Darf ein Heim sowas?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Da tischt dir deine Freundin ziemlichen Quatsch auf. Wenn ein Heim melden würde, dass alle Bewohner krank sind, dann würde das Gesundheitsamt nachschauen was da los ist. Kleidergeld gibt es nicht in Abhängigkeit von Krankheit oder Gesundheit, ist also auch Quatsch. Kleidergeld wird auch nicht nicht gezahlt vom Jugendamt, denn das ist im Tagessatz enthalten und kommt automatisch und darf gar nicht entzogen werden. Aus dem Heim kann man nicht einfach so ein und ausziehen. Da muss das Jugendamt involviert sein. Zum Jugendamt kann sie über das Heim oder auch alleine Kontakt aufnehmen. Aus dem Heim abzuhauen ist die dämlichste Aktion die man bringen kann, denn dann liegt eigengefährdung vor und man kann härtere Maßnahmen begründen. In die Psychiatrie kann nur ein Psychiater einweisen. In die offene Station kann man nur wenn man freiwillig da hin geht, in die geschlossene kann einen nur ein Richter gegen den eigenen Willen einweisen. 4 Jahre ist niemand in der Psychiatrie und es wird auch bestimmt nicht vor der Einweisung schon festgelegt, dass man 4 Jahre dort bleiben muss. Also alles ganz schon wild. Solange ihre Eltern das Sorgerecht haben können sie alles bestimmen, also zu welchem Arzt sie geht, welche Behandlung sie bekommt und wo sie lebt zum Beispiel.

Ich möchte jetzt noch nicht mal behaupten, dass hier jemand lügt, aber entweder sind deine Beschreibungen wirr und unverständlich, oder deine Freundin hat eine sehr verdrehte Wahrnehmung. Was sie tun muss um aus der Situation raus zu kommen ist zu kooperieren. Sie muss machen was man ihr sagt und sich langsam das Vertrauen der Betreuer erarbeiten. Dann werden auch ihre Freiheiten erweitert und sie hat die Chance das ihre Wünsche auch wieder ernst genommen werden. Zu allererst sollte sie einfach mal bei sich selbst anfangen und nicht immer anderen die Schuld verteilen.

Wenn die Eltern Eier in den Hosen hätten und sich gescheit um ihre Tochter kümmern würden, dann könnte das Heim so etwas nicht machen.

Schreib den Eltern einen Brief und frage sie, ob sie gern zugucken wollen, wie ihre Tochter kaputtgemacht wird und sinnlos in die Psychatrie abgeschoben wird. Die Eltern haben nach wie vor das Sorgerecht, die haben es eigentlich in der Hand - es sei denn, das Jugendamt hat ihnen das Sorgerecht entzogen. Dann kann es evtl. kompliziert werden. In dem Fall sollten die Eltern einen eigenen Gutachter bestellen und sich von einem Anwalt beraten lassen.

BiiPro 02.12.2013, 19:45

Ob sie das Sorgerecht haben, weiß ich nicht. Aber sie geht ja ständig nach Hause und bleibt da auch, aber das Heim holt sie wieder zurück.

0

Nach meiner Erfahrung gibt es sehr viel, gut arbeitende Heime, aber leider auch solche, die mit allen möglichen Tricks arbeiten, um mehr Geld zu bekommen und zu verhindern, dass die "Insassen"weiterhin einen intensiven Kontakt zu Familie und Freunden aufrecht erhalten oder gar das Heim mal wieder verlassen können.

Da ja vermutlich das Jugendamt den Heimaufenthalt bezahlt, sollte Deine Freundin sich mit ihrer "Erzählung" einfach mal dorthin wenden.

ich denke nicht dass das mit rechten Dingen zu geht so wie Du das erzählst. Geh am besten zu den Eltern Deiner Freundin und sage das denen und die sollen sich zusammen mit ihrer Tochter an die Heimleitung wenden - wenn das nichts hilft geh zum Jugendamt. Am besten wird sein sie wechselt das Heim (am allerbesten wäre natürlich zu den Eltern zurück aber nachdem sie da ja offenbar wegmusste ist das ja wohl nicht die Lösung...)

BiiPro 02.12.2013, 19:39

Sie wollen das Heim schon verklagen. Heim wechseln oder zurück nach Hause geht nicht weil das Heim sie nicht gehen lässt.

0
allocigar78 02.12.2013, 20:20
@BiiPro

natürlich geht das. Das Heim hat kein Recht Deine Freundin zu behalten. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben einzig und allein die Erziehugnsberechtigten ´Deiner Freundin - also im Normalfall die Eltern. Sie können sie natürlich da raus holen - notfalls mit der Polizei! und wenn das wirklich so ist - dann danach am besten gleich zur Presse, dass die Öffentlichkeit davon erfährt! so ein Heim darf es gar nicht geben!

1
InvitePermanent 03.12.2013, 12:57
@allocigar78

Ob die das Recht haben oder nicht,stört die nicht...Die bekommen ne Menge Kohle für die Betreuung,und wollen es sich sicher nicht durch die Lappen gehen lasen...Wenn man dann noch Bekannte hat beim Jug.Amt,kann man die Sache komplett vergessen...

Das die Zahl der Inobhutnahmen trotz Geburtenrückgang von Jahr zu Jahr steigen, sollte nachdenklich machen.

Inobhutnahmen können durchaus berechtigt sein, aber im Interesse des Kindeswohls müssen auch Rechtsmittel geschaffen werden um ungerechtfertige Inobhutnahmen durch das Jugendamt zu verhindern.

http://www.vaterlos.eu/inobhutnahmen/

0
allocigar78 04.12.2013, 20:05
@InvitePermanent

es geht hier nicht um eine Inobhutnahme sondern die TS schreibt ja ihre Freundin ist freiwillig da hin gegangen. (warum, würde mich allerdings auch mal interessieren)

1

Was möchtest Du wissen?