Darf ein Katholik evangelischer Religionslehrer werden und umgekehrt auch?

4 Antworten

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Als Protestant kann man zumindest keine katholische Religion unterrichten. Die katholische Kirche verbietet auch ihren Bildungsbeauftragten = Lehrern das Unterrichten, wenn sie eklatant gegen die Grundsätze der katholischen Theologie verstoßen. So verliert ein katholischer Religionslehrer (gilt auch für Religionsdozenten an der Uni) die Lehrbefugnis, wenn er sich beispielsweise scheiden lässt.

Das gilt in gleicher Weise auch für evangelischen Religionsunterricht. Auch die an Berufskollegs und Berufsschulen viel geübte Praxis, den Religionsunterricht interkonfessionell anzulegen, ist definitiv unzulässig. Der Religionsunterricht muss in Übereinstimmung mit den jeweiligen Kirchen durchgeführt werden und kann auch nur von Lehrern mit kirchlicher Lehrbefugnis (in der katholischen Kirche die missio) erteilt werden. Für Schüler/innen, die über 14 Jahre alt sind, Mitglied einer Kirche sind, und sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, und nur für diese, muss die Schule einen Ersatzunterricht (Ethik oder Philosophie) anbieten.

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@KHLange

Interessant. Für die katholische Kirche wusst ich das, aber wie das bei der evangelischen aussieht, war mir bisher fremd.

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Eine verrückte Frage, was sollte das denn für einen Sinn haben?

Als Katholik kann ich nur meinen eigenen Glauben bekennen und mein Wissen darüber weitergeben. Wenn ich einen anderen Glauben verkünde und lehre, ohne selbst davon überzeugt zu sein, was sollte das bringen? Ist man aber davon überzeugt, dann muss man halt konvertieren. Umgekehrt gilt das natürlich auch.

Kath. Religion darf man ohnehin nur dann unterrichten, wenn man eine Ausbildung dazu hat (Missio) und sich verpflichtet, auch katholisch zu leben.

Das is doch Quatsch.

Religionslehrer sollen in der Schule von ihrem Glauben reden, nicht vom dem von anderen.

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