Darf die private Nutzung eines Firmenwagen bei Anwendung der 1%-Regel verboten werden?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ob ein solcher Vertrag überhaupt zulässig wäre oder nicht, müsste ggfs. ein Gericht entscheiden. In jedem Fall würde ich dringend raten, selbigen einem Arbeitsrechtler und ggfs. bezüglich der steuerlichen Fragen einem FA für Steuerrecht vorzulegen. Die explizite Haftungsübernahme für Schäden bei Privatfahrten ist allerdings durchaus üblich.

Allerdings ist in jedem Fall bei einem Verbot der privaten Nutzung die Berechnung des geldwerten Vorteils nach der 1%.Methode hinfällig. So nämlich hat es der BFH entschieden (BFH-Urteile vom 8.8.2013 VI R 71/12, BFH/NV 2014 S. 153 und vom 14.11.2013 VI R 25/13). Anrechenbar wären dann auf Seiten des AN alleine 0,003% je km Wegstrecke zum Arbeitsplatz.

Siehe dazu u.a. https://vierhaus-lkm.de/dienstwagen-kein-geldwerter-vorteil-bei-verbot-der-privatnutzung/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Über die Gültigkeit kann ich nichts sagen, aber was macht die 1% Regelung dann für Sinn?
Denn die ist doch gerade für die private Nutzung.

So zahlt der AN ja nur drauf..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ener76
14.12.2015, 21:46

Sehe ich genauso. Was aber besonders paradox ist: der AG teilte dem AN mit, dass der Wagen ja durch die Nutzung an Wert verliert. Ich habe dann nachgefragt: der Wagen hat Erstzulassung 01.12.2003. Bedeutet, dass er nach 2001 angeschafft wurde. Dementsprechend ist buchhalterisch nun zweimal abgeschrieben. (á 6 Jahre) :-D :-D :-D Ist schon lustig, mit was für Argumenten manche Leute kommen... 

0
Kommentar von faiblesse
15.12.2015, 05:20

So ein alter Wagen ist doppelt Mist.
Da ja immer noch der Neuwert versteuert werden muss.

Den Wertverlust bekommt der Chef ja durch die Afa wieder rein.
Er sollte mal über Leasing nachdenken.

Also höchst seltsam alles.

Wenn der AN für alle kosten quasi aufkommen soll, kann er sich auch gleich selber ein Auto kaufen.

0

Eine solche Vereinbarung ist unzulässig.

Die 1%-Regel steht ja für eine private Mitbenutzung des Firmen-Pkw.

Man würde einen geldwerten Vorteil versteuern müssen, ohne dass dem eine Nutzung gegenüber stehen würde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?