die Note auf dem Abschlusszeugnis, also bin ich damit zur Schulleitung.

Den Schritt sollte man gut überlegen, oft hassen die Lehrer einen danach und geben einem dauerhaft schlechtere mündliche Noten (das kann man ja nicht beweisen), aber da ich eh danach von der Schule gegeben bin, war es mir egal.

Versuche noch mal mit dem Lehrer zu reden falls er seine Meinung nicht ändert und sage ihm sonst auch, dass du überlegt das prüfen zu lassen. (pass nur auf, dass es nicht wie eine Drohung klingt)

Natürlich darf er das. Und wenn du mit deiner Mutter zum Schulleiter gehst wird der Schulleiter mit deinem Lehrer reden er wird einfach sagen: Sie haben beide das gleiche abgegeben womit ich zufrieden bin aber die fragenstellerin hat im Unterricht mehr gestört, deswegen gebe ich ihr die 3 und ihrer Partnerin die 2. Der Schulleiter sagt ok das klingt nachvollziehbar geht zu dir und deiner Mutter sagt euch das und das wars. 

Meiner Meinung nach ist es sowieso unwichtig ob du jetzt eine 3 oder 2 hast denn wenn du dich im Betrieb bewirbst wirst du wenn deine anderen Noten nicht all zu schlecht sind erst einmal zu einem Einstellungstest eingeladen und da kannst du dann dem Betrieb beweisen damit du besser bist als die 3, jedenfalls ist es bei mir in mathe so gewesen. Im Zeugnis eine 4 im Einstellungstest alle Matheaufgaben technisches Verständnis Aufgaben richtig gehabt.

Wünsche dir viel Glück :)

Bei "Darf der Lehrer das"-Fragen haben wir immer nur die subjektive Darstellung des Schülers, der natürlich ungerecht behandelt wurde. Nun brauchen wir noch die Meinung des Lehrers, und dann kann man hier Stellung nehmen. Lehrer sind natürlich keine Halbgötter, aber Schüler verniedlichen ihre Situation immer, so dass man erst die andere Seite hören muss.Das Leben ist ungerecht, und das sollte man frühzeitig lernen.

Ein Lehrer darf IM seinen Unterricht machen was er kann, d.h Notenvergebung, Mündliche Bewertung oder auch die Schriftliche Bewertung gehören zu einem Unterricht, der Lehrer kann aber theoretisch das ganze Schuljahr mit euch Schülern ein Film anschauen.
Leider macht fast kein Lehrer das :(

Hoffe konnte dir helfe
Ehrlo

uncledolan 22.01.2017, 11:50

ZUM GLÜCK macht fast keiner das. Diejenigen Lehrer, die es machen, sind zu faul, sich auch nur eine annähernd kompetente Unterrichtsstruktur auszudenken.

Wenn z.B. der Geschichtslehrer das so macht, verbaut er vielleicht denjenigen, die später Geschichte studiert hätten, ihre Chancen für die Zukunft. Jeder ambitionierte Lehrer ist ein Geschenk an seine Schüler, jeder unambitionierte eine regelrechte Gefahr.

Wenn du gegenteilig denkst und dir eine niedrigeren Leistungsdruck wünschst, empfehle ich eine niedrigere Schulform (Hauptschule lässt grüßen). Ist nicht persönlich gemeint und ich weiß du meinst es harmlos, aber denke doch mal bitte darüber nach, ob es wirklich so "cool" und "chillig" ist, oder eigentlich nur Ausdruck absoluter Inkompetenz und am Ende des Tages sogar gefährlich für die Schüler ist. Auch wenn es kurzfristig "entspannend" ist, null gefordert und gefördert zu werden. Dafür ist die Schule nicht da, da hast du etwas falsch verstanden.

Wenn ich Lehrer wäre (bin keiner und werde auch nie einer sein) wäre ich so ziemlich der Albtraum aller Schüler. ;P

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Ehrlo 22.01.2017, 21:06

Das war natürlich als Witz gemeint, wer als Lehrer Zukunft anderer nicht ermöglicht, ist entweder zu faul oder eine gewisse Inkompetenz besitzt, ist moralisch gesehen ein schlechter Lehrer.

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