Darf ein Kind rezeptpflichtige Medikamente in der Apotheke abholen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

nein! es ist aber auch gar nicht nötig: die meisten apotheken haben einen hauseigenen lieferdienst, der in der regel kostenlos in anspruch genommen werden kann. also kind mit dem rezept zur apotheke schicken, das soll dann um lieferung bitten und gleich einen zettel mitbringen, wieviel gegebenenfalls zu bezahlen ist, damit man das entsprechende kleingeld für den lieferanten bereithalten kann. natürlich sollte der empfänger der medikamente dann auch am verabredeten zeitpunkt zu hause sein: z.b. werden starke schmerzmittel NUR an den im rezept genannten patienten ausgeliefert (wegen BTMG usw.)

Aus der Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&ved=0CFIQFjAE&url=http%3A%2F%2Fwww.abda.de%2Ffileadmin%2Fassets%2FPraktische_Hilfen%2FLeitlinien%2FSelbstmedikation%2FFB_AM_Abgabe_Kinder.doc&ei=mKrFUPmoNYnasgaVyYGoDA&usg=AFQjCNGpNxwJ3S74wQXUaaiLGMCPTcV38w&bvm=bv.1354675689,d.Yms

Abgabe von Arzneimitteln an Kinder Merkblatt für Apotheken

 Kriterien zur Beurteilung der Abgabe

? Der Apotheker hat sowohl bei der Abgabe von Arzneimitteln auf Rezept als auch im Rahmen der Selbstmedikation eine große Verantwortung. Dies gilt in gesteigertem Maße für Kinder und Jugendliche. Besondere rechtliche Vorgaben zur Abgabe von Arzneimitteln an Kinder liegen in Deutschland nicht vor. Aufgrund der Komplexität der Problematik sind detaillierte Empfehlungen nicht möglich. Mit dem heilberuflichen Wissen und dem persönlichen Kontakt ist in der öffentlichen Apotheke eine Entscheidung über die Abgabe für den jeweiligen Einzelfall verantwortungsvoll zu treffen. Die folgenden Kriterien können den Apotheker dabei unterstützen.  Kriterien in Bezug auf das Kind

 Kriterien in Bezug auf das Arzneimittel Ist das Kind Patient oder Überbringer? Alter des Kindes Ist das Kind in der Apotheke bekannt? Liegt eine Ermächtigung der Erziehungsberechtigten vor? Ist ein Anruf beim Erziehungsberechtigten zur Legitimation notwendig/möglich?

Liegt eine Selbstmedikation oder Verschreibung vor? Wie ist das Missbrauchs- bzw. Toxizitätspotenzial zu beurteilen? Ist die Verpackung für Kinder leicht bzw. unbefugt zu öffnen? Besteht die Möglichkeit einer schriftlichen Information an den Patienten/Empfänger?

Handlungsempfehlungen bei Abgabe

! Sofern eine Abgabe vertretbar erscheint, sollten folgende Handlungsempfehlungen bei der Abgabe beachtet werden. Je nach Alter oder nach vorheriger Absprache mit den Erziehungsberechtigten kann auch ein abweichendes Vorgehen gerechtfertigt sein.  Abgabe auf ärztliche Verordnung

 Abgabe in der Selbstmedikation Arzneimittel besonders gut verpacken. Angabe des Namens des Erziehungsberechtigten bzw. des Anwenders als Empfänger. Aufforderung an das Kind, Arzneimittel umgehend dem Empfänger zu überbringen. Hinzufügen schriftlicher Informationen über die richtige Anwendung (z. B. Anwendungshinweise des Arztes auf dem Rezept). Schriftliches Angebot für telefonische Rücksprache. Mitgabe eines Infoblattes an Erziehungsberechtigte (siehe anliegende Kopiervorlage). Sofern Zweifel bestehen oder keine eindeutigen Auskünfte gegeben werden können, ist die Abgabe zu verweigern.

Zusätzlich zu den Empfehlungen bei der Abgabe auf ärztliche Verordnung sollten in der Selbstmedikation folgende Hinweise beachtet werden: Bei Wunsch nach einem speziellen Arzneimittel: Nachfrage, wer der Anwender ist und ggf. telefonische Rücksprache. Bei Symptomschilderung telefonische Rücksprache. Sofern Zweifel bestehen oder keine eindeutigen Auskünfte gegeben werden können, ist die Abgabe zu verweigern

 Nicht vergessen...: ...Kinder sind als Patienten in Abhängigkeit des Entwicklungsstandes und in Absprache mit den Erziehungsberechtigten ggf. auch selbst über die richtige Anwendung ihrer Arzneimittel zu informieren und zu beraten.

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Top Antwort - ohne Frage. DH und Vorschlag zur "Hilfreichsten Antwort" ;)

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@grisu11290

Leider kann ich nicht zweimal hilfreichste Antwort vergeben, denn diese ist auch sehr gut.

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Die Apotheken liefern bei Bedarf nach Hause und das ist besser als ein Kind zu schicken.

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Diesen Dienst haben - soweit mit bekannt ist - nicht alle Apotheken.
Vorher anrufen sollte vieles klären können. ;-)

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