Darf ein Arzt HIV positiv sein?

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13 Antworten

In einem recht aktuellen Fall wurde bei einem HIV- und Hepatitis-C-positiven Chirurgen entschieden, dass bei einer derzeitigen Viruslast unter der Nachweisgrenze sowohl für HIV als auch für HCV keine Einschränkungen der beruflichen Tätigkeit (..) erforderlich sind."

Es wurden jedoch einige Auflagen gemacht, z. B. darf der Chirug keine Hohlnadeln während einer OP benutzen, muß immer doppelte Handschuhe tragen, etc. Außerdem sollen alle 6 Wochen Kontrolluntersuchen der Viruslast durchgeführt werden.

Diese Festlegungen wurden vom Nationalen Referenzzentrum für Retroviren im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes getroffen.


Zwar gibt es Richtlinien für die Berufsausübung von medizinischem Personal mit chronischem Hepatitis B oder Hepatitis C, für HIV jedoch fehlt eine entsprechende Richtlinie. Es existiert ledigich eine Stellungnahme der Bundesärtztekammer und des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 1991, sowie ein Artikel des Robert-Koch-Institutes aus dem Jahr 1999. In beiden Veröffentlichungen sind jedoch die neuen Entwicklungen in der HIV-Diagnostik und -Therapie nicht berücksichtigt.


Quelle: Retrovirus Bulletin No. 1/2010, Institut für Klinische und Molekulare Virologie, Uniklinik Erlangen

Ja natürlich darf ein Arzt der HIV hat seinen Beruf weiterhin ausüben. Hygienvorschriften im Krankenhaus machen eine Übertragung praktisch unmöglich, da im Prinzip jeder als potentieller krankheitsträger gilt (insbesonder eben HIV, Hep. C). Wie streng man diese Vorschriften einhält ist allerdings eine andere Sachen. Aus rechtlicher Sicht ist es auf JEDEN FALL NICHT MÖGLICH irgendjemanden wegen einer Krankheit ein Berufsverbot erteilt (es gibt natürlich ausnahmen wie Tuberkulose,... aber das sind immer Meldepflichtige Krankheiten die ein sehr hohes übertragungsrisiko mit sich bringen)

ein Arzt darf sehr wohl HIV-positiv sein und auch seinen Beruf weiterhin ausüben. Egal ob nun Chirurg oder Psychologe. Es gibt kein Berufsverbot gegenüber HIV-Erkrankten, im übrigen betrifft es ja nicht nur Ärzte, sondern auch alle, die im Gesundheitsbereich oder auch Altenbereich arbeiten. Auch hier gibt es kein Verbot diesbezüglich.... wie die Diskriminierung jedoch im realen aussieht, sobald ein Arbeitgeber dies erfährt, ist eine andere Sache....

Weltenwandlerin 08.10.2010, 17:53

jetzt hab ich sogar noch ganz aktuell gefunden: http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article245092/AidsArztIchdachteichbininfiziert.html

Zitat: Um nicht durchzudrehen, habe ich weiter gearbeitet. Es gibt für HIV infizierte Ärzte kein Berufsverbot, nur bei Zahnärzten gelten besondere Vorschriften.

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Weltenwandlerin 08.10.2010, 18:00
@quietscheratsch

den hatte ich auch gefunden, aber der Artikel ist 14 jahre alt, udn da weiß man nie, ob sich nicht doch Änderungen ergeben haben...

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Natürlich darf das ein Arzt auch sein. Er muss sich nur die Vorschriftsmassnahmen einhalten,wenn er mit Körperflüssigkeit in Berührung kommt.G.Elizza

natürlich darf er das! es währe ja ansonsten eine diskriminierung gegenüber bestimmten personengruppen.........

interessante frage, beantwortet wurde sie ja schon. ich denke es ist erst verboten. wenn "akute" ansteckungsgefahr besteht. es müssen bei Op's schnittwunden der chirurgen zB dokumentiert werden. ich denke die meisten ärzte sind vernünftig genug.

Es wird auf die Fachrichtung ankommen. Ein Psychiater oder Psychologe, der außer einem Händedruck keinen Körperkontakt - und Körperflüssigkeiten hat, kann ja weiter praktizieren . Ein Chirurg nicht.

Grüssle

Die Frage müsste eher lauten: Darf ein HIV- positiver Arzt noch praktizieren?

jajanewants 08.10.2010, 17:48

Ihr wisst doch was ich meine xD

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Nein. Da er mit offenen Wunden arbeitet, und dadurch HIV übertragen wird. Genauso ist es auch bei Tätoowierern. ;)

Naja "darf?" -klar "darf" er das. Wieso auch nicht.

Gute Frage, wirklich gute Frage.

Ich denke schon, er schützt ja andere durch Handschuhe, etc.

er darf, ob er dann noch Arbeiten darf weiss ich nicht.

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