Darf die Türkei etwas in Deutschland fordern, was sie selber im eigenen Land nicht einhält?

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12 Antworten

Fordern darf jeder alles, erfüllen muß man Forderungen aber nicht automatisch.

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Dürfen darf der Mensch und auch ein Staat bzw. jede sogenannte Vertretung von Menschen alles. Und mit den Folgen rechnen. 

Bezogen auf das Verhältnis Deutschland - Türkei brauchen wir uns nun wirklich nicht wundern, wie sich Erdogan aktuell verhält.

Bereits das Kabinett Adenauer II hat mit der Türkei ein Abwerbeabkommen 1961 abgeschlossen. Ich erinnere, dass damals kritische Stimmen darauf aufmerksam machten, dass wir Menschen aus anderer Kultur zu uns ins Land holen und keine Maschinen, also hier noch zusätzliche Regeln zu schaffen sind, eine Grundsatzdiskussion vonnötigen ist. 

Sowohl die C-Parteien als auch die FDP gingen gegen die damaligen kritischen Stimmen massiv vor. 

Als dann Helmut Kohl im Rahmen der Wiedervereinigung die sogenannten Russlanddeutschen per Kopfgeld heim ins Reich lockte wurde diesen tatsächlich offiziell Deutschunterricht angeboten. Allen Gastarbeitern war sowohl das Recht auf Deutschunterricht und ihren Kindern in den Schulen jegliche Förderung diesbezüglich verweigert worden. 

Ab diesem Zeitpunkt kamen immer mehr kritische Stimmen der Nachfahren ins Land geholter Gastarbeiter auf. Nach meiner Wahrnehmung zu recht. Denn wieso bitte steht Deutschen Deutschunterricht zu, für die Wirtschaft ins Land geholten Ausländern wird aber jegliche Förderung versagt?

Hinzu kam die schlichte Tatsache, dass sogenannten Russlanddeutschen der deutsche Personalausweis geschenkt wurde, während Gastarbeiter und ihre Nachfahren manche strenge Überprüfung über sich ergehen lassen mussten - selbst wenn sie nie in ihrem Leben auch nur einen Zeh auf türkischem Boden gehabt hatten, nur Deutsch konnten - bzw. können - und so fort. 

Ab diesem Zeitpunkt beobachte ich eine Spaltung bei den unterschiedlichen Gruppen der Gastarbeiter. Die Türken sind hier wohl in einer beträchtlichen Zahl vorhanden. Und fallen von daher eben auch manchen Medien auf. 

Dann erdreistete sich Merkel noch relativ zu Beginn ihrer ersten Kanzlerschaft, eine Volksverhetzung vor allen Dingen gegen Türken öffentlich zu beginnen. In diesem Zusammenhang ruderte sie erst zurück, als ihr Verfassungsrechtler mit Klage drohten. 

So. Bis hierhin wurden schon zahlreiche politische Fehler begangen. 

Aber Merkel, Honneckers und Kohls Mädchen, setzte noch reichlich drauf:

Sie ließ den Verkauf von zahlreichen Waffen an die Türkei zu, sie verantwortet Milliardenzahlungen an die Türkei, sie hat manche diplomatische Harschheit der Türkei in der Vergangenheit zugelassen und verteidigt. Auch innerhalb der EU. Wofür sie manche europäische Kritik einsteckte. 

Weiter kommt die Tatsache hinzu, dass die Türkei geradezu um EU-Beitritt bettelte und auf das übelste Antworten einsteckte. Auch hier taten sich die C- und F-Parteien in D und Europa besonders hervor. 

Weiter kommt hinzu, dass politische Auftritte vor allen Dingen türkischer Politiker in der Vergangenheit von deutscher Politik immer wieder verteidigt wurden. Und nein: Es waren eben nicht mehrheitlich die Grünen oder die SPD, welche hirnfreie Sülze diesbezüglich in die Weltöffentlichkeit setzten. 

So. Hinzu kommt natürlich noch der Wunsch des damaligen Bundesinnenministers, aus dem Islam eine Orgsanisation vergleichbar mit jener der ev. und kath. Kirche machen zu wollen. Schäuble hieß der Knabe damals. Und seine Nachfolger haben da fleißig weiter dran gestrickt. 

Mittlerweile ist also die türkischstämmige Gemeinschaft in unserem Staat gespalten. Und die islamische. 

Es werden immer mehr Stimmen aus diesen letztgenannten Reihen unüberhörbar laut, welche fragen, wieso es türkischen Politikern erlaubt wird hier Wahlkampf zu veranstalten - und wieso in unserem Land Muslime inklusive Imamen geduldet werden mit terroristischen Absichten. 

Im letzten Absatz sehe ich den Grund für die Absagen einiger Gemeinden bzw. Städte an türkische Politiker. 

Aber, um auf den Anfang zurück zu kommen:

Das Thema hätten wir von Anfang an vermeiden können. 

Ich habe jetzt sehr kurz zusammen gefasst. Als älteste Quelle dient das Spiegel-Archiv. Aber auch in allen anderen politischen Zeitungen und Magazinen wirst Du diesbezüglich fündig. Ebenso bei dradio, auf Phoenix, auf youtube dann wenn Du einen freien Proxy eingerichtet hast. 

Denn grundsätzlich waren wir diesbezüglich sicherlich auch schon ab Mai 1949 so frei dass wir selbstbestimmt agieren konnten. Auf jeden Fall habe ich in ausführlicher Recherche keine gegenteilige Information oder ein gegenteiliges Dokument finden können. Und ich habe danach gesucht. 

Wir haben also zu mancher abstrusen Vorstellung eingeladen und daraus resultierender seltsamen Forderung. Das sollten wir niemals ausblenden. Denn wohin die staatspolitische Selbstlüge führt zeigt und eigene Geschichte. Sie endete im Mai 1945. 

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Kommentar von Tsy96x
24.03.2017, 18:23

Russlanddeutsche??? Bitte was? Und dass die Türkei nicht in die EU aufgenommen wurde hatte gute Gründe und dass diese Entscheidung richtig war zeigt sich ja grade absolut.

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Kommentar von Konny001
25.03.2017, 00:52

Kein anderes Land hat ein Recht solche Forderungen an Deutschland, oder ein anderes Land, oder an irgendeinen Staatenverbund (EU) zu stellen.  Ob die bisherige Politik der SPD/CDU/CSU/Grüne Deutschlands dies reflektiert ist unwichtig.   Die Antwort auf die ursprünglich gestellte Frage ist #Nein, sie haben kein Recht dazu.

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Die Frage ist nicht so sehr was Erdogan fordern darf, sondern was wir zulassen.

Unser Maßstab des demokratischen Verständnisses darf nicht die aktuelle Lage in der Türkei sein. Wir sind eine Demokratie und wenn wir diese Demokratie achten und erhalten wollen, dann müssen wir auch unsere Grundsätze weiterhin pflegen.

Dazu zählt auch, dass man die Versammlungsfreiheit aufrecht erhält.

Ich finde auch man sollte in Deutschland die Minister aus der Türkei sprechen lassen, denn in Deutschland gibt es das Recht und die Möglichkeit Gegenprotest zu organisieren, ohne dass die Demonstranten später Repressalien befürchten müssen.

Die in Deutschland lebenden Türken erreicht die AKP auch über türkische Medien in den meisten türkischen Haushalten in Deutschland ohnehin dudeln, nur da gibt es schwindende Reflexion und Gegenrede.

 

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Fordern kann er alles Mögliche, armselig isses allerdings, dass die Bundesregierung den türkischen Staatsvertretern hier eine politische Bühne zur Verfügung stellt. Damit macht sie sich zum Erfüllungsgehilfen Erdogans. Wer ein Rückgrat besitzt, handelt gewiß nicht wie eine Merkel und sonstige Minister es tun.


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Kein tuerkischer Minister kann und darf in der BRD sein  diktatorisches Gift verspritzen.Deutschland hat genug von diesen Moechtegerne Kaisern und Kalifen etc.Wir duerfen in der Tuerkei, die ich kennen und lieben gelernt hatte,ist leider jetzt vorbei,auch nicht unsere Schnauze aufmachen.  Beispiel der auf Erdogans Befehl hin, verhaftete deutsche Journalist.

Tareq A.

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Nein.

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Natürlich. Fordern darf man viel. Ob man es bekommt ist die Frage.

Und selbst dann kann es passieren, dass es durchkommt, denn nur weil in der Türkei beispielsweise keine Pressefreiheit herrscht kann man diese nicht einfach in Deutschland aussetzen, nur um Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Also: Ja. Auch wenn es einem vielleicht manchmal gegen den Strich geht.

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Nein,  darf sie nicht.  Punkt.  Aus. Wir dürfen das bei denen ja auch nicht!   Ende der Debatte. 

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Fordern kann man so viel wie man möchtet. Aber ob es etwas bringt, ist eine andere Frage.

Mit freundlichen Grüßen

PInguinPingi007

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Fordern darf man alles... nur umsetzen ist so ne Sache für sich.

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Du weißt ja nicht ob die Türkei es deutschen Politikern erlauben würde, selbst wenn warum sollten deutsche Politiker in der Türkei Wahlkampf machen?

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Kommentar von ohwehohach
06.03.2017, 16:38

Wie kommst Du jetzt auf Wahlkampf?

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fordern kann man viel

 nicht in Urlaub hinfahren ...

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