Darf ein Arbeitgeber eine Stellenanzeige aufgeben, bevor er den Mitarbeiter dieser Stelle kündigt?

9 Antworten

Natürlich darf er das und letztendlich kann ihn auch niemand daran hindern... Du darfst Dir z.B. auch einen neuen Arbeitsplatz suchen, also Bewerbung schreiben, bevor Du gekündigt hast...

Der AG darf jederzeit eine Stellenanzeige aufgeben. Woher willst Du wissen, dass es nur eine Stelle gibt, für die die Anzeige passt? Ist der Betrieb so klein?

Falls es sich um keinen Kleinbetrieb mit weniger als 11 ständigen Vollzeitkräften (Teilzeit- und Minijobs werden entsprechend aufgerechnet) handelt, kann betriebsbedingt der jetzige MA auch nicht so einfach gekündigt werden. Das ginge ja nur personen- oder verhaltensbedingt. Sollte das der Fall sein, würde ich als AG auch nach Personal suchen und als AN würde ich mir dann auch so meine Gedanken machen (wohlwissend, warum der AG jemanden sucht).

Nein der Betrieb hat ca. 170 Mitarbeiter aber nur eine einzige Position die zu dieser Stellenanzeige passt. AG findet also jemanden auf die Stellenanzeige stellt den ein. Der bisherige Mitarbeiter muss also gekündigt werden, was betriebsbedingt ja nicht geht. Also muss genau in dem Moment ein Verhalten des Mitarbeiters auftreten, damit eine Kündigung gerechtfertigt ist (bis jetzt hat der Mitarbeiter noch nie eine Abmahnung bekommen) Wäre das dann nicht sehr merkwürdig?

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@midgard535

Der Arbeitgeber hat Direktionsrecht. Vielleicht hat er mit dem jetzigen Stelleninhaber ja etwas anderes vor.

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@DerHans

@midgard535. Gibt es einen Betriebsrat? Wenn ja, frag doch mal da nach. Die müssten über Personalplanung unterrichtet sein. Vielleicht können die Dich ja beruhigen.

 Also muss genau in dem Moment ein Verhalten des Mitarbeiters auftreten, damit eine Kündigung gerechtfertigt ist (bis jetzt hat der Mitarbeiter noch nie eine Abmahnung bekommen) Wäre das dann nicht sehr merkwürdig?

Das wäre mehr als merkwürdig und sehr unwahrscheinlich. Außerdem kann außer bei groben Verstößen die eine fristlose Kündigung rechtfertigen nicht so einfach gekündigt werden.

@DerHans. Direktionsrecht hin oder her, wenn ein AN für eine bestimmte Tätigkeit eingestellt wurde und dies vertraglich festgelegt ist, kann der AG ihn nicht nach Belieben einfach versetzen. Dem Direktionsrecht sind auch (zum Glück) Grenzen gesetzt.

I

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Das ist doch sein Geld. Du weißt doch nicht, ob er evtl. das Geschäftsvolumen ausweiten will, und neue (zusätzliche) Mitarbeiter braucht. Jedenfalls muss er seine Angestellten nicht um Erlaubnis bitten.

Mitarbeiter X hat die EINZIGE position in dieser Stelle. So nun gibt der AG eine Stellenanzeige auf, und sobald er jemanden gefunden hat, kündigt er Mitarbeiter X. Betriebsbedingt kann er X dann ja wohl nicht mehr kündigen, weil die Stelle wird ja wieder besetzt. Und die andere Variante ist ja dann verhaltensbedingt, und das passiert genau in dem Moment wo AG dann einen Nachfolger hat?

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@midgard535

Dem Mitarbeiter steht es ja frei, gegen eine evtl. Kündigung zu klagen. Außerdem kann er ja jetzt auch seinerseits anfangen, sich einen neuen Job zu suchen.

So spielt das Leben. Kaum jemand wird sein ganzes Leben beim gleichen Arbeitgeber bleiben. Die Zeiten sind wohl endgültig vorbei.

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@midgard535

Hier liegt ein Irrtum vor. Natürlich kann ein Arbeitsverhältnis gekündigt und dann neu besetzt werden. Grundsätzlich kann jedes Arbeitsverhältnis fristgemäß gekündigt werden - ob danach wieder jemand eingestellt wird oder nicht, spielt keine Rolle.

Neben formalen Fehlern ist einzig die Sozialauswahl gegebenenfalls zu beachten (bei mehr als 10 Vollzeitarbeitnehmern). Deshalb ist auch der "Austausch" eines Arbeitnehmers grundsätzlich möglich. Das ist eine freie unternehmerische Entscheidung Und unternehmerische Entscheidungsgründe werden kaum von Gerichten geprüft. Es wird nur geprüft, ob alles formal rechtlich richtig verlaufen ist. Siehe z. B. auch http://abfindunginfo.blogspot.de/2013/07/betriebsbedingte-kundigung-kaum-vom.html

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@Ernsterwin

das ist alles richtig, jedoch wäre im Fall eines Austausches eine betriebsbedingte Kündigung unzulässig, denn der Arbeitsplatz besteht noch. Die Sozialauswahl trifft auch nur im Falle betriebsbedingter Kündigung zu Hier kann der AG nur eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen und dazu muß er vorher (bis auf bei Diebtsahl z. B.) eine Abmahnung aussprechen..

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