Darf die GEMA Geld von mir Geld verlangen weil mein Künstlername derselbe ist, wie der eines Mitglieds?

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1 Antwort

Die Zahlungspflicht beruht nicht auf dem Namen des auftretenden Künstlers, sondern einzig und allein auf dem Repertoire. Allerdings ist es tatsächlich so, dass das Repertoire eines Urhebers, welcher einen Verwertungsvertrag für Liveaufführungen abgeschlossen hat, dann grundsätzlich von der GEMA lizensiert wird.

Nun ist der Fall eingetreten, dass die GEMA Dich für "Matze Müller" hält, der GEMA-Mitglied ist. Daher muss - in den Augen der Verwertungsgesellschaft - "Dein" Repertoire vom Veranstalter auch über die GEMA lizensiert werden. Um das zu vermeiden, muss im Musikfolgebogen mehr stehen als Dein Künstlername, nämlich auch die anderen Personaldaten einschließlich des bürgerlichen Namens. Nur dadurch unterscheidest Du Dich ja von "Matze Müller".

Es ist kein Formfehler der GEMA, wenn Du Dich - auch ohne das eigentlich zu wollen - als "Matze Müller, GEMA-Mitglied" kennzeichnest. Die GEMA-Mitarbeiter können auch nicht im Kaffeesatz lesen, wer Du wirklich bist, schätze ich. Letztendlich geht es auch nicht um die "Herausgabe von Daten", sondern um die Aufklärung der Identität. Wenn Du aus Versehen die Rechnungen von der Fleischerei gegenüber erhältst, würdest Du dem Lieferanten das auch richtig erklären :-)

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Kommentar von dude420
14.01.2016, 13:01

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie schaut es jedoch aus, wenn die GEMA im Falle eines belgten Beweises meinerseits (Ich bin nicht der, den sie suchen) vor Gericht weiter behauptet ich sei GEMA-Mitglied?

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