Darf ein Inkasso-Institut drohen?

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6 Antworten

Hast du denn der Forderung schon widersprochen? Falls nein, dann hole das nach. Untersage die Weitergabe der Daten an die SCHUFA, das ist dein gutes Recht.

Mit der Teilzahlung ist der Gläubiger bestens bedient, mehr ist nicht durchsetzbar.

Sollte das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden, kreuze einfach "Ich widerspreche komplett" auf dem Formular an und schicke es ans Amtsgericht zurück.

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Kommentar von Tannenweg
01.03.2016, 13:10

Danke für diese Antwort. Wenn Du in solch einer Situation wärst, wie sähe denn dann dein Schreiben an das Inkasso-Institut aus? Im Moment wüsste ich noch nicht, wie so etwas zu formulieren ist. Leider....

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natürlich dürfen sie droher.... oder konsequenzen ankündigen. Mit Gewalt drohen dürfen sie nicht, damit drohen den rechtsweg zu gehen selbstverständlich.

Auch mit der Schufa darf gedroht werden... denn wie sie selbst mit Bezug auf 28 a Abs. 1 Nr. 4a - 4d BDSG verweisen... du hast der Forderung nicht widersprochen (nehme ich mal an) sondern sie nur ignoriert. Wenn du sie also nicht anerkennst, widerspreche ihr. Damit gibts dann auch kein Mahnbescheid, der Gläubiger kann nur direkt ins Klageverfahren übergehen. Ist der Widerspruch korrekt wird das nicht passieren oder es endet mit einer niderlage für den Gläubiger.

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Kommentar von mepeisen
01.03.2016, 12:52

Auch mit der Schufa darf gedroht werden...

Nur um es nochmal klar zu stellen: Es darf nur dann mit Schufa "gedroht" werden, wenn man ausdrücklich klar macht, dass beispielsweise ein Widerspruch des Schuldners dazu führt, dass nichts mehr eingetragen werden darf. Ob der Satz von oben da ausreicht, da habe ich zumindest meine leisen Zweifel. Es gibt ja nicht uninteressante Gerichtsurteile gegen Vodafone, bei denen eine pauschale Schufa-Drohung ohne irgendeine Einschränkung, als Nötigung angesehen wurde, also als Straftat ;-)

Wie du richtig schreibst, beugt der Widerspruch dem Schufa-Eintrag vor. Unmöglich wird er damit nicht, denn manche Inkasso melden das trotzdem. Aber man bekommt den dann ggf. unter gerichtlichen Zwang wieder gelöscht.

Ebenso der Mahnbescheid: Manche Inkassos beantragen trotz Widerspruch einfach mal einen Mahnbescheid. Ist natürlich Unsinn. Gemacht wird es trotzdem.

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Wo steht da eine Drohung? Die zählen doch nur die Konsequenzen auf, die dich erwarten, wenn du der Forderung nicht fristgerecht nachkommst.

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Also ignorieren halte ich für keine gute Idee, da werden die schnell biestig.
Mal abgesehen davon, dass 1 Werktag keine gerechte Frist darstellt würde ich dort einfach mal anrufen und mich persönlich mit wem unterhalten.

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Kommentar von franneck1989
01.03.2016, 12:02

Anrufen bei einem Inkassobüro ist riesengroßer Unfug. Was soll das bringen?

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Besser Du zahlst die Sache,sonst kommt die nächste Mahnung vom Gericht und die ist erheblich höher.

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Kommentar von franneck1989
01.03.2016, 12:02

Die Gebühren für das Mahnverfahren zahlt der Gläubiger, wenn man fristgerecht widerspricht

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Kommentar von mepeisen
01.03.2016, 12:55

Warum soll man nicht durchsetzbaren Unfug bezahlen?

Die hier involvierten Unternehmen spielen sich als Spezialisten für EC-Rücklastschriften auf und arbeiten ausdrücklich vollständig kostenlos (!) für den Gläubiger. Wenn man sich korrekt verhält, muss man hier exakt 0,00€ an Zusatzgebühren bezahlen. HF und Rücklastschrift/Adressermittlung wurde ja offenbar bezahlt. Damit ist es dann auch gut.

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Die Ankündigung der Ausschöpfung der rechtlichen Mittel stellt niemals eine Drohung dar. 

"Wenn du das noch mal machst, schlage ich dir die Zähne raus!" = Drohung

"Wenn du das noch mal machst, sehen wir uns vor Gericht wieder!" = keine Drohung. 

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Kommentar von franneck1989
01.03.2016, 12:11

Wenn der Forderung bereits widersprochen wurde, könnte man die Androhung eines SCHUFA-Eintrags durchaus als Nötigung betrachten.

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