Darf ein alkohoabhängiger mensch Baldrian-tropfen nehmen?

9 Antworten

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er sollte vorher unbedingt zu einer sucht beratung allein schaft er es nie und dort wird er auch beraten was er für medikamente nehmen kann und soll übrigens eine therapie(ambulant-stationer)machen und danach zu einer selbsthilfegruppe gehen(sehr wichtig)gruß walle48

Wie oft ich das bei Suchtkranken erlebt habe,dass sie mit selbstmedikamentationen herumexperimentieren, um wieder davon weg zu kommen, dass kann ich schon gar nicht mehr zählen. Nur leider kann ich ebenso wenige zählen, bei denen es was genutzt hätte. Denn dieses suchen nach Mitteln, die ihnen die innere Ruhe und einen normales Einschlafen zurück geben, das zeigt doch eigentlich nichts Anderes an, als dass sie noch hochgradig Rückfallgefährdet sind. Und ebenso, dass die Sucht immer noch das akute und lebensbeherr-schende Thema ist. Die so genannte Gegenprobe wäre, dass für einen "normalen" Menschen der Lebensinhalt natürlich nicht so aussieht und da möchte ja jeder Suchtkranke gerne wieder hin, wenn er begriffen hat, dass Abhängikeit kein Leben ist. Und wirklich trockene Alkoholiker, haben diesen Level erreicht. Sie sind nicht mehr täglich mit der Sucht und deren Nachwirkungen beschäftigt. An diese Stelle ist wieder das Alltagsallerlei getreten und da muss auch die betreffende Person wieder hinkommen. Nur mit Baldrian geht das nicht. Und bei jemanden der seinen Körper früher hohe Mengen Gift zugeführt hat, (egal ob Alkohol oder sonstiges), da hat das eh keinen Nutzen, oder sagen wir mal Wirkung. Selbst Menschen die in ihrem Leben noch nie ein Medikament genommen hatten, fragen sich nicht selten bei der Einnahme von Baldrian, ob sie eine beruhigende Veränderung spüren, wie ja hier auch schon erwähnt wurde. Eigentlich sind ehemalige nasse Alkoholiker, gegenüber anderen Suchtkranken, relativ schnell wieder auf dem Damm. Wenn dies nicht der Fall ist, dann kann es gut sein, dass sein Umfeld diesen Stress auf ihn ausübt, dass er Psychisch nicht genesen kann. Sei es ein Problem auf der Arbeit, oder das in der Beziehung etwas nicht stimmt und dass Verlustängste ihn quälen, sei es Unstimmigkeiten in der Familie überhaupt, etc.. Diese Ursache kann mannigfaltigen Grund haben, den vielleicht nur er kennt und der muss beseitigt werden. Vielleicht hat ihn das so gar in die Sucht getrieben, wer weiß. Nur mit irgend welchen Mittelchen, ist dieses Problem nicht zu lösen. Er sollte sich unbeding fachkundige Hilfe holen. Es muss auch nicht gleich ein wöchentliches Treffen bei den AA´s sein. Für den Einen ist das gut und er schwört drauf, Andere kommen besser damit klar, wenn sie später von allem nichts mehr sehen und hören. Doch gibt es auch Einzelgespräche bei Drogenberatungsstellen, wo man ihm helfen kann, den Unruheherd zu lokalisieren und ihm dann Lösungen aufzuzeigen. Vielleicht ist sein Problem auch ganz einfacher Natur, dass er arbeitslos ist und so mit dann auch nicht ausgelastet, um Abends erschöpft einzuschlafen? Die Lösung brauche ich dann ja wohl nicht aufzuzeigen. Denn für einen ex-User gibt es nichts schlimmeres, als Langeweile und nichts mit sich anzufangen zu wissen. Fast in jeder Stadt, gibt es so was wie einen Stadtanzeiger der wöchentlich erscheint, voll mit Job´s von Hilfe bei Gartenarbeit, bis zum Kurierfahrer. Also Fakt ist, sein Körper muss weiter entgiften und dass geht eben nur trocken! 2. Er muss seine Probleme in den Griff bekommen, dann stellt sich auch die innere Ruhe wieder ein. Sorry, ist wohl etwas lang geworden, doch dafür weißt Du nun aber auch was los ist. Viel Glück für Deinen Bekannten. Würde mich freuen, wenn man später erfahren könnte, was aus ihm geworden ist?

hallo abaton 111--deine antwort ist sachlich richtig aber zu langatmig(roman) gruß walle48

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@walle48

Wir wissen wohl alle, dass das Thema Sucht, ein Riesengebiet ist, mit vielen Nebenschauplätzen. Und da mir auffiel, dass alle Antworten nur Baldrian bezüglich waren und der psychische Aspekt völlig unbedacht blieb, fand ich das ebenso erwähnenswert. Da gerade viele Menschen, die noch nie etwas mit Sucht zu tun hatten, der Ansicht sind, man bräuchte ja nur aufzuhören, hielt ich es für angebracht, auch dieses Thema mehr heraus zu stellen. Und wenn es nötig wäre, würde ich hier so gar ein Buch hier reinstellen. Doch nie würde ich etwas wiedergeben, was erst kurz zuvor bereits von einem Anderen geschrieben wurde. Das würde ich dann schon eher als überflüssig ansehen. Gruß Abatom111

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Abbaton, ganz ehrlich: Dein Bericht gefällt mir am besten!

Es steht vieles Wichtiges dort drin, und ich kann durch eine an Alkoholsucht verstorbene Verwandte mitbeurteilen, was so ein armer Mensch durchmachen muss, um wieder gesund zu werden. Und manchmal versagt einfach alles.

Aber bitte: einen Versuch ist es doch wert!

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Baldriantinktur besteht zum größten Teil aus Alkohol. Da man nur wenige Tropfen davon nimmt macht das in der Regel nichts, für einen trockenen Alki kann der Geruch aber schon einen Rückfall auslösen.

Also nicht wirklich empfehlenswert. Lieber Baldriantee o.ä. nehmen.

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