Darf ein Hausverwalter absichtlich das teuerste Angebot nehmen obwohl günstigere Angebote vorliegen?

2 Antworten

Es kommt auf den Einzelfall an. Grundsätzlich haben die Hausverwalter die Interessen der Eigentümergemeinschaft zu vertreten. Das bedeutet natürlich ein kostengünstiges und vor allem seriöses Angebot heraus zu suchen. Denn nicht alle Anbieter müssen serös sein. Andererseits lassen sich viele Hausverwalter eine Klausel über einen Handlungsspielraum unterzeichnen. Damit sie nicht für jede kleine Reparatur das Einverständnis der Hausgemeinschaft einholen müssen. Enthält der Verwaltervertrag also eine solche Klausel?

Vermieter und Verwalter sind zum wirtschaftlichen Handeln verpflichtet - ein über 50 Prozent günstigeres Angebot für die gleiche Leistung muss geprüft und ggfs. auch angenommen werden.

Hier solltest Du mit allen anderen Eigentümern diese Angelegenheit diskutieren und ggfs. durch ein gemeinsames Anschreiben mehrerer Eigentümer diese Vorgehensweise monieren.

Kunde will mehr Bauleistungen als im Angebot war?

Hallo. Ich bin Handwerker. Ich habe mit dem Kunde einen Streit.

Ich habe dem Kunden ein Angebot mit Bauleistungen geschickt und der Kunde hat dieses Angebot akzeptiert. Ich habe Baustelle fast fertig gemacht( ca. 80%) und der Kunde sagt jetzt, dass ich soll wie im DIN vorgeschrieben arbeiten und nicht wie im Angebot geschrieben.

Der Preis übersteigt dann um mindestens doppelt den Preis im Angebot. Der Kunde will jetzt zusätzliche Leistungen (nach DIN) umsonst bekommen. Aus meiner Erfahrung habe ich schon lange so festgestellt, dass ca. 70% Kunden gar nicht Bauleistungen nach DIN Normen leisten (zu teuer) können.

Deswegen mache ich immer nur Angebote und kein VOB Verträge mit Kunden, natürlich mit akzeptabele Preise. Seit 5 Jahren das ist erstes mal.

Jetzt ist die Frage. Darf der Kunde überhaupt von mir zusätzliche Leistungen und Material ohne Aufpreis anfordern (weil die Arbeit entsprich DIN Normen nicht)? Wenn ja, nach welches Gesetz, wenn das vorher anders vereinbart(Angebot) wurde.

Ich danke im Vorraus

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Fallbeispiel - Kann man deswegen wirklich verklagt werden?

Der Versicherer ROLAND schildert in seinem Flyer folgendes Fallbeispiel, um die Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung für Eigentümer und Vermieter zu unterstreichen:

"Bei der Vergabe eines Reparaturauftrags bevorzugen Sie einen ortsansässigen Handwerker Ihres Vertrauens. Eine Firma, die den Zuschlag nicht erhalten hat, klagt wegen angeblicher Diskriminierung auf Schadenersatz."

Siehe auch hier: https://www.hausundgrund24.de/fileadmin/user_upload/pdfs/W_860_7002051123_H_G_allg__2015_11_10_final.pdf

Aber gibt es solche Fälle wirklich?

Man ist doch v.a. als Privatperson frei in der Vergabe seiner Aufträge und muss sich nicht rechtfertigen, warum man dem einen Betrieb den Zuschlag gibt und dem anderen nicht. Und es ist doch legitim, sich verschiedene Angebote einzuholen.

Denn letztlich kann man ja sowieso immer nur einem den Zuschlag geben und dann könnten ja jedesmal alle anderen klagen.

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Handwerker schickt überhöhte Rechnung ohne Angebot und Auftrag

Hallöle ihr Lieben,

ich habe da mal wieder einen speziellen Fall:

Einer Mieterin eines guten Freundes ging der Boiler kaputt. Sie holte dann eine Firma, die einen neuen Boiler vorschlug. Die Mieterin informierte meinen Freund, der dann sofort Angebote einhoilte. Auch bei der Firma die schon vor Ort war, bat der Freund um ein Angebot, welches ihm fest zugesagt wurde. Anstatt ein Angebot zu erhalten, ging die Firma am gleichen tag her und baute der Mieterin einen neuen Boiler ein. Etliche Wochen später erhielt der Freund dann eine Rechnung, die ein drittel teuerer war, als die von anderen Anbietern. Mein Freund fiel aus allen Wolken und reklamierte diese Rechnung. Die Firma reagierte nicht, sondern schickte Mahnungen, erst an den Freund, dann an die Mieterin. Beide reklamierten erneut. Dann passierte wieder eine Weile nichts. Dann drohte man erst der Mieterin, wenig später dem Freund. Zum guten Schluss kam jetzt eine Mahnung eines Inkassobüros. Mein Freund is ja bereit, die rechnung zu zahlen, aber nur in Höhe der anderen Angebote. Wie soll er weiter verfahren? Bitte nur antworten, wenn ihr Ahnung davon habt, vielen Dank!

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Hebt ein neuer WEG-Beschluss den alten WEG-Beschluss automatisch auf? Haftet der Verwalter?

Mal angenommen ...

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft (6 Patreien) beschließt im Oktober 2012 auf der Eigentümerversammlung allstimmig:

"Es werden drei Kostenanschläge A, B und C für die Baumaßnahme eingeholt. Nach Vorliegen der Angebote soll über diese per Umlaufbeschluss entschieden werden."

Die Angebote liegen Mitte Dezember 2012 vor.

Es findet jedoch kein Umlaufbeschluss statt.

Stattdessen beschliessen die Wohnungseigentümer auf einer Wohnungseigentümerver-sammlung ein Jahr später im Oktober 2013:

"Das Angebot A soll angenommen werden."

Ein Eigentümer, der an der Versammlung nicht teilgenommen hat und damit nicht einverstanden ist, hält den Beschluss für nichtig (ob zu Recht oder nicht soll hier unbedeutend sein) und ficht den Beschluss deswegen nicht an.

Erlangt der Beschluss Rechtskraft ? Wohlgemerkt: Der Beschluss aus Oktober 2012, dass ein Umlaufbeschluss über die Angebote entscheiden soll, wurde nicht explizit außer Kraft gesetzt !

Hebt der neue WEG-Beschluss den alten WEG-Beschluss automatisch auf ?

Haftet gegebenfalls der Verwalter dafür, dass er keinen Umlaufbeschluss initiiert hat?

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