Darf ein Christ töten (Bibelstellen)

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Ein Christ darf gar nicht töten und unterliegt dem totalen Pazifissmus. Die von Dir zitierte Bibelstelle entstammt dem alten Testament, welches für Christen lediglich religions historische Bedeutung hat. Massgeblich für Christen ist ausschliesslich das neue Testament.

danke fürs Sternchen

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@Taflie1961

Jesus hat (nach Bibel) gesagt er wäre nicht gekommen um die alten Gesetze außer Kraft zu setzen sondern um sie weiter zu führen, d.h. das alte Testament ist für Christen auch Pflich zu befolgen nur leider hält sich da kein sogenannter Christ dran ;)

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@Bosnjac

Wäre ja auch doof, wenn sich Christen daran halten würden. Meinte Jesus jetzt ehrlich dass dies weiter gilt?

Wenn Du beispielsweise Deinen Nachbarn steinigen müsstest, weil er am Samstag arbeitet (Exodus 35).

Oder einen Bauern steinigst, weil er zwei verschiedene Saaten auf einem Feld anpflanzt oder seine Frau ein T-Shirt aus zweierlei Stoff trägt (Lev. 19). Haben die dafür wirklich den Tod verdient?

Übertrieben fände ich auch, Deinen Sohn bei Ungehorsam vom Dorf steinigen zu lassen wie in Dtn 21 verlangt.

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@Charlyweisswas

Du reisst aus dem Zusammenhang... Es gab keine Todesstrafe für die Vermischung von Saaten oder Stoffen.

Aber wer gegen Gottes handgeschriebene 10Gebote verstiess, konnte mit dem Tod bestraft werden, wo auch die anderen Beispiele von Dir einzuordnen sind:

Wer den Eltern ungehorsam ist, an einer anderen Stelle heisst es, wer seine Eltern schlägt, hat den Tod verdient.

Gottes heiligen Sabbat (Samstag), durch Arbeit entweihen, Gott gegenüber seine Verachtung zum Ausdruck bringend.

Die Israeliten wohlgemerkt hatten Gottes ausdrückliche Stimme gehört, sein Geist wohnte unter ihnen im Heiligtum, eine Bevorzugung die einen besonderen Segen ihnen brachte, aber auch bei Ungehorsam den Fluch besonders strenger Strafe.

Die Gesetzte des AT werden im NT laut Jesus schon fortgesetzt (Mt.5), aber die Bestrafung durch Menschen an sich hat keine Berechtigung mehr, denn Christen dürfen nicht richten und auch keine Gewalt anwenden, solange sie auf Erden der heidnischen Obrigkeit untertan sein werden bis zum Gericht Gottes:

Zum Weltende wird Jesus allen Menschen als König und Richter erscheinen für das jüngste Gericht und wer eine Sünde nicht bereuen wollte, wird sich das ewige Leben verwirken.

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@Bosnjac

Das nicht so ganz richtig. Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften die von unterschiedlichen menschen gemacht wurden und somit ihre vorstellung der richtigen gottesverehrung, moral und gottesvorstellung widerspiegelt.

Das trifft auf das NT wie auch das AT zu. Die Bibel ist also für einen Christen eine wichtige Quelle über das leben von Jesus und seinen glauben orientierendes herauszufinden. Der Christ selber hat nicht die Bibel als Vorbild, sondern das Leben Jesu! Und Jesu selber war zwar Jude, lebte nach dem AT, und hatte sicher auch nicht in der absicht eine neue religion zu gründen, sondern das Judentum zu revolutionieren. Dazu wollte er nicht die Gottesvorstellungen des AT zunichte machen, aber womöglich auf vieles ein neues fragendes Licht werfen z.b. auf die tatsache dass im AT Gott als grausam und rachsüchtig dargestellt wird, die steinigung eine geeignete buße sein soll, kirchenmacht usw. ER wollte veränderung des alten glaubens, keine zerstörung.

Demnach darf ein sich an Jesus orientierender christ nicht töten.

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@santoberger

Das ist jetzt alles nicht Dein Ernst, oder? In welchem Jahrtausend lebst denn Du?

Beispielsweise der Ungehorsam gegen die Eltern. Mein Sohn ist hin und wieder wirklich SEHR ungehorsam.

Wie Du oben sagst hat er dafür also den Tod verdient, ja? Muss ich ihn jetzt wirklich steinigen lassen oder darf ich ihn auch erhängen?

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@Charlyweisswas

Die Todestrafe konnte aber nur von Gott bestimmt werden innerhalb des Heiligen Volk Gottes, wer nicht dazu gehören wollte, brauchte nicht mit ihnen wohnen. Heute kann sich kein Volk mit diesem vergleichen, daher ist auch die Bestrafung ohne Grundlage.

Hättest Du auch das Fettgedruckte gelesen, hättest Du Dir doch Dein Missverständnis sparen können.

"aber die Bestrafung durch Menschen an sich hat keine Berechtigung mehr, denn Christen dürfen nicht richten und auch keine Gewalt anwenden, solange sie auf Erden der heidnischen Obrigkeit untertan sein werden bis zum Gericht Gottes"

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@Taflie1961

Christen lesen aus der Bibel immer nur das heraus, was sie dort SEHEN wollen. Den einen Spruch wollen sie angewendet haben, andere nicht. Ihr habt 3 Standarderklärungen, mit denen jeder beliebige "Gotteswunsch" heraus gelesen werden kann. A) Gilt nicht, muss im Kontext der Zeit gesehen werden. B) Gilt, denn es steht doch hier geschrieben C) Das steht zwar, muss aber so und so interpretiert werden. Mit A), B) oder C) kann ich dir jetzt jede beliebige Verhaltens-Regeln heraus lesen, wie es mir beliebt. Irgendwo steht: "Du sollst nicht töten". Woanders steht "Aug um Aug, Zahn um Zahn". Jetzt kann man mit A), B) oder C) alles als "Wahrheit" darstellen, was man will.

Das steht auch in der Bibel: "Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“(EX 22,17) Warum wendest du den nicht an? Oder der hier:

"Wenn ein Mann nach der Hochzeit entdeckt, dass seine Frau keine Jungfrau mehr ist, dann soll man sie vor die Tür ihres Vaterhauses führen, und die Leute sollen sie zu Tode steinigen. (5 Moses 22. 13-21)" § 26 StGB: Anstiftung zum Mord

Seht Ihr nicht, dass Ihr dort immer nur INTEARPRETATIONEN raus lest, wie's beliebt. Das ist nicht Gottes Wort, das ist nur eine Interpretation von einem Text, aus dem man alles als Gottes Wille herauslesen kann, was man will. Es gibt im Moment 200'000 organiserte christliche Gruppen auf der Erde. Alle lesen die Bibel - alle lesen dort etwas anderes. Das PRINZIP funktionert nicht. Sieht das denn niemand?

Die Bibel als "Gottes Wort "zu nehmen und dort irgend eine Verhaltensvorschrift sehen zu wollen ist der Grundirrtum, der so viel Leid auf diese Welt gebracht hat.

Jetzt geb ich dir hier ne Interpretation, die Menschen mehr helfen würde:

Wir alle sind Söhne Gottes, nicht nur Jesus.

Wir alle sind eins mit dem Vater, nicht nur Jesus.

Ihr habt diesen Erleuchteten Jesus so was von komplett missverstanden, dass es ein Trauerspiel ist. Lest mal hier, was zu Religionen. http://www.rhetorik-seminar.ch/gratis-nutzen-fur-sie/Religionskritik

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@santoberger

Interessant. Aber es handelt sich ja nun um denselben Gott wie Du ihn heute anbetest.

Und dieser Gott hat damals ja nun Kindertötung bei Ungehorsam usw. für richtig gehalten. Wie kommst Du damit klar?

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Bloetsinn Christen richten sich auch nach den alten Testament nur das einige Gebote von Jesus erneuert wurden .Das heisst das Jesus den Bund erneuert hatte.Denn die Gebote sind im alten Testament und da haben sich christen genau so daran zu halten wie der neue Gesetzesbund durch Jesus Christus

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Jesus hat das jüdische Gesetz erfüllt und gab ihm auch ein neues: liebe deine Feinde.

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Hallo Taflie, ich glaube du meinst mit deinem ersten Satz nicht auch, dass sich ein Christ nicht wehren darf, wenn er angegriffen wird. Die Formulierung "totaler Pazifismus" könnte sonst auch falsch verstanden werden.

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Ist doch immer wieder schön, wenn man Zitate aus ihrem Zusammenhang bricht und sich dann gegenseitig damit erschlägt!

Dann will ich doch auch mal mitmachen und eins bringen. 2. Kor 3, 6: Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. Oder Röm 7, 6: Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.

So definiert Paulus, wie das geht mit der Schrift und dem Auslegen derselben. Oder mit höchster Autorität: Jesus selber in Johannes 6, 63: Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.

Das Gebot Gottes lautet "du sollst nicht morden" oder besser übersetzt "du wirst nicht morden". Das bezieht sich auf Menschen und bedeutet, daß man keinen von ihnen aus Heimtücke oder sonstwelchen Gründen ermordet. Es bedeutet nicht, daß man sich und seine Angehörigen nicht verteidigen darf, wenn ein Böser daherkommt, der Dich und Deine Angehörigen meucheln will. Wenn Du Märtyrer werden willst - was Du darfst - kannst Du gern die andere Wange hinhalten, wenn es um Dein Leben geht. Aber Du darfst das nicht für andere Menschen entscheiden, nur für Dich selbst.

Für Christen gilt das Vorbild Jesu, der ein Jude war und jüdisch lebte, dachte, glaubte. Jesu Kritik am Gesetz war gerade das Kleben am Buchstaben, mit dem man diskutiert, ob es erlaubt ist, ein Feld mit zweierlei Früchten einzusäen oder ob man das Feld vorher zu zwei Feldern umdefiniert, um dann auf zwei Feldern zwei verschiedene Früchte anzusäen. Verstehst Du den Knackpunkt? Für Gott - und für Jesus - geht es nicht um buchstabengenaue Definition dessen, was erlaubt und was verboten ist. Es geht vielmehr um das WARUM des Verbotenen. Den GEIST des gesamten Gesetzes soll ein Jude - und demzufolge auch ein Christ - erforschen, um dahinterzukommen, was Gottes Vorstellung vom Leben der Menschen sein könnte. Das läßt sich nicht sagen, wenn man ein paar Zitate hernimmt und kurzerhand feststellt: Das ist verboten, das ist erlaubt. Man muß immer danach fragen, was das Gesetz will, was letztlich Gott will, wie wir miteinander umgehen sollen. Und da bleibt das Fazit: Wir sollen nicht morden, weil Mord etwas sehr, sehr Böses ist und weil Gott die Menschen gemacht hat, damit sie leben und einander herzlich lieben. Wir brauchen aber auch nicht kalten Blutes zusehen, wie jemand unsere Familien erwürgt, der eben nicht willens ist, Menschen leben zu lassen und sie zu lieben.

Sammel nicht Bibelstellen zu einem Thema, sondern forsche nach dem Geist Gottes, dem Geist Jesu, nämlich dem heiligen Geist Gottes, der die ganze Bibel ausfüllt. Wenn Du das Herz Gottes darin mit Deinem Herzen suchst, wirst Du es zweifellos finden, aber jenseits von Wortklauberei und Gesetzlichkeit. Mach es so, wie Luther es vorschgeschlagen hat: "Suche in der Schrift, was Jesum treibet." - such also das, was Jesus antreibt. Wenn Luther Dir zu protestantisch ist, mach es wie Franz von Sales rät: "Schau immer danach aus, was die Liebe sagt!". Gruß, q.

Das Problem ist aber, dass ein Normalbürger immer möglichst erst ein Theologiestudium absolvieren, zumindest aber erst, bevor er sich die Bibel einverleibt, an "ihn" glauben muss, um selbige zu verstehen.

Also so ähnliich, wie erst eine Kochlehre absolvieren, um dann eventuell eines der vielen Kochbücher zu kapieren.

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@babulja

Müssen wie nicht das ganze Leben und auf allen Gebieten ständig lernen, wenn wir nicht zurückbleiben wollen? - Warum soll einem dann gerade beim Glauben, bei den Religionen alles automatisch und einfachst zufliegen? - Übrigens muß man kein Theologiestudium absolvieren um die Bibel zu verstehen. - Ihre Kernaussagen sind für jeden "Normalverbraucher" verständlich. Da hapert es schon eher am Verstehenwollen.

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Wen soll ein Christ denn töten???? Die Feinde sollen wir jedenfalls nicht töten! Wir sollen sie lieben.

Wenn jemand dabei ist, wie einem anderen oder einem Kind brutalte Gewalt angetan wird und er (Christ) geht dazwischen, schlägt den anderen zum Schutz des Opfers nieder, nicht gerade in der Absicht zu töten, aber dieser stirbt dann doch....jeiiii, so ein Fall steht nicht in der Bibel, aber dieser Christ würde sicher durch eine Tortour gehen vor dem Richter.... Ich ganz persönlich denke nicht, dass dieser Christ sich in so einem Fall vor Gott versündigt hat. Es sei denn, er hegte in sich schon Gedanken des Tötens.

Es gibt Chrsiten, die viel Schlimmes erlebt haben in ihrer Kindheit und Jugend, und die mit Rachegedanken kämpfen, sogar wenn sie Christen werden, die Bereiche haben, wo sie Gott und seine Vergebung einfach nicht wirken lassen können. Die hegen immer wieder Mordgedanken. Das ist schon Sünde. Und davon will Gott sie heilen.

Ein legales Töten in bestimmten Fällen sehe ich nirgends in der Bibel - als Christ. Das AT ist schließlich so zu verstehen, dass der Messias kommt und der Gewalt ein Ende macht (das erleben halt nur die, die IHM folgen). Gewalt gibt es auf der Welt weiterhin, aber wehe, wenn sie von Christen ausgeführt werden.

Damals ließ Gott die Sintflut kommen - Menschen starben... Gott gebot, das Land einzunehmen. Und viele wurden in Kanaan getötet. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Völker grauenhafte Sitten hatten und es Gang und Gebe war, Kinder zu opfern. Sie handelten grausam und wollten auch das Volk der Juden nicht durchziehen lassen, die ZUERST friedlich kamen. Schließlich sollten die Kanaaniter getötet werden. Schwer zu verstehen. Aber es gibt keine Gebote, die fernerhin das Töten des Feindes rechtfertigen. Gott gab einmal das Land Kanaan dem Volk Israel. Die Völker, die sie nicht getötet hatten blieben IM Land und Gott gebot nicht, sie später zu töten. Sie sollten eher (so die Bibel) als "Test" der Treue - als Prüfung- im Land bleiben.

Alle Tötungen bis hin zum Opferlamm und rote Kuh und sonsige Opfer fanden ihr biblisches Ende in Jesus, der dieses Töten auf sich nahm. Kein Christ hat nunmehr irgendein Recht zu töten. Denn das Gericht steht nur IHM zu.

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