Darf die Universität studentische Forschung frei verkaufen?

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4 Antworten

Ich würde in diesem Fall einen Anwalt hinzuziehen. Wenn er die Rechte an die Uni abtritt ist das zwar ersteinmal legal, die Uni hat aber Druck auf ihn ausgeübt indem sie ihn nur zu den Prüfungen zulässt wenn er dies unterschreibt. 

Ich bin kein Experte auf dem Gebiet und kenne nicht alle Details, aber mein Eindruck der Sache ist der, dass die Uni sich hier rechtswidrig verhält. 

Aber warten wir mal die Antwort anderer User ab. Meiner Meinung nach sollte dein Kumpel sich aber zu einem Anwalt begeben. 

Lg und viel Glück!

wiedermalich 17.01.2017, 00:27

genau so wirkt es auf mich auch.

die können doch nicht "platt gesagt" behaupten, "nur wenn du uns all dein wissen und deine arbeit überlässt, lassen wir dich bestehen".

aber augenscheinlich ist das gang und gebe.

alle, die die uni abgeschlossen haben, haben davon berichtet, dass sie eine entsprechende erklärung unterschrieben haben, dass ihre arbeit der uni gehört und was die damit anfängt, allein sache der universität und des lehrstuhl ist.

aber im enteffekt kriegt der student ja für seine 2-3 wochen intensiver Recherche und forschung rein garnichts, außer dem zettel für sein abschluss, denn er eh verdient hätte und (aus meiner sicht) mit den studiengebühren bezahlt hat

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whabifan 17.01.2017, 00:32
@wiedermalich

Absolut! Ich weiss nicht wie die Sache in Deutschland läuft, da ich nicht in Deutschland studiere, wenn das aber Gang und Gebe ist, dann finde ich das wirklich eine Sauerei. 

Im Falle dass es wirklich üblich ist, dann gibt es bestimmt Studenten die in der Vergangenheit bereits geklagt haben. Sprich man könnte nachschauen wie die Richter in diesen Fällen entschieden haben. 

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Ja, das ist absolut üblich. Da sind Studenten ähnlich gestellt, wie Angestellte in einer Entwicklungsabteilung: die Resultate des Studenten/Angestellten sind Eigentum der Uni (Professor) bzw. der Firma.

Eine Ausnahme bilden nur Patente. Hier hat der Erfinder, z.B. der Student, das Recht, für die Verwendung des Patentes privat Lizenzgebühren zu kassieren.

Habe das selber erlebt. Mein Professor hatte einen ziemlich hoch dotierten Forschungsauftrag aus der Industrie erhalten und hat daraus direkt die Diplomarbeit für mich gemacht. Nun war ich aber so fleißig, dass ich praktisch 80% des Auftrages im Rahmen der Diplomarbeit gelöst hatte. Der Professor musste nur noch ein bischen Blabla drumrumformulieren und die Ergebnisse der Firma mitteilen, deren Problem durch meine Arbeit gelöst wurde.
Das Geld hat aber der Professor zu 100% selber kassiert, ich habe lediglich die Bestnote gekriegt.

Erst ab Dissertation ist man im akademischen Betrieb praktisch selber Autor und kann Geld damit verdienen.

Wer ist denn durchgefallen? Ansonsten ist es vollkommen normal, dass die Uni die Rechte an den studentischen Forschungen hat. Eine universitäre Forschung wäre sonst kaum möglich.

Ich weiß nur, dass wenn du deine Bachelor Arbeit in einem Betrieb machst, dieser Betrieb die Rechte an deiner Forschung hat.

wiedermalich 17.01.2017, 00:28

das ist richtig.

wobei man da ja anmerken muss, dass der betrieb ja in die entsprechende arbeit und forschung geld steckt. er investiert also, um dann ein mehrwert aus der arbeit zu kriegen.

in der uni zahlt der student ja erstmal, um zu studieren und auch zu arbeiten und anschließend kriegt er seine arbeit für ein feuchten händedruck abgenommen und die uni verkauft sie?

das kann in meinen augen nicht richtig sein

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privatfoerster 17.01.2017, 07:20
@wiedermalich

>dass der betrieb ja in die entsprechende arbeit und forschung geld
steckt. er investiert also, um dann ein mehrwert aus der arbeit zu
kriegen.

Gerade da geht das nicht so einfach:
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmererfindung

Wenn man es an der Uni unterschreibt, dann hat man es unterschrieben.

Desweiteren zahlt der Steuerzahler die Uni insbesondere und auch noch Bafög etc. Das wäre also sogar ein gegenteiliges Argument warum die Uni gerade entsprechende Arbeiten verwerten dürfte und warum dem Steuerzahler ein ganz kleines bischen zurück gegeben werden müsste.

Da gibt es wesentlich schlimmere Dinge besonders in der Justiz. Man arbeitet für Verbesserungen in Fällen in denen man behebbare Missstände erkannt hat nicht nur kostenlos, sondern bekommt für seine kostenlose Arbeit noch eine Rechnung und wenn man Pech hat auch noch eine Strafe mit einer Rechnung und den Spott und Hohn von Juristen, Juristenkindern und solchen Leuten, die sich der staatlichen Obrigkeit zurechnen.
Weil die (absichtliche) Schädigung von Bürgern in der Justiz gewollt ist und die Zahlungen dazu da sind um Juristen zu höheren elitären Übermenschenenschen zu "privilegieren".


Und man muss auch nicht glauben als einzelner, dass man sich dagegen wehren muss:
Über den Wissenschaftssumpf, Schwindel, Korruption und Quacksalberei in der Krypto- und Sicherheitsforschung und das Promovieren an der „Exzellenz-Universität“ Karlsruhe
http://blog.justizfreund.de/uber-den-wissenschaftssumpf-schwindel-korruption-und-quacksalberei-in-der-krypto-und-sicherheitsforschung-und-das-promovieren-an-der-%e2%80%9eexzellenz-universitat%e2%80%9c-karlsruhe

Er kann sich dem Spott und Hohn sicher sein, dass er seine Dr. Arbeit nicht geschafft hat, wenn es so kommen sollte.

In dem Fall wird man alleine praktizierend bleiben und viele derjenigen, die jetzt meckern wollen dann auch mit einer solchen Person, die etwas dagegen tatsächlich praktiziert und nicht nur labert nichts mehr zu tun haben. Das ganz besonders nicht, wenn man selbst ein Profiteur eines solchen Vorgehens geworden ist.

Die meisten werden sogar in einem solchen Fall wo es einen Nestbeschmutzer gibt liebend gerne unterschreiben und damit ihre Solitdarität und Einschleimerei gegenüber den Uni kundtun um gegenüber einem solchen Nestbeschmutzer eine besonders gute Note durch ihre Unterschrift zu erzielen, denn dieser Anteil der Note bedarf keinerlei Leistung, sondern mit der Unterschrift wird man gegenüber solchen Nestbeschmutzern "privilegiert".

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