Darf ein Chef Lohn einbehalten?

6 Antworten

Eine Kündigung ist schriftlich einzureichen und an Fristen gebunden. Diese betragen im Allgemeinen in der Probezeit 2 Wochen und danach 4 Wochen zum Monatsletzten oder 15.

Die Kündigung per WhatsApp ist also nicht gültig.

Du hast die Arbeit von heut auf Morgen verweigert. Somit bist du deinem Chef Schadensersatzpflichtig, mindestens für den Zeitraum, der eine normale Kündigung in Anspruch nehmen würde.

Er kann zwar nicht einfach den gearbeiteten Lohn einbehalten, könnte aber auf Schadensersatz bestehen.

Wenn du jetzt Stunk mit Anwalt machst, wirst du Stunk mit Anwalt zurückbekommen.

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Ich hab bei der Firma noch nicht mal einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Außerdem war es ohnehin nur ein Minijob. Da hatte ich auch schon, dass mir am Telefon gekündigt wurde und trotz der zwei Wochen Regel durfte ich schon am nächsten Tag Zuhause bleiben.

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@Sumyschka

Wenn dein Chef dich fristgerecht Kündigt und dich dann freistellt dann müssen die 2 Wochen aber bezahlt werden. Und zwar nach dem Durchschnittseinkommen der letzten 12 Wochen

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@berlina76

Bei der Firma wo ich gekündigt wurde, bekam ich ab dem Tag, an dem bei mir angerufen wurde auch

keinen Lohn mehr. War erst letztes Jahr. Stimmt also nicht.

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@Sumyschka

Doch, zwei Ausnahmen.

Man war damit einverstanden nicht mehr Arbeiten zu gehen, denn hätte man seine Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung gestellt, dann muß der Betrieb zahlen, denn Theoretisch währst du auf zuruf Arbeiten gekommen

Man macht anstelle der Kündigung einen Aufhebungsvertrag. Ein Aufhebungsvertrag muß aber zwingend von beiden Seiten unterschrieben sein und ist dann ab dem entsprechendem Datum gültig.

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@berlina76

Ich war damit nicht einverstanden. Es hieß einfach ich bräuchte nicht mehr kommen und fertig. Was sollte ich da machen? Überdies habe ich bei dieser Firma , wo ich aktuell gekündigt habe, noch nicht mal einen Arbeitsvertrag unterschrieben, wo so was drin steht.

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@berlina76

Bei der aktuellen Firma habe ich keinen schriftlichen Arbeitsvertrag unterschrieben. Man hätte mich dort darauf hinweisen müssen.

Oder gilt das dennoch?

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@Sumyschka

Ein Arbeitsvertrag gilt auch Mündlich. Eine Kündigung bedarf der Schiftform.

Nein, da muß dich keiner drauf hinweisen, das weis man.

Wenn du einen mündlichen Arbeitsvertrag hast, gilt das BGB.

Im BGB steht zum Thema Kündigungsfrist von Arbeitsverträgen 4 Wochen zum Monatsende oder 15 eines Monats.

Wenn du anstelle der Kündigung einen Aufhebungsvertrag angestrebt hättest, währ ein Gespräch nötig. Hier hätte man vorab schonmal ein Schriftstück aufsetzen können, in dem dann nur noch das Datum eingefügt wird. Hiermit lösen wir(AG/AN) den mündlichen Arbeitsvertrag vom... zum... auf. Beide Unterschreiben, fertig.

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@berlina76

Was kannst du jetzt noch machen?

Du kündigst schriftlich fristgerecht zum 31.08. und schreibst rein, das du interesse an einen Aufhebungsvertrag zum frühst möglichen Termin hast.

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@Sumyschka

Du solltest wenn du etwas nicht sicher weisst oder unsicher bist nicht (Nicht im Gesetz nachgelesen, keine Jahrelange Erfahrung und Wissen); "Stimmt also nicht schreiben".

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@berlina76

ok :)

Aber der Typ für den ich gearbeitet habe, ist ohnehin nicht ganz astrein. Eine Kollegin arbeitete schwarz, weil sie schon einen Minijob hat und nicht über die 450 € Grenze kommen darf. Sie wird bar bezahlt.

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@Sumyschka
Was sollte ich da machen?

Was wohl? Den Lohn anmahnen, 40,- € Vezugspauschale draufschlagen und wenn das nichts bringt zum Arbeitsgericht und diesen einklagen.

Überdies habe ich bei dieser Firma , wo ich aktuell gekündigt habe, noch nicht mal einen Arbeitsvertrag unterschrieben, wo so was drin steht.

Arbeitsverträge unterliegen keinem Formerfordernis. Gibt es keinen formulierten, keinen Tarifvertrag, dann gilt BGB.

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@kevin1905

Scheinbar ist der Lohn aber noch gar nicht in Verzug. Scheinbar reden wir hier vom Julilohn und einer Lohnzahlung zum Ende des Monats. Es wurde also bis jetzt nur angedroht nicht zu zahlen. Wenn ich das aus den anderen Posts richtig rauslese.

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@berlina76

Also ich habe jetzt schriftlich nochmal gekündigt (Probezeit) und ihn daran erinnert, meinen letzten Lohn nicht zu vergessen. Ja...es war nicht nett...aber bei dem Inhaber der Reinigung lief ja sowieso alles irgendwie anders. Da arbeitete sogar eine Studentin schwarz und wurde bar bezahlt, weil sonst das Bafögamt Ärger gemacht hätte. Arbeitsverträge macht er auch nicht. Okay, es gibt auch rechtlich gesehen mündliche Verträge, aber alles so dubios. Egal ´. Bin da ja jetzt weg.

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Du schreibst ihm einen "netten" Brief.

Hat er das mit: ...sowas dreistes bekäme von ihm keinen Lohn mehr- bei Whapp geschrieben?

Falls ja, dann hat er schlechte Karten!

In diesem Brief nimmst du dann Stellung zu seiner Aussage bei Whapp und weist ihn darauf hin dass noch die Summe XX ausstehen würde und du dich leider genötigt sehen würdest rechtliche Schritte einzuleiten, wenn er das Geld nicht zum üblichen Zeitpunkt auszahlt.

Das schickst du ihm per Einschreiben- meistens reicht die Androhung aus, damit solche unverschämte Typen in die Hufe kommen.

Verstehe ich das richtig, du hast per Whats App so einen Satz geschrieben. Moralisch gesehen hat dein Chef absolut recht. Das ist total daneben was du machst. Obendrein ist es auch rechtlich falsch, denn du musst schriftlich (auf Papier) kündigen und die Kündigungsfrist einhalten. Gehalt steht dir zu für die Zeit die du tatsächlich auch gearbeitet hast. Wenn du aber einfach Knall auf Fall alles hinschmeisst und auf diese Art kündigst, dann hat der Chef das Recht Schadenersatz zu fordern. Ich würde es nicht auf einen Rechtstreit ankommen lassen, denn der könnte unangenehm für dich ausgehen.

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Mein Chef kennt noch nicht mal meine Adresse. Ich seine auch nicht. Weiß noch nicht mal seinen Vornamen.

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@Sumyschka

ja wenn du dich auf so was einlässt bist du irgendwie auch selbst schuld.

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@Sanja2

Ende Mai habe ich dort angefangen. Wollte das ja geben, aber er war daran nicht interessiert. Und so hat er nur meine Iban und meine RV-Nummer. Hab heute doch noch mal eine Kündigung geschrieben und ihn daran erinnert, meinen ausstehenden Lohn bis Ende Juli zu überweisen. Es schien mir immer schon ein bisschen suspekt. Vorallem dass eine Studentin dort schwarz arbeiten kann. Sie bezieht nämlich Bafög und da gibt es ja diese 450 € Grenze. Aber egal. Ja, es war vielleicht kein schöner Zug, aber er war ohnehin nur am Nörgeln. Von daher kann er doch eigentlich froh sein.

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@Sumyschka

Wenn du keine Adresse kennst, wohin schickst du dann die Kündigung?

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@Sanja2

Hab gestern im Internet nachgeschaut

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@Sumyschka

Weißt du, lerne bitte ein anständiges und vertrauenswürdiges Arbeitsverhältnis einzugehen. Halte du dich an die Regeln. Und schon wirst du nicht mit so einem Mist konfrontiert.

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Gehaltsdarlehen nach Kündigung ganz einbehalten?

Hallo, ich habe mir vor einigen Monaten 1500€ für Reparaturen etc...von meinem Chef geliehen und dieses mit 100€ abbezahlt. Nun habe ich aber zum 28.02. meine Kündigung erhalten.

Ich wollte mit dem Chef einen Vertrag machen, wie ich das Geld weiter abbezahlen kann, dieses wurde direkt geblockt mit "Sind doch eh nur noch 300€" habe dann bissl gerechnet und dachte ah ok, dann bin ich raus.

Heute hab ich das Gehalt bekommen und siehe da, 340€ wurden überwiesen. Was etwas mehr als 300€ ist. Wie jeder andere habe ich natürlich Verpflichtungen (Miete, Unterhalt etc..)

Ich bin ja gewillt gerne abzubezahlen, aber mein Ex Chef kann doch nicht einfach alles einbehalten. Schriftlich haben wir nie etwas gemacht, wollte Sie nicht.

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