Darf ein Anwalt trotz Beratungshilfe Geld verlangen?

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2 Antworten

Wir haben hier "eine andere Abmahnfirma" und damit einen anderen Fall. Der Anwalt muss zum Beipspiel prüfen, ob diese Firma aktivlegitimiert ist im Sinne von UrhG § 97.

Ob deine "Email, dass ich geneigt sei, den Betrag von 60€ zu begleichen", nun schon ein Auftrag ist, anwaltlich tätig zu werden, ist nicht leicht zu beurteilen.

Falls ja, bleibt dir aber immer noch die Möglichkeit, für den "neuen Fall" einen neuen Beratungshilfeschein zu beantragen - und den Anwalt zu bitten, diesen zu akzeptieren.

Das muss er nicht unbedingt - höchstens aufgrund eines Vertrauensschutzes wegen des vorherigen Falls. Im Streitfall kannst du dich aber gerne an die örtliche Anwaltskammer wenden, zwecks Info, zwecks Schlichtung einer Meinungsverschiedenheit mit dem Anwalt, zwecks Klärung des Zwists.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von VincentGdG
06.06.2016, 13:01

Ich will nicht den nächsten Streitfall produzieren und werde zahlen, wenn der Anwalt es verlangt. Es geht mir hier vor allem um die rechtliche Lage. Dass durch den Verkauf der Forderungen ein neuer Fall zustande kommt, ist mir neu und auch nicht ganz verständlich. Da ich jetzt aber den Anwalt selbst gefragt habe, bin ich auf seine Antwort gespannt und gebe sie auch gern hier bekannt.

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soweit ich weiß, umfasst Beratungsschein wirklich nur die Beratung. Sobald ein Brief zb geschrieben wird, müsste man in die PKH wechseln...

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Kommentar von VincentGdG
06.06.2016, 13:02

Die Ansicht ist falsch. PKH gilt nur für den Fall, dass es zum Prozess kommt, wie der Name auch schon vermuten lässt.

Ich wiederhole: 

Die anwaltlichen Leistungen, für die der Schein gilt, umfassen neben der Beratung die Vertretung, den Schriftverkehr und die komplette außergerichtliche Regelung von Streitfällen.

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