Darf ein Arzt Blutabnehmen wen ich damit nicht einverstanden bin aber meine Eltern damit einverstanden sind?

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11 Antworten

Ich hoffe das beantwortet deine Frage. Aus ärzteblatt.de :

Behandlung minderjähriger Patienten

Nach ständiger Rechtsprechung ist
jeder ärztliche Heileingriff, selbst die Gabe eines Medikaments, ein
Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Die rechtliche Befugnis des
Arztes hierzu ergibt sich erst aus der wirksamen Einwilligung des
informierten Patienten. Daher kann eine unzureichende Aufklärung oder
fehlende Einwilligungsfähigkeit Schadensersatz- und
Schmerzensgeldansprüche gegen den Arzt selbst dann begründen, wenn die
Behandlung in jeder Hinsicht lege artis erfolgte.

Stellen sich Kinder und Jugendliche
in der Sprechstunde vor, kann der Arzt vor der Frage stehen, wer über
eine Behandlung aufzuklären ist und auf wessen Einwilligung es ankommt –
auf die des Minderjährigen oder die der Eltern. Für die Wirksamkeit
seiner Einwilligung kommt es nicht auf die Geschäftsfähigkeit an, also
auf die Fähigkeit, Verträge selbstständig abschließen zu können, sondern
– so der Bundesgerichtshof (BGH) – darauf, dass der Minderjährige „nach
seiner geistigen und sittlichen Reife die Bedeutung und Tragweite des
Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag“. Der Minderjährige
muss also eine eigenständige Nutzen-Risiko-Abwägung vornehmen können.
Der Beginn der Einwilligungsfähigkeit ist an kein Mindestalter gebunden.
Nach herrschender Meinung ist aber davon auszugehen, dass Minderjährige
unter 14 Jahren nur in Ausnahmefällen bereits einwilligungsfähig sind.

Für die Praxis bedeutet dies, dass
der Arzt vor der Behandlung oder Verordnung eines Medikaments im Rahmen
des Aufklärungsgesprächs gehalten ist,

abzuklären, ob der Minderjährige bereits selbst einwilligungsfähig ist oder nicht

gegebenenfalls die Gesichtspunkte zu dokumentieren, die dafür

sprechen, dass der Patient über die notwendige geistige Reife verfügt.

So kann ein erst 15-jähriger Patient
für Routinemaßnahmen und geringfügige Eingriffe, wie zum Beispiel eine
Blutabnahme, bereits über die nötige Urteilskraft verfügen. Deutlich
höher liegt die Messlatte bei nicht ganz ungefährlichen
Behandlungsmaßnahmen, selbst bei „alltäglichen“ Eingriffen, wie einer
diagnostischen Laparoskopie. Ist der Arzt unsicher, ob der minderjährige
Patient einwilligungsfähig ist oder nicht, muss er die Eltern in die
therapeutische Entscheidung einbeziehen.

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Zum Einen kommt es auf dein Alter und zum anderen auf den Grund zur Blutentnahme an. Kein Arzt wird dir aus Freude an der Sache Blut abnehmen. Und es wäre doch sehr dumm von dir, dies zu verweigern wenn es wichtig ist.... Angst vor der Nadel sollte dabei nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Und auf Drogen wird bei der normalen BE auch nicht getestet. Also warum solltest du es verweigern? Du wirst im leben immer wieder mal Blut abgenommen bekommen. 

By the way: wenn du eine Behandlung brauchst und deine Eltern verweigern diese, kann der Arzt auch diese trotzdem veranlassen. 

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Öh. Kommt ganz auf den Fall an. Ab 14 darf der Arzt eigentlich nix gegen deinen Willen. Es sei denn, es ist lebensbedrohlich. 

Einen Drogentest könnte man verweigern, einen Test auf Nierenfunktion nichjt. 

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Ich denke er darf, wird es aber bleiben lassen wenn Du Dich dagegen wehrst. Ich denke, er darf keine Gewalt anwenden wenn kein amtlicher Beschluss vorliegt.

LG.

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Kommentar von Mariofragen
01.03.2017, 12:05

ok danke den er hat Mal mein Arm fixiert und dann abgenommen

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Es kommt drauf an, wie alt du bist. Wenn du volljährig bist und kein Richter die Blutentnahme anordnete, darf dir niemand gegen deinen Willen Blut abnehmen. Wenn du noch ein Kind bist: Er darf.

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Kommt auf dein Alter und den Grund an 

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Kommt ,glaube ich, drauf an, wie alt du bist.

Warum willst du dir denn kein Blut abnehmen lassen?

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Das kommt sicher auf dein Alter an.

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Wenn Du u18 bist - ja

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