Darf ein Lehrer absichtlich Schülern eine 6 geben?

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20 Antworten

Die Eltern könnten sich mit dem Schulleiter auseinandersetzen und um Klärung bitten. Auch die Nachweise, wofür diese Noten gegeben wurden verlangen.

In diesem Zusammenhang ist auch anzumerken, dass ein Zeugnis einen Verwaltungsakt ("Bescheid") darstellt. Somit sind Rechtsmittel dagegen möglich. Im Normalfall ist dies der Widerspruch. Innerhalb dieses Verfahrens kann man gegen diese Noten angehen und eventuell eine Korrektur verlangen.

Aber Achtung: Ein Widerspruch ist im Normalfall immer nur innerhalb eines Monats nach Zustellung (also Zeugnisausgabe) möglich. Er ist schriftlich oder zur Niederschrift (also bei der Behörde/Schule aufschreiben lassen) bei der Behörde/Schule einzulegen.

Im Übrigen sind die genannten Äußerungen u. U. schon Straftaten (z.B. § 185 StGB Beleidigung).

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Ich bin erschüttert, dass es immer noch solche Lehrer gibt. Hat er das wirklich ernst gemeint, oder kam er sich nur besonders witzig vor.

Ich habe mich auch einmal vor zwei türkische Schüler gestellt, die ständig miteinander redeten, bis es mir so langsam auf den Wecker ging, und - aber mit einer Körpersprache, die den Schülern eindeutig signalisierte, dass es nicht so bierernst zu nehmen war - "am liebsten würde ich Euch einmal an den Haaren ziehen und mit den Köpfen aneinander stoßen". Da sahen sie mich mit ihren dunklen Augen treuherzig an und grinsten. "Das macht unser Lehrer in der Koranschule immer so." Ich grinste zurück: "Na dann!"

Wenn dieser Lehrer aber wirklich eine Sechs gibt, dann müssen schärfere Geschütze her. Der erste Schritt ist immer der Klassenlehrer, wenn dieser nichts unternimmt, oder sich dumme Antworten einheimst ("Herr Kollege, mischen Sie sich nicht in meine Notengebung ein!"), dann ist der Verbindungslehrer gefragt, unternimmt auch dieser nichts, muss man sich an den Schulleiter wenden. Dieser kann zum Beispiel Einsicht in das Protokoll der Notenkonferenz nehmen. Wenn dieses aber nur Formulierungen wie "Die Noten wurden auf Vorschlag der Fachkollegen einstimmig angenommen" enthält, dann hilft nur noch die Schulaufsicht; diese kann die Noten kassieren.

Ein scharfes Schwert ist auch der Gang zum Verwaltungsgericht, das die Schulleitergewöhnlich fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Ein Verwaltungsrichter kann zwar keine Noten abändern wie die Schulaufsicht; er kann aber überprüfen, ob die Notengebung einwandfrei zustande gekommen ist. Dazu gibt es in den Schulgesetzen der Lehrer eindeutige Vorgaben, Die einzuhalten, ist in der Praxis fast unmöglich. In den über 30 Jahren meiner Unterrichtspraxis war meine Maxime: Beurteile den Schüler immer eine Note besser, als er sich selbst beurteilt! Es gibt immer ein paar wenige, die sich maßlos selbst überschätzen, das setzt sich bis ins hohe Alter fort, doch meistens bin ich damit gut gefahren.

Da aber offensichtlich Gefahr im Vollzuge ist ("von der Schule schmeißen"), sollte man, wenn man die ersten Stufen zeitnah abgearbeitet hat, sich um anwaltliche Hilfe bemühen. Auf Schulrecht spezialisierte Anwälte findet man durch Anfrage bei der Anwaltskammer. Die Erstberatung ist mit 190 Euro Kosten gedeckelt, für Bedürftige gibt es Prozesskostenhilfe. Vielleicht haben die betroffenen Eltern auch eine Rechtschutzversicherung. Diesen selbstherrlichen Kläffkötern müssen schnell und zügig die Reißzähne gezogen werden; was ein solcher Typ verdirbt, kann von 100 engagierten Kolleginnen und Kollegen nicht wieder gutgemacht werden.

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Eine 6 im Zeugnis heißt, dass auch eine 6 geschrieben wurde. Da hätte man schon reagieren müssen.

Man kann keinen Lehrer zu Tests oder dem Einsammeln von Heften zwingen. Wenn er nicht will, dann will er nicht...

Wenn der Lehrer solche Äußerungen von sich gibt, dann solltet ihr mal zusammen (also auch die anderen betroffenen Eltern) zum Klassenlehrer oder Schulleiter gehen und das dringend klären.

Zudem mal Einsicht in die Arbeit nehmen., die eure Kinder bei ihm geschrieben haben. 

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Dann sollten sich die Eltern der betroffenen Schüler zusammensetzen und die Sachlage vorerst versuchen mit der Schulleitung zu klären.

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Wenn deine Beschreibung so tatsächlich korrekt ist, dann muss hier so rasch wie möglich reagiert werden.

In diesem Falle wären die Eltern der Jungs in der Pflicht, sich zusammen zu tun und bei dem zuständigen Rektorat der Schule eine Beschwerde einzulegen. Benotungen in dieser Form ohne Tests und ohne Handhabe sind sicherlich reine Willkür und können keinen Bestand haben. Der Lehrer wird sich dafür rechtfertigen müssen und kommt damit garantiert in Bedrängnis.

Aber eine solche Reaktion müsste wirklich mit hartem Nachdruck von den Eltern der Schüler ausgelöst und durchgeführt werden, sonst ändert sich hier nichts.

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Ich will doch hoffen, dass in der Schule alle Schüler mit voller Absicht benotet werden und nicht nur aus Versehen.

Diese Absicht setzt auch voraus, dass die vergebenen Noten durch entsprechende Leistungsnachweise  begründet werden können und müssen.

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Sag mal, warum waren Deine Eltern nach solche schlimmen Sprüchen nicht beim Rektor/Schulamt/Kultusministerium?

Den Rektor würde ich nur informieren und direkt mindestens beim Schulamt um Hilfe ersuchen.

Und wenn sich Kinder als Zeugen bereiterklären, würde ich  ihn auch wegen Beleidung anzeigen.

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Wenn das nachweisbar ist, könnt Ihr Euch ans Schulamt wenden.

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Kommentar von Demelebaejer
03.02.2017, 11:58

Unsinn, das Schulamt ist dafür nicht zuständig und hat auch kein Personal dafür.

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Wir kennen nur die Schilderung deines kleinen Bruders.

Die Sicht des Lehrers würde mich interessieren. Häufig gibt es da verschiedene Ansichten der Realität

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Das sollte er dringend mit einem Vertrauenslehrer besprechen und mit diesem weitere Maßnahmen abstimmen.

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Kommentar von wilees
03.02.2017, 11:43

Schüler einer 6. ! Klasse ?

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So Absichtlich darf er das nicht.

In dem Fall kann man sich aber erst mal bei der Schulleitung beschweren oder ähnliches.

Sollte das nicht helfen könnte man auch gegen die Note klagen.

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Wenn das so wahr ist, kann ich mir nicht vorstelle, und auch nicht Glauben kann. Das die Kollegen und Kolleginnen das durchgehen lassen. Es findet auch eine Notenkonferenz statt. Ein Lehrer kann doch nicht so Schauspielern, das alle nichts wissen, und tollerieren.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914 

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Wie alt ist denn dein kleiner Bruder? 

Noten die schlechter als 4 sind, muss der Lehrer in der Konferenz rechtfertigen. Von daher ist das nicht so ohne weiteres möglich. 

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Wie soll ein Lehrer nicht absichtlich eine Note geben? Natürlich gibt er jede Note mit Absicht und nicht unabsichtlich.

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Die Schüler sollten auf jeden Fall mal mit dem Direktor oder einem Vetrauenslehrer sprechen! Der Lehrer darf das natürlich nicht tun!

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Wieder eine subjektive Darstellung, was ein Lehrer darf oder nicht. Die Frage muss aber lauten. Was ging diesen Noten für Schüler in der Klass 6 voraus?

Komisch, dass keiner der Antworter hier diese Anfrage hinterfragt.

Eine Note iste immer subjektiv und absichtlich.

Warum hat der Lehrer eine 6 gegeben.

Haben diese Sechstklässler vielleicht den Unterricht dauerhaft gestört oder ähnlches.

Warum kann er sie angeblich  "nicht leiden"?

Nun muss also noch der Lehrer seine Meinung hier posten, und dann kann man sich äußern.

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Kommentar von LouPing
03.02.2017, 12:24

Hey Demelebaejer

Richtig! Ein sehr guter Beitrag. 

Ich denke jetzt wo es Zeugnisse gibt werden sich derartige Anschuldigungene häufen. 

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Dienstaufsichtsbeschwerde beim Kultusministerium per Anwalt einreichen alle Eltern ein Anwalt...das hilft am Besten

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Kommentar von GoodFella2306
03.02.2017, 11:48

Genau, erst mal so richtig eskalieren, statt zu kommunizieren.

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Kommentar von Apolon
03.02.2017, 13:37

Dienstaufsichtsbeschwerde beim Kultusministerium per Anwalt einreichen alle Eltern ein Anwalt...das hilft am Besten

und dies nur - weil ein Junge ein Märchen erzählt?

Wäre es nicht erst mal sinnvoll, die Sachlage über die Schulleitung abzuklären?

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Du fliegst nicht durch eine 6 auf dem Zeugnis von der Schule. In der 6. Klasse schon gar nicht.

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Kommentar von wilees
03.02.2017, 11:49

Besuchst Du die 6. Klasse eines Gymnasiums und hast eine 6 auf dem Zeugnis, dann gilt die Erprobungsstufe als nicht bestanden und Du mußt gehen.

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Kommentar von Menuett
03.02.2017, 13:39

Doch, wenn Du in der 6. Klasse eines Gymnasiums bist, dann schon.

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Kommentar von TestBunny
03.02.2017, 13:41

Entschuldigt bitte. Hat sich anscheinend drastisch geändert das System.

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Dann sollten die Jungs mal zum Direktor gehen und sich beschweren

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Wenn die Schüler immer anwesend und so waren, geht das auf KEINEN Fall.

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