Darf ein Arbeitnehmer die Zeit einer Geiselnahme als Überstunden einreichen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist eine herrliche Frage, DatLicht, ;)

Arbeitszeit ist die Zeit, während der ein Arbeitnehmer seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung stellen muss. Da der Arbeitnehmer in diesem Fall seit dem Überfall um 10 Uhr als Geisel genommen wurde ist er ab dem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage gewesen seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, ergo ist er nur bis 10 zu bezahlen.

Es sei denn...

... dass der Arbeitgeber selbst der Geiselnehmer war, in dem Fall ist die Geiselhaft als die zugeteilte Arbeit anzusehen. Also wäre in dieser Konstellation der komplette Zeitraum bis 20 Uhr zu entgelten.

Bitte nicht zu ernst nehmen. ;)

Oh, es ging mir um eine rein sachliche Antwort wie deine - das war bislang tatsächlich die brauchbarste :-)

Na, mal schauen, wie das ganze bei meinem Bekannten ausgeht. Notfalls - ja, das klingt paradox und absurd - müsste man den Bankräuber auf Schadenersatz wg. Verdienstausfall verklagen.

Ach, und bevor die ganzen Unken hier wieder anfangen zu lamentieren:

  • Ja, wir sind froh, dass er das ganze heil und unverletzt überlebt hat.

  • Ja, er ist auch froh, die Therapie hinter sich zu haben.

  • Ja, seine Schadenersatzklage wegen des beim Überfall beschädigten Designer-Anzugs gegen den Bankräuber ist übrigens durch - mit Erfolg, der Bankräuber musste zahlen. Immerhin reden wir hier über mehrere hundert Euro.

  • Ja, es ist ÄRGERLICH, sich jetzt mit und über solchen bürokratischen "Kleinkram" herumzuärgern. Aber nützt ja nu nix...

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@DatLicht
Ja, seine Schadenersatzklage wegen des beim Überfall beschädigten Designer-Anzugs gegen den Bankräuber ist übrigens durch - mit Erfolg, der Bankräuber musste zahlen. Immerhin reden wir hier über mehrere hundert Euro.

Oh mein Gott der arme Anzug!!! Braucht der jetzt auch ne Therapie?? ( IRONIE AUS ) Mal ganz ehrlich.... Dein Bekannter hat se nicht mehr alle!! Wie kann man in der Situation an den Designer Anzug denken?? Und wenn der mehrere 1000 Euro gekostet hätte!! Hauptsache ER lebt noch! Einen Anzug kann man neu kaufen! Ein Leben NICHT! Dein Bekannter weiß anscheinend gar nicht wie wertvoll ein Leben ist!!

Ich würde in der Situation denken:" Schei... auf den Anzug ( in meinem Fall schei.... aufs Kostüm ) und schei..... aufs Geld! Ich LEBE und DAS ist erstmal wichtig!"

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@AmoreInfinito69

Ich frag mich warum der überhaupt ne Therapie brauchte! So schlecht konnte es ihm ja nach dem Überfall gar nicht gehen wenn der nach der Freilassung an nichts anderes denken kann als an Geld und seinen blöden Anzug!

DatLicht.... Scheint wohl noch zu dauern bist dir selbiges aufgeht!

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@AmoreInfinito69

Ich frag mich warum der überhaupt ne Therapie brauchte!

Weil er eben kein Typ wie du ist, der sich einfach sagt, "jemand hat sich mir gegenüber schuldig gemacht, ... ach egal. Hauptsache ich hab's hinter mir.", sondern weil er jemand (geworden) ist, der sich sagt: DAS kann man NICHT mit mir machen, ich will mein Recht!

Und sooo verwerflich finde ich seine Einstellung nicht. Ich finde, recht hat er!

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@DatLicht

Ganz ehrlich? Die Einstellung ist lächerlich! Wenn man mich als Geisel genommen hätte und ich da lebend raus gekommen wäre dann wären mir die Extra Stunden sch.........egal! Da würde ich nicht mal drüber nachdenken! Auf den Gedanken käme ich gar nicht! Ich wäre einfach nur froh da lebend raus gekommen zu sein!

Er hat also recht das man wenn man eine Geiselnahme überlebt hat erstmal drüber nachdenkt das Geld für den Designeranzug und für die Überstunden einzuklagen??? kopfschüttel

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@AmoreInfinito69

Naja, und dann wäre es dir egal, wenn jemand - von der Frechheit der Bedrohung mal abgesehen - dir finanziellen Schaden zufügt? Mit Verlaub: schön blöd.

Früher war mein Bekannter auch mal so ein "geprügelter Hund" mit so einer Opfer-Mentalität wie deine. Ich freue mich sogar für ihn, dass er jetzt nicht mehr auf sich herum trampeln lässt und - um bei dem Bild zu bleiben - jeden schnappt und beißt, der ihm blöd kommt. Er ist ein lieber Kerl, der endlich mal etwas Selbstwertgefühl entwickelt hat.

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@DatLicht
dann wäre es dir egal, wenn jemand - von der Frechheit der Bedrohung mal abgesehen - dir finanziellen Schaden zufügt? Mit Verlaub: schön blöd

Der FINANZIELLE Schaden ist also wichtiger wie der körperliche? Ein lieber Kerl?? Das nennst du einen lieben Kerl der seinen Chef dafür büßen lässt weil er als Geisel genommen wurde???

Sorry aber für mich ist das unnormal das einem ein SACHSCHADEN wichtiger ist als die körperliche Unversehrtheit! Man kann den Täter auf Schmerzensgeld verklagen wenn man durch den Überfall körperliche und seelische Schäden erlitten hat! Aber man kann nicht den Chef verklagen weil man wegen der Geiselnahme länger auf der Arbeit bleiben musste!!

Ein Überfall ist wie gesagt juristisch gesehen ein UNVORHERSEHBARES EREIGNIS wo der Chef nicht für verantwortlich gemacht werden kann!

Er hat ja den Geiselnehmer erfolgreich wegen seinem blöden Designeranzug verklagt! Soll er zufrieden sein! Hauptsache der dumme Anzug ist bezahlt! Und ich habe KEINE Opfermentalität!

Ich würde auch den TÄTER bzw GEISELNEHMER auf Schmerzensgeld verklagen wenn ich körperliche und seelische Schäden erlitten hätte durch den Überfall aber der Anzug wäre mir schnuppe! Besser der Anzug hat nen Schaden als der Körper!

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@AmoreInfinito69

[...] Der FINANZIELLE Schaden ist also wichtiger wie der körperliche [...]

Interessant. Lustigerweise habe ich das nie behauptet. Dass der körperliche Schaden schwerwiegender ist, macht allerdings den finanziellen Schaden nicht weniger. Oder anders ausgedrückt: Ein neuer Anzug wird nicht dadurch billiger, dass man den Verkäufer auf körperliche Schäden hinweist. Und freiwillig rückt ein Bankräuber nicht mit Kohle raus, da muss man dann halt mit einem Anwalt nachhelfen.

[...] Ich würde auch den TÄTER bzw GEISELNEHMER auf Schmerzensgeld verklagen [...]

Ist doch alles schon in die Gänge gebracht, die Verfahren laufen aber noch.

[...] weil man wegen der Geiselnahme länger auf der Arbeit bleiben musste [...]

Ich sehe das genauso wie er: Zeit ist Geld, und irgendwer soll dafür bezahlen. Mir ging es letztlich nur darum zu klären, wie es arbeitstechnisch aussieht und weil mich die Thematik an sich interessiert. Dann wird halt der Geiselnehmer auf Entschädigung verklagt, ist letztlich ja eh Entscheidung meines Bekannten.

Ich verstehe darüber hinaus diese heutige kostenlos-Mentalität nicht. Warum bitte soll man auf etwas verzichten, was ihm zusteht? Weder er noch ich haben "Wohlfahrt" auf der Stirn tätowiert, und wenn sich schon jemand nimmt, was ihm nicht zusteht [Zeit], soll er gefälligst einen Gegenwert erbringen.

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@DatLicht

Hallo DatLicht und AmoreInfinito,

Ich verstehe nicht wie man darüber überhaupt diskutieren kann.

Natürlich sollte der Geiselnehmer in Regress genommen werden- und das nicht nur seitens der in Vorschuss getretenen Stellen, sondern auch der Geisel selbst. Dies bezieht sich dann sowohl auf seine seelischen und ggf. körperlichen als auch auf seine materiellen Schäden. Seine materiellen Schäden beinhalten selbstverständlich auch den, durch die Geiselnahme beschädigten oder zerstörten Anzug.

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@AmoreInfinito69

@AmoreInfinito69 Ich glaube du überschätzt hier gerade deine Kompetenzen ein Wenig! Das was du hier bemängelst ist keine Frage von recht und unrecht sondern eine Vollkommen persönliche Einstellung. Im Gegensatz zu dir hat der Bekannte des Fragensteller bereits eine Geiselnahme hinter sich und so hast du wohl kein Recht über die EInstellung von diesem Menschen zu urteilen. Oder irre ich mich?

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@AmoreInfinito69

@ AmoreInfinito69:

Deine teils hämischen Kommentare sind ja wohl der blanke Schwachsinn!

Mit welcher Begründung soll sich ein Geschädigter nach überstandener Situation keine Gedanken machen dürfen über Schadenersatz?!?

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Naja die übrigen Geiseln, sofern es welche gab, mussten ja auch in der Bank ausharren. Wenn dein Bekannter also eine Überstundenanrechnung für diesen Fall erhielte, müsste die Bank auch allen anderen "Gästen" dieser Show zumindest den Mindestlohn zahlen.

Im Gegenteil, eigentlich hätten die Kunden der Bank, welche evtl. betroffen waren vielleicht das Recht, der Bank eine Schmerzensgeldforderung zukommen zu lassen, da diese nicht im Stande war, genügend Sicherheit zu bieten. Ob das dann deinem Bekannten auch zustünde ist aber fraglich, ich hoffe er war nicht gerade der für die Sicherheit zuständige Mitarbeiter ;)

Kann mir jetzt beim allerbesten Willen nicht vorstellen, dass eine Bank dem Angestellten oder Mitarbeiter in so einem Fall die vier Stunden Überstunden nicht anrechnen würde. Aus dem Grund argumentiert die Bank auch garantiert nicht, dass keine Überstunden angeordnet wurden...

Denkst du. Willkommen in der Welt der Buchhaltung.

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@DatLicht

Nun, grundsätzlich würde ich mir hier schon Gedanken über so einen Arbeitgeber machen... Bei uns gab es vor einigen Jahren ein Banküberfall mit Geiselnahme und die Bankangestellte war mehrere Wochen danach krank geschrieben, das würde ich der entsprechenden Bank mal als "Denkanstoss" mitteilen...

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@schwarzwaldkarl

schwarzwaldkarl... NA UND? Was kann ein Arbeitgeber dafür das ein Angestellter als Geisel genommen wird? NICHTS! Und für die psychischen Folgeschäden ist der Chef auch nicht verantwortlich! Der Chef muss weder Geld für die Überstunden noch für die Therapie bezahlen da ein Überfall nicht vorhersehbar ist! Und ganz ehrlich.... Wenn du 10 Stunden als Geisel genommen worden wärst und nach 10 Stunden LEBEND da raus kämst würdest du sicher nicht als erstes zum Anwalt rennen und das Geld für die Überstunden einklagen!

Weißt du was du lieber als DENKANSTOSS nehmen solltest??? Das ein Leben UNBEZAHLBAR ist und jeder der in so eine Situation gerät FROH sein soll das er da LEBEND raus gekommen ist!! Und die Angestellte in deinem Fall soll auch froh sein das sie da lebend raus gekommen ist! Besser lebend mit psychischem Problem als tot! Ein psychisches Problem bekommt man in den Griff aber wenn man tot ist wird man nicht wieder lebendig!

Ich finde es einfach nur DREIST und UNVERSCHÄMT dem Arbeitgeber die Schuld für die Geiselnahme zu geben und ihn dafür büßen zu lassen! Das wird an ihm auch nicht spurlos vorbeigegangen sein! DENK MAL DRÜBER NACH!! Stichwort DENKANSTOSS!!!

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@AmoreInfinito69

grundsätzlich habe ich etwas Probleme mit Deinem etwas unhöflichen Umgangston, ein kluger Mensch hat gesagt "wer schreit, hat Unrecht"... Darf ich kurz aus obiger Frage zitieren? "Darf er die überhängigen vier Stunden als Überstunden einreichen?" Dass er dann zu einem Rechtsanwalt gerannt ist und die Überstunden einklagen möchte stammt aus Deiner blühenden Fantasie. Du hast natürlich grundsätzlich Recht, der Chef kann überhaupt nichts dafür! Jeder Bankangestellte ist dafür selbst verantwortlich, wenn er entführt oder als Geisel genommen wird. Deshalb ist er selbst verantwortlich, wenn bei einer Bank offensichtlich die Sicherheitsvorkehrungen noch auf einem alten Stand sind, denn in den meisten Banken ist eine Geiselnahme nicht mehr möglich... Deshalb sollte dieser Bankangestellte auch noch verklagt werden, weil er so unverantwortlich eine Geiselnahme provoziert hat. Zudem ist es in meinen Augen total unverantwortlich wie man überhaupt Bankkaufmann werden kann, das geht überhaupt nicht. Würde gerne über Deine Denkanstöße nachdenken, aber offensichtlich bin ich hier geistig total überfordert... Sorry... wer in meinen Zeilen Ironie gefunden hat, hat es zumindest verstanden, Danke

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@DatLicht

@ DatLicht... darum ging es ihr auch nicht, also um die Beantwortung der Frage... Sie wollte nur aufzeigen wie dumm dieser schwarzwaldkarl ist ;-)

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@schwarzwaldkarl
KOMMENTAR VON  DatLicht DatLichtDATLICHT vor 4 Min.
Darum geht es hier nicht - beantworte doch einfach die Frage.

Ich HABE die Frage beantwortet! NEIN er kann die Überstunden NICHT einklagen! Der Chef kann nichts dafür das er als Geisel festgehalten wurde! Ein Banküberfall ist ein "unvorhersehbares Ereignis" ! Frag ne Anwalt! Der wird das bestätigen! Der Chef ist nicht verpflichtet die Überstunden zu bezahlen!

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@AmoreInfinito69

Ich hab das Gefühl das ihr es BEIDE irgendwie nicht kapiert. Der Chef kann nicht für den Überfall und für die Geiselnahme verantwortlich gemacht werden und somit muss er auch keine Überstunden bezahlen da ein Überfall wie gesagt ein UNVORHERSEHBARES EREIGNIS ist!

Wie kann man überhaupt in so einer Situation an Geld denken? Jeder NORMALE Mensch ist froh das er da LEBEND raus gekommen ist und nicht mit den Füßen zuerst auf ner Bahre!

Wenn er jemanden verklagen will dann soll er den Geiselnehmer verklagen! DER hat ihn schließlich gegen seinen Willen festgehalten! Nicht sein Chef!

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@AmoreInfinito69

Der Chef kann nicht für den Überfall und für die Geiselnahme verantwortlich gemacht werden

Dieser eine Satz hätte mir als Antwort gereicht. Ich musste spontan an einen Taxifahrer denken, der für den Stau ja auch nicht verantwortlich gemacht wird, für den Zeitverlust aber trotzdem bezahlt wird und wollte lediglich den Sachverhalt in Erfahrung bringen.

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@DatLicht

Mir fällt dazu ein: Der in Geiselhaft genommen Mitarbeiter hätte sich ja gegen dieses Risiko auch versichern können. Allerdings eine Frage der Prämienhöhe... Auf jeden Fall ein Argument der Arbeitgeberin in einem evtl. Arbeitsgerichtsprozess.

Ich bin auch der Meinung: Hier muss der Geiselnehmer verklagt werden!

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