Darf ein Arzt bei neuen Patienten ein Foto machen?

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6 Antworten

Moin.

Unter gewissen Voraussetzungen ist das zulässig.

  1. Hat man Dir klipp und klar den Grund für diese Maßnahme zu nennen und Dir dazu uneingeschränkt Rede und Antwort zu stehen. Ein "Machen wir immer so" ist keine Begründung, die Du einfach so zu akzeptieren hast.
  2. Bedarf es dazu Deiner Zustimmung, die Du letztlich nur aufgrund von 1. wirklich abwägen kannst.
  3. Muss es hierzu eine ausführliche Datenschutzerklärung geben, aus der hervorgeht, wer Zugriff auf dieses Bild erlangen kann und ob und unter welchen Umständen Du eine spätere Löschung verlangen kannst und wie diese letztlich durchgeführt wird.Auch in dieser Erklärung ist eingehend auf Punkt 1. einzugehen. Diese Erklärung hat man Dir im übrigen in Papierform auszuhändigen.

Dies gilt nur für die reine Gesichtsaufnahme, die mit keinerlei Erkrankung im Gesichtsbereich in Zusammenhang steht. Für die Dokumentation einer Erkrankung oder Verletzung gelten andere Maßstäbe, vergleichbar denen für Röntgenaufnahmen, etc.

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ASRvw de André

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Kommentar von Stadtfrau
16.10.2016, 17:54

Der Grund meines Arztbesuchs waren akute Rückschmerzen, weshalb mich der behandelnde Ortophäde zum Neurochirurgen überwies.

Dort wurde das besagte Foto von mir aufgenommen.

Nach einer Zustimmung meinerseits wurde dabei nicht gefragt.

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Administrative Gründe sind das eine. Diagnostische Gründe können aber auch vorliegen.

Mir ist das mal bei einer homöopathisch arbeitenden Ärztin mit ausgezeichneten Fähigkeiten passiert: dort wurde ich - m.E. zu recht - um ein größeres Gesichtsfoto gebeten. Der Hintergrund: vieles an Symptomen lässt sich über verschiedene Merkmale im Gesicht zuordnen und ein Bild zeigt, welcher Typ man ist.
Auch bei Dr. Schüsslers Biochemie habe ich selbst schon mal eine Schulung in Antlitzdiagnostik gemacht - allerdings wäre da ein Foto für eine Diagnostik kaum präzise genug.

Ein Gesichtsabgleich, um Irrtum oder Betrug auszuschließen, ist aber kein Betrug, sondern wird m.E. immer wichtiger. 
Nur mit einer Webcam finde ich es irgendwie komisch - es gäbe ja noch sicherere Methoden. 

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Kommentar von Stadtfrau
16.10.2016, 17:56

Das klingt logisch und überzeugt mich!

Doch lässt mein Gesicht wohl kaum Rückschlüsse auf meine Lendenwirbelsäule zu. 

Danke für die interessante Antwort.

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Zulässig mit deiner Zustimmung - die Versichertenkarte hat doch ein Bild

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Anscheinend um sicher zu stellen, dass der Patient auch derjenige ist, dem die Krankenversichertenkarte gehört. Noch nicht alle Krankenkassenkärtchen sind mit Passbild ausgestattet...

Von mir wurde zu Beginn meiner Strahlenbehandlung ein Bild gemacht. Ich hab mich aus sehr darüber gewundert und natürlich nachgefragt. Hier dient es zur Sicherheit, dass auch die Person, die unter der Stahlenkanone liegt auch wirklich die richtige Patientin ist! Abgleich über gespeichertes Bild und lebender Person.

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Kommentar von Stadtfrau
16.10.2016, 06:15

Mein Krankenkassenkärtchen ist 2 Jahre alt und ein Foto ist auch darauf. 

Bei einer Strahlenbehandlung erscheint mir ein aktuelles Fotos von der Sicherheit her angemessen zu sein. Und sogar besonders verantwortungsbewusst. 

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Eigentlich vorzugsweise nur mit deiner Zustimmung.

Der Grund ist mehr ein organisatorischer, damit man zu einem Namen auch ein Bild hat ...

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Auf der Krankenkassenkarte ist ein Foto. Ohne Foto gibt es heute keine Karte mehr. Dann frag den Arzt ob das in seiner Praxis üblich ist.

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