Darf die Mieterin das?

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10 Antworten

Die Mieterin darf das. Sie hat sicher die Erlaubnis, die Wohnung ganz oder in Teilen unter zu vermieten. Ob es dafür eine zeitliche Begrenzung gibt oder ob sie nur so lange untervermieten darf, wie sie selbst drin wohnt, ist allein eine Sache des Vertrags zwischen ihr als Hauptmieterin und dem Vermieter.

Zu welchen Preisen sie nun die Zimmer untervermietet, bleibt ihr völlig allein überlassen, solange sich die Preise im üblichen Rahmen bewegen und nicht die Kriterien für Mietwucher erfüllen. Wenn sie dabei dann auch noch Gewinn macht, sei ihr das gegönnt. Es ist ihr eigenes Geschick, was sie aus der von ihr gemieteten Wohnung wirtschaftlich macht.

Das ist kein Betrug und Du musst das akzeptieren. Du kannst es auch als ungerecht empfinden und trotzdem ist es erlaubt. Überleg doch mal, wieviele Ungerechtigkeiten es in unserer Gesellschaft gibt, die nicht nur nicht verboten, sondern sogar staatlich per Gesetz angeordnet sind.

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Das finde ich ungerecht und theoretisch darf sie doch als Mieterin
nicht, den Preis der Wohnung/Kaltmiete ohne richtigen Grund (z.B.
Sanierungskosten) erhöhen oder?

Wieso erhöht? Hast du früher in der gleichen Wohnung weniger gezahlt.

Bei Neuvermietung an dich liegt doch keine Erhöhung vor. Vertragsfreiheit.

Kann ich das Anzeigen wegen Betrug?

Hier liegt kein Betrug vor.

Muss ich das so akzeptieren, weil der Vertrag so unterschrieben ist?

Ja.

Wenn ich zwei identische Wohnungen vermiete muss ich auch nicht für beide den gleichen Preis verlangen.

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Genau andersrum. Betriebskosten / Nebenkosten müssen entsprechend umverteilt werden ( qm / sonstige Verteilungsschlüssel ), wenn nicht pauschalisiert. - Grundpreise entsprechend der "Freien Marktwirtschaft" (Angebot und Nachfrage) - Genauso ist es in einem "normalen Wohnhaus" normal, dass die Mieter für exakt den selben Wohnraum unterschiedliche Grundmieten bezahlen. Da kann der "unter einem" in "der selben Wohnung" im Prinzip auch 200 300 oder 400 Euro mehr oder weniger zahlen als du selbst.. Natürlich hast du auch das Recht dir eine andere Bleibe zu suchen.

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:17

Darf sie das als Mieterin? Normalerweise legt der Vermieter die Preise fest... Und bei gleicher Zimmergröße zahle ich als einzige 30 Euro mehr...

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Selbst bei baugleichen Wohnungen darf ich als Vermieter unterschiedliche Mieten nehmen.

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Es gibt im Mietrecht keinen Gleichbehandlungsgrundsatz. Insofern hast du keinen Anspruch darauf, die gleiche Miete zahlen zu dürfen/müssen, wie deine Mitbewohnerin.

Das finde ich ungerecht

So etwas nennt man Vertragsfreiheit. Möglicherweise hat deine Mitbewohnerin einfach nur ein besseres Verhandlungsgeschick.

und theoretisch darf sie doch als Mieterin nicht, den Preis der Wohnung/Kaltmiete ohne richtigen Grund (z.B. Sanierungskosten) erhöhen oder?

Wo ist da eine Mieterhöhung? Wurde deine Miete in der Zwischenzeit angehoben? Wenn nicht, ist das keine Mieterhöhung.

Kann ich das Anzeigen wegen Betrug?

Ernsthaft jetzt? Selbstverständlich nicht.

Muss ich das so akzeptieren, weil der Vertrag so unterschrieben ist?

So ist es.

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Hallo Kruselmonster, 

die Frage kann man hier nicht so einfach beantworten. Fakt ist aber das die Verträge voneinander unabhängig gemacht wurden, also darf der Vermieter bei dir auch völlig andere Konditionen anbieten als bei anderen, auch wenn es ungerecht ist. Es kann Gründe geben die das zulassen und auch plausiebel sind. 

In manchen Bundesländern ist die Mietpreisbremse aktiv geworden. Wenn es diese bei dir gibt und du nach deiner Mitbewohnerin eingezogen bist, hast du gute Chancen damit durchzukommen. Dies würde aber einen Streit, vermutlich auch vor Gericht zufolge haben, den du auch verlieren könntest. 

Ich könnte mir auch vorstellen das dies nicht AGG  Konform ist. 
Ich würde mich an deiner Stelle mal mit einem Anwalt beraten. 

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:28

Danke :( Ich will hier auch ausziehen... Das ist mir hier ständig zu stressig, weil jedes Mal was anderes ans Licht kommt..

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Kommentar von bwhoch2
04.11.2016, 10:22

Falsch! Die Frage kann man sehr einfach beantworten. Ja, die Vermieterin darf das, auch wenn sie selbst nur Hauptmieterin der Wohnung ist.

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Kommentar von DarthMario72
04.11.2016, 10:40

Es kann Gründe geben die das zulassen und auch plausiebel sind.

Diesen plausiblen Grund nennt man Vertragsfreiheit! Insofern ist die Frage sehr einfach zu beantworten.

Ich könnte mir auch vorstellen das dies nicht AGG  Konform ist.

Was soll das damit zu tun haben?

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Schon mal den Begriff Vertragsfreiheit gehört?

Du hast mit deiner Vermieterin einen Mietpreis ausgehandelt, Punkt.

Das die andere Mieterin weniger zahlst geht dich schlicht nichts an.

Es gibt kein Gesetz oder eine Vorschrift wonach Vermieter alle Mieter gleich behandeln müssen.

und theoretisch darf sie doch als Mieterin nicht, den Preis der
Wohnung/Kaltmiete ohne richtigen Grund (z.B. Sanierungskosten) erhöhen oder?

Für dich ist sie die Vermieterin, das sie selbst Mieter ist tut nichts zur Sache.

Wo hat sie denn die Miete erhöht?

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Kommentar von DasRentier
04.11.2016, 10:01

Rechtlich magst du Recht haben, nur sollte auch ein Vermieter sich überlegen, ob er sich auf lange Sicht einen Gefallen damit tut. Denn die Wahrheit kommt so oder so immer irgendwann ans Tageslicht ...

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Gestern habe ich herausgefunden, dass ich der Hauptmieterin 30 Euro mehr bezahle als meine Mitbewohnerin, die auch Untermieterin ist.

 

Das mag zwar unfair sein, ist rechtlich aber in Ordnung. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, so dass man hier einen Preis frei verhandeln kann (solange es kein Wucher ist).

Es gibt keinerlei rechtlichen Grundlagen, die besagen, dass Du genauso viel Miete zahlen musst, wie der Mitbewohner.

Das finde ich ungerecht und theoretisch darf sie doch als Mieterin nicht, den Preis der Wohnung/Kaltmiete ohne richtigen Grund (z.B. Sanierungskosten) erhöhen oder?

 

Sie hat ja aber nicht im laufenden Mietverhältnis erhöht, sondern der Preis wurde bei Einzug verhandelt, oder? Das ist völlig in Ordnung.

Theoretisch kann der Vermieter das Zimmer der Mitbewohnerin auch kostenlos zur Verfügung stellen und Du zahlst trotzdem 220 €.

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Die erste Frage, welche sich mir stellt ist:

"Sind eure Zimmer gleich gross, oder deines etwas grösser?" 

Wenn deines grösser ist, finde ich die anteilmässig höhere Miete als absolut gerechtfertigt. Nicht die feine Art war es, dich nicht darauf hinzuweisen als du den Vertrag eingegangen bist.

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:11

Nein unsere Zimmer sind gleich groß

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:13

Die Frau hat uns schon ein Mal angelogen und ich kann ihr leider sehr gut sowas zutrauen.

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Ich bezweifle das man das anfechten kann. Der Vermieter hat ja einen gewissen Spielraum, in welcher Größenordnung er die Miete ansetzt. 30€ werden da mit Sicherheit keine gesetzliche Regelung übersteigen.

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:19

Nicht der Vermieter, sondern die Hauptmieterin in der WG, in der ich lebe Sie ist schon ausgezogen, aber die Kündigung ist noch nicht durch...

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 09:26

Danke sehr! Was meinst du mit Kriterien? Die Hauptmieterin macht in der Wohnung gar nichts... Sie ist weder hier, noch kümmert sie sich in irgendeiner Hinsicht um die Wohnung etc.

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Kommentar von KruMelMoNsterx3
04.11.2016, 10:05

Und an wen wende ih mich, wenn ich Probleme in/mit der Wohnung habe? zb sind unsere Fenster alle undicht

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