Darf die Vermieterin mich nicht zu meinem Freund einziehen lassen?

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16 Antworten

Zu dem wohnt er schon seid über einem Jahr in seiner Wohnung. Diese hat 2 Zimmer und ist relativ groß. Wir haben einen relativ großen Schlafraum und auch das Bad ist groß genug. Da wir seid über 6 Jahren zusammen sind haben wir auch kein Problem damit nur 2 Zimmer zu haben

Sofern die Wohnung nicht zu klein ist (überbelegt), kann der Vermieter den Zuzug des Partners nicht verwehren.

Es müssten schon schwerwiegende Gründe dagegen sprechen.

Die Nebenkosten darf der Vermieter bei Zuzug einer Person anpassen.

Ohne Zustimmung (diese ist hiert tatsächlich erforderlich) läge eine unerlaubte Gebrauchsüberlassung an Dritte vor. Diese berechtigt den Vermieter nach fruchtloser Abmahnung zur Kündigung. Wäret ihr verheiratet, sähe es anders aus. Da sagt der Gesetzgeber, dass der Ehepartnerzuzug keiner Zustimmung bedarf (wie auch bei Kindern). Dein Freund sollte also den Vermieter um Zustimmung bitten. Dabei kurz die Veranlassung schildern und dich vorstellen. Verweigert der V. trotzdem die Zustimmung, obwohl die Wohnung nicht überbelegt wäre und auch in deiner Person keine Ablehnung begründet wäre, könnte durchaus auf Zustimmung geklagt werden. In der Regel dürfte also das Zustimmungsverfahren reine Formsache sein. Trotzdem ist sie aber rein rechtlich erforderlich.

Ich bin kein Jurist - aber soweit ich weiß, kann der Vermieter deinem Freund nicht verbieten, seine Freundin (also dich) in die Wohnung aufzunehmen. Ihr seid beide volljährig, und was du verdienst, hat den Vermieter nicht zu interessieren, denn der Mietvvertrag läuft ja auf den Namen deines Freundes.

Und wie ihr euch die Kosten aufteilt, ist eure Sache, der Vermieter bekommt die Miete nach wie vor von deinem Freund.

Du müsstest dich also nur auf dem Einwohnermeldeamt anmelden, und dein Freund sollte dem Vermieter schriftlich mitteilen, dass ab dann und dann seine Lebensgefährtin bei ihm wohnt.

Danke! Ich glaube , ich kann mich ohne Sorge ummelden. Ich hatte nur Angst , nacher keine Wohnung zu haben. Deine Antwort war sehr hilfreich!

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Da wir seid über 6 Jahren zusammen sind haben wir auch kein Problem damit nur 2 Zimmer zu haben.

Die Vermieterin offenbar schon. Macht sie Überbelegung geltend oder wäre ausdrücklich mietvertraglich nur eine eine Person vermietet, wäre die Ablehnung nun hinreichend begründet.

Ob sie vor Gericht durchdringt, käme auf die Göße der beiden Zimmer und einen Versuche an - oder dein Freund nähme die Ablehnung zum Anlass seiner Kündigung und ihr sucht euch beide etwas passenderes.

Meine Empfehlung wäre das, denn sein eigenes Zimmer mit Rückzugsmöglichkeit ist Gold wert :-)

G imager761

Der Einzug eines Partners muss zwar vom Vermieter genehmigt werden, diese Genehmigung ist aber reine Formsache und darf nicht ohne gravierenden Grund verweigert werden. Der Vermieter kann aber darauf bestehen, dass es nur einen Hauptmieter gibt - der Vertrag also unverändert bleibt. Dass für die zusätzliche Person die Nebenkosten entsprechend erhöht werden, ist selbstverständlich. Lässt sich das Problem so nicht regeln, so hilft vielleicht der Gang zum Mieterverein.

Als Nicht-Jurist sind alle meine Angaben ohne Gewähr!

Dein Freund soll sich einfach mal bei der vermeiterin melden und ihr das nett erzählen. Erw ürde Dich gern mit in die Wohnung holen, alles finanziell geklärt, ob das in Ordnung wäre.. (nein, Du fragst nicht, ob das ein Problem wäre- formulier positiv)

Wird schon gehen.

Die Frage, ob der Lebensgefährte (der Mieter der Wohnung ist), seinen nichtehelichen Lebensgefährten ohne Erlaubnis des Vermieters in die Wohnung aufnehmen kann, wird nicht einheitlich beantwortet. Es wird danach zu unterscheiden sein, ob die Aufnahme zum normalen Mietgebrauch gehört oder nicht. Ob dies der Fall ist, richtet sich nach der Verkehrsanschauung und den jeweiligen Umständen des Einzelfalles. Jedenfalls bei jüngeren Mietern erscheint es praxisfern anzunehmen, dass sie die Wohnung auf Dauer allein gebrauchen werden bzw. gebrauchen wollen. Vielmehr ist es gerade normal, dass sich auch ein Lebens(abschnitts)gefährte in der Wohnung aufhalten wird. Auch die Wohnungsgröße, sowie die Absicht des Mieters eine Familie zu gründen, sind insoweit zu berücksichtigen. Will also der Lebenspartner in die Wohnung einziehen, ist es wichtig, dass dieses Interesse erst nach Abschluss des Mietvertrages entstanden sein darf.

Vor der Aufnahme eines Lebensgefährten in die Mietwohnung muss der Vermieter gefragt werden (BGH, Urteil vom 5.11.2003, VIII ZR 371/02). Dabei ist dem Vermieter der vollständige Name des Lebensgefährten zu nennen, damit er ggfs. wichtige Ablehnungsgründe, die in der Person des Lebensgefährten liegen, geltend machen kann (LG Berlin, 63 S 184/05, Urteil vom 5.10.2005, GE 2005, 1554). Anderenfalls wäre es eine unzulässige Untervermietung die u.a. eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde. Untervermietung wäre es nicht bei nahen Verwandten, Ehe, etc.

Ich würde an deiner Stelle deine Vermieterin fragen und ggf. einen entsprechenden Untermietantrag stellen.

warum einen Untermietvertrag? Er vermietet ja nicht extra ein Zimmer an seine freundin.

Ich frage das weil es mir nicht logisch erscheint, rein aus neugier.

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Der Zuzug eines Lebensgefährten muss vom Vermieter nicht genehmigt werden, es muss ihm lediglich mitgeteilt werden.

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@StupidGirl

Gilt nur bei eingetragenen Lebenspartnerschaft, nicht für eine Freundin, mit der man zusammen lebt.

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Den Zuzug einer Lebensgefährtin darf der Vermieter nicht ablehen. Er muss auch keine Zustimmung erteilen, sondern muss von dem Einzug lediglich informiert werden. Eine 2-Raumwohnung ist mit 2 Personen auch nicht überbelegt. Das wäre also kein Argument für den Vermieter, es sei denn du bringst noch 3 Kinder mit... :-))

Habt ihr denn überhaupt schon gefragt? Das klingt so, als habe die Vermieterin bereits gesagt, dass sie das nicht möchte. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Nein das wird der Vermieter nicht machen(Sie ablehnen) das einzige was er verlangen könnte wären etwas höhere Abschlagskosten für Wasser und heizung was aber nicht gravierend sein dürfte. Also keine Sorge

Er kann den Vermieter ja Informieren das seine Verlobte zu ihm zieht.

Ihr braucht gar nicht zu fragen, sondern nur Bescheid zu geben. Der Vermieter darf in die persönlichen Lebensumstände deines Freundes zu denen du ja gehörst nicht eingreifen. Dein Freund vermietet ja nicht an dich unter, sondern ihr bildet eine Lebensgemeinschaft.

Kleine Korrektur: Fragen müsst ihr, nur Nein sagen darf der Vermieter nicht ausser aus diesen Gründen:

persönliche Feindschaft des Dritten mit dem Vermieter oder anderen Mietern,

nicht vertragsgemäßer Gebrauch der zu überlassenden Sache,

Änderung des Vertragszwecks,

Wettbewerb des Dritten mit dem Vermieter oder anderen Mietern,

Überbelegung des untervermieteten Raums.

Ob was davon gegeben ist (ich gehe mal nicht davon aus (der letzte Punkt fällt aus deiner Beschreibung des Wohnraums weg)) musst du selbst beurteilen.

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Da irrst du gewaltig!

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@albatros

Hier im Haus wars so. Die wohnen dort immer noch zu zweit gegen den Willen des Vermieters (seit 2 Jahren). Er konnte nix machen. Auch mit Anwalt nicht. Und die sind nicht verheiratet. Eine uneheliche Lebenspartnerschaft ist als Berechtigung für den Einzug einer zweiten Person anerkannt. Es kann vielleicht Einzelentscheidungen vor Gericht geben,die dem Vermieter aus den im Kommentar gegebenen Gründen recht geben aber grundsätzlich ists so wie ich geschrieben habe. Auch laut MIeterbund. Ich habs halt damals mitbekommen als die das Theater hatten. Ausserdem schrebst du doch in deiner Antwort dasselbe - ich habs ja im Kommentar schon berichtigt.

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@albatros

@albatros: Und warum? Bitte nicht nur etwas behaupten, sondern auch begründen.

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Wenn zwei Personen im Haushalt wohnen sind die Nebenkosten ja auch höher, also könnte die Vermieterin Deinen Einzug verweigern. Jedoch sehe ich keinen Grund, wieso Sie das tun sollte.

Am Besten finde ich ein persönliches Gespräch zu führen.

Was denn nun - du siehst keinen Grund und trotzdem kann die Vermieterin das verwehren?

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Sie kann das nicht verweigern, solange er die Miete regelmässig zahlt.

Der Mietvertrag läuft zwischen ihrem Freund und dem Vermieter. Die Fragestellerin steht nicht mit drin. Dementsprechend hat der Vermieter natürlich jedes Recht, den Einzug zu verweigern. Sollte er das tun und sie zieht trotzdem ein droht eine Kündigung wegen Vertragsbruch.

Eine andere Frage ist, ob die Vermieter das verweigern würde. Ich sehe da keinen Grund für. Nur bescheid sagen - und zwar VOR dem Umzug, den Vermieter nicht vor vollendete Tatsachen stellen. DAS nämlich kommt immer sehr, sehr schlecht.

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@CountryBoy87

Nein das Recht das zu verweigern hat er nicht. Wenn beide eine Lebensgemeinschaft haben und sie zu ihm ziehen möchte kann der Vermieter sich da nicht einmischen. Das ist vom Gesetzgeber so vorgesehen. Das stellt keinen Vertragsbruch dar. Es sei denn er vermietet unter - das wäre was anderes.

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@sachlich123

Nach Paragraph 553, Absatz 1, des Bürgerlichen Gesetzbuches hat der Mieter Anspruch auf die Erteilung der Erlaubnis zur Aufnahme eines "Dritten" (als Dritter wird in dem Fall ein nicht ehelicher Partner bezeichnet), wenn er ein berechtigtes Interesse hat. Das ist bei der Begründung einer Lebensgemeinschaft oder Partnerschaft natürlich der Fall.

Vorher angesprochen wurde das Thema ja scheinbar schon.

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@CountryBoy87

@CountryBoy87: Falsch! Untervermietung ist vielleicht nicht erlaubt. Gäste aufzunehmen darf nicht verboten werden. Lebenspartner muss der Vermieter einziehen lassen und darf das nur unter ganz wenigen Umständen verhindern. Voraussetzung: Der neue Bewohner wird gemeldet wegen evt. höherer Betriebskosten und der neue Bewohner hält sich an die Hausordnung, benimmt sich also auch vertragsgemäß.

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@CountryBoy87

@CountryBoy87....warum schreiben Sie hier mit, wenn Sie offensichtlich keine Ahnung vom Mietrecht haben?!

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Die Vermieterin kann das ablehnen, denn sie allein entscheidet wer in ihren Räumlichkeiten wohnen darf. Aber wenn sie das erlaubt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie die Nebenkosten angleicht... ihr also mehr bezahlen müsst, denn zwei Personen haben ja mehr Verbrauch als nur eine!

Am besten geht ihr BEIDE zhu ihr hin und redet mit ihr und fragt sie dann auch direkt...

Nein ablehnen kann sie das nicht, denn wenn sie vermietet hat, hat sie eben das Recht dieses zu entscheiden nicht mehr. Und die Nebenkosten anzugleichen wäre ja auch sinnig - sonst droht am Ende des Jahres eine hohe Nachzahlung.

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Der Vermieter muss in der Regel sogar zustimmen den LP einziehen zu lassen. In den meisten Fällen geht es darum, ob der Mieter einen Teil des Wohnraums untervermieten darf. Hier sagt das Gesetz, dass der Mieter einen Anspruch auf die Erlaubnis des Vermieters hat, wenn nach Abschluss des Vertrages ein berechtigtes Interesse des Mieters entsteht. Auch für die Aufnahme von Geschwistern des Mieters ist ein solches Interesse notwendig, seine Eltern oder Kinder, LP(in). darf der Mieter hingegen in der Wohnung aufnehmen,

ohne den Vermieter zu fragen. Dabei ist kein dringendes Interesse erforderlich, es genügen vielmehr einleuchtende wirtschaftliche und persönliche Gründe.

Quelle: BGH RE WM 85, 7

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@Pannendienst....warum schreiben Sie hier mit, wenn Sie offensichtlich keine Ahnung vom Mietrecht haben?!

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Sollen wir jetzt blind hineinraten, wie die Vermieterin vielleicht reagieren könnte? Wieso sprecht ihr sie nicht einfach darauf an und bringt es in Erfahrung?

Er hat bereits gefragt , was wäre wenn jemand zu ihm ziehen würde. Erst sagte sie nur , es ging um die Nebenkosten. Dann aber schien es als wollte sie wenn.... jemand einzieht ...den jenigen kennenlernen! Ich befürchte dass sie uns ablehnt da ich kein festes Einkommen habe , wir jung sind (vielleicht Angst vor lautem Streit?) oder sie einfach kein Paar haben möchte ----> möglicher Familienzuwachs...= Wohnung zu klein (auch wenn wir keine Kinder wollen)

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@ApfelHase

Machen Sie sich nicht unnötig gedanken. Der Mietvertrag läuft ja auf ihren freund, und vermutlich wird er das auch weiter. Wenn er bisher seine Miete immer Pünktlich bezahlt hat und sonst nicht durch zB. Party die ganze nacht aufgefallen ist wird das gut gehen.

Nachwuchs usw. steht doch noch garnicht auf dem Plan.

Also machen sie sich vorab nicht verrückt , das geht schon gut. Und das der Vermieter sie vorab mal sehen möchte ist soweit normal er will ja wissen wer da bei ihm wohnt.

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