Darf ein Fitnessstudio den Vertrag mit mir Kündigen, aufgrund von falschen Informationen Seitens des Fitnessstudio's?

3 Antworten

Meine Frage ist nun, ob Sie das so einfach machen können, denn ich sehe
nicht den Fehler bei mir, sondern bei der Mitarbeiterin?!

Also ich sehe hier den Vertrag durchaus zu den besagten Bedingungen geschlossen und würde einer Änderung nicht zustimmen.

Wie stuft ihr so eine Situation ein. Soll ich auf dieses Angebot dennoch bestehen oder lieber nachgeben?

Bestehe bitte darauf und sage, dass du den Vertrag sonst nicht abgeschlossen hättest und dich für den Fall, dass man dir die reudzierten Kosten im Nachhinein nicht einräumen will, den Vertrag auch nicht geschlossen hättest.

Geht hier nämlich u.U. in die Richtung einer arglistigen Täuschung.

Da sehe ich ehrlich gesagt keine Chance für das Studio. Der Vertrag ist wie vereinbart zustande gekommen, für eine Anfechtung fehlt die Grundlage. Da kannst du ruhig auf dein Recht bestehen. Trotzdem würde ich mir überlegen ob ich in so einem Laden wirklich trainieren will.

Menschen machen Fehler.

Auch der Kaufmann darf sich auf Irrtum berufen.

§ 119
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum
über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als
wesentlich angesehen werden.

Die Mitarbeiterin war aber nicht im Irrtum. Das ist anders gemeint, sonst könnte sich ja jeder aus Verträgen rausreden in dem der andere Kollege anruft und meint der Kollege der den Vertrag geschlossen hat war im Irrtum oder es war ja anders gemeint gewesen...

Die Willenserklärung entspricht exakt dem was die Mitarbeiterin wollte. Zum Zeitpunkt der Willenserklärung war es eindeutig ihr Wille 6€ Gebühr pro Quartal zu verlangen. Dabei hat sie sich weder versprochen noch geirrt. Sie war sicher auch berechtigt solche Verträge zu schließen.

Eine Anfechtung nach § 119 BGB ist aus meiner Sicht somit nicht möglich.

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@SupraX

Die Mitarbeiterin ist aber nicht der Eigentümer des Geschäfts und somit nicht Vertragspartner.

Und als Erfüllungsgehilfin war sie hier ganz eindeutig im Irrtum.

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@Menuett

Ansichtssache... Oder wie es immer so schön heist: Kommt drauf an.

Aber ganz unrecht hast du nicht. Ich seh es nur etwas anders.

Unabhängig davon würde ich in so einem Studio aber ohnehin nicht mehr trainieren wollen.

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@SupraX

Weil eine Angestellte einen Fehler gemacht hat?

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@Menuett

Nein, nicht deswegen. Fehler passieren. Aber ich hätte mir dann doch wenigstens etwas entgegenkommen erwartet (unabhängig davon ob Anfechtung ja/nein). Wenigstens etwas in der Art "Sorry, war unser Fehler, wir spendieren dafür einen Monat gratis" oder etwas in der Art. Statt dessen soll der Kunde nochmal hinfahren und den Vertrag zu seinem Nachteil ändern lassen obwohl er nichts falsches getan hat. Kundenfreundlich ist das nicht. Und die Fragestellerin ist darüber ja auch nicht sehr begeistert.

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