Darf die Gegn. Versicherung auf eine billigere Werkstatt und Autovermieter nach Unfall bestehen?

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8 Antworten

NEIN! Der gewählte Versicherungstarif gibt stets dem Versicherungsnehmer gegen Preisnachlaß den Vorteil aus. Ist der Versicherungsnehmer aber Unfallgegner, so hat der Geschädigte selbstverständlich Anspruch auf vollen Schadensersatz und muß sich hier auch nicht auf fernabgelegene Werkstätten verweisen lassen; streng genommen gehört der Ersatz der Aufwendungen für Fahrtwege, ggf. Einkommensausfall usw. auch noch dem Unfallverursacher bzw. seiner Versicherung. GUTE DOKUMENTATION, ein wenig RECHTSKENNTNIS (Schuldrecht undd Versicherungsvertrags- bzw. -leistungsrecht) und schlußendlich Entschlußkraft und Stehvermögen... Oder aber: man klappt die Ohren eben ein und läßt sich alles gefallen, was der derbdreiste "Markt" heute alles so zu bieten hat.... Die abendfüllenden Dokus, wie sie auch heißen mögen und auch inzwischen allein von der Quote leben und Problemlösung emotionsfrei ausgelassen wird, Krimis life in unserer Gesellschaft. Was will amn mehr??? Und was könnte mn auch erwarten von hohen Amtsträgern (Minister genannt), die nicht einmal über eine mindeste Grundehrlichkeit verfügen, sondern dummdreist ihre arrogant vorgetragenen hohen Bildungsabschlüsse nur geklaut resp. betrügerisch erschlichen haben... was kann man da noch erwarten?

Kurzum: Laß dich nicht verweisen, sonder mache der Vesicherung des Unfallgegners deutlich, daß Du erforderlichenfalls auch gründlich ausrechnen würdest und deinen Schadensersatzanspruch dann auch zu sämtlichen Nebenkosten (Aufwendungen) noch anmelden müßtest. Das sollte genügen!

Die Rep-Kosten sind nicht verhandelbar, da diese von einem unabhängigen Gutachter erstellt wurden. In dem Gutachten steht auch, für wieviel Tage und in welcher Höhe dir ein Ersatzwagen zusteht . Meines Wissens nach, wird nur ein Fahrzeug einer Klasse niedriger bezahlt. Am einfachsten wäre es gewesen, du hättest eine Schadenabtrittserklärung gemacht.

unitiger 23.01.2013, 01:21

Danke für dein Bemühen. Den Mietwagen akzeptiert die Versicherung ohne wenn und aber,jedoch ist ihr Problem die Höhe des Betrages und die argumentieren mit Preisen von Mietwagen-Unternehmen (Europcar) . angeblich hätte man da die hälfte zahlen müssen.

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Redet dein Anwalt nicht mit dir ;-) Das mit der preiswerteren Werkstatt hört man ja öfter, deshalb soll man ja sein Auto nicht reparieren lassen (Fahrschule), bevor das ok kommt (meistens Gutachter der Gegenseite!). Ob das Auto wirklich nicht mehr fahrtüchtig war, wird wohl jetzt ein Punkt des Streifalles werden. Zumindest hätte man das Auto ja abschleppen können, aber dies bezieht auch den Punkt des Mietwagens mit ein. Kann man der betroffenen Person erstmal zumuten, das günstigste Angebot herauszufiltern, wenn der Wagen dringend benötigt wird? Bei Streifällen mit Anwälten wird IMMER ein großes Fass aufgemacht, beide Seiten fordern unrealistische Dinge, von denen sie genau wissen, daß es nicht geht. Zum Schluss sieht es dann so aus: von 5 Punkten, gehen 2 durch und das sind meistens genau die Punkte, die einzig und allein gerechtfertigt waren, ABER: Die Anwälte haben verdient und der Kunde hat ein gutes Gefühl, es wurden ja "Punkte abgeschmettert"... Also siehe erstmal den fall gelassen entgegen.

unitiger 23.01.2013, 01:16

Wie gesagt,erst kurz vor dem Gerichtstermin werde ich mit meinem Anwalt sprechen.. die Mietwagenkosten berufen sich auf knapp 300€ der Rest sind reine Arbeits- und Reperaturkosten,welches die Versicherung aber nicht realistisch findet. Aber meiner Meinung nach kann man die Kosten eines Autohauses nicht als unrealistisch abstempeln,denn die sind die Fachmänner was diese Marke angeht und machen ihre Arbeit perfekt.

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DerFanta 23.01.2013, 19:35
@unitiger

denn die sind die Fachmänner was diese Marke angeht und machen ihre Arbeit perfekt.

Das mag sein, sagt aber nichts darüber aus, ob deren Stundensätze ortsüblich sind oder zu Deinem (!) bisherigen Wartungs- und Reparaturverhalten passen: Wenn Du bisher bei der günstigen kleinen Fachwerkstatt am Ort warst, ist die Inanspruchnahme eines Markenautohauses unverhältnismäßig und damit eine Zuwiderhandlung gegen Deine Schadenminderungspflicht.

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Generell ists ja überall so das nach den günstigsten konditionen geguckt werden soll. Wenn du also statt ei leihwagen für 40 gleich für 100euro genommen hast, ists natürlich unverhältnismässig hoch und da wehrt die versicherung sich zurrecht. Du willst ja was von denen. Wenn du aber nix davon wusstest und du munter ausgewählt hast, ohne auflagen der versicherung, sehe ich gute karten für dich. Wenns aber auflagen gab, ists schlecht. Viel glück

unitiger 23.01.2013, 01:03

Danke für deine Antwort.. Ne,habe mich damals direkt beim Anwalt erkundigt,der meinte ich soll mir ein Mietwagen beim naheliegendsten Opel Autohaus mieten.

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unitiger 23.01.2013, 01:10

und ist ja nicht so,dass ich anstatt einen schlicht gleichen Wagentyp einen Luxuswagen angemietet habe.. oder ein Wagen anderer Marke. Dass ich das gleiche Modell angemietet habe klärt denke ich alles..

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megaruelps 23.01.2013, 01:16
@unitiger

Dann denke ich mal das die versicherung zahlen muss. Mach dich da ma nich kirre ;-)

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unitiger 23.01.2013, 01:18
@megaruelps

Danke für deine Antworten.. und wenn nicht,dann habe ich halt keine 800€ mehr in der Tasche..auch wenn ich unrecht habe,werde ich nichts zahlen müssen..

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Wieso stellst du so eine Frage hier und besprichst das nicht mit deinem Anwalt? Der wird dir am Besten sagen können, wie deine Chancen stehen.

unitiger 23.01.2013, 01:04

Ja hast recht,aber mache erst kurz vor dem Gerichtstermin mit dem Anwalt aus,damit er mich aufklärt und wir die Vorgehensweise besprechen können..

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nine91126 23.01.2013, 01:28
@unitiger

Achso ok, dachte der Termin mit dem Anwalt wäre die nächsten Tage. Jetzt kann ich auch verstehen, weshalb du die Frage hier stellst und hoffe du bekommst hilfreiche Informationen oder Anhaltspunkte :)

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Also die einschlägige Rechtsprechung verlangt grundsätzlich einen möglichst günstigen Mietwagen. Mietwägen von Werkstätten sind da oft zu teuer und man legt drauf.

Auf der anderen Seite darf so ein neuwertiger Wagen problemlos in einer Markenwerkstätte repariert werden, der Verweis auf eine günstigere Werkstatt ist schlicht und ergreifend unzulässig und wird vor Gericht wohl auch keinen Bestand haben.

unitiger 23.01.2013, 01:06

Das Hoffe ich sehr,denn die Verischerung hat mir schlicht 3600€ statt den vorgesehenen 4400€ ausgezahlt.. Das Mit dem Mietwagen kann man als Leihe doch nicht wissen,und wenn der Anwalt dich auch zum Autohaus verweist fackelt man nicht lange und tut das..

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fs112 23.01.2013, 01:20
@unitiger

jo, dein Anwalt scheint jetzt nicht der Burner zu sein.

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unitiger 23.01.2013, 01:23
@fs112

Wenn die Versicherung die Mietwagenkosten nicht übernimmt ist das kein Problem,das klärt der Anwalt,die sind eng miteinander verbunden,ist ja auch sein Fehler.

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Das wesentlichste zu der Sache sollte Deine Anwalt wissen und auch durchsetzen können. Grundsätzlich ist es aber auch, dass Du als Geschädigter hier kein Wunschkonzert ausführen darfst, sondern dazu verpflichtet bist, die Kosten möglichst Gering zu halten.

Im Versicherungsrecht nennt sich das "Schademsminderungspflicht"

Hast Du nun tatsächlich die teuerste Variante gewählt, kann die Versicherung natürlich hingehen und den am Markt günstigsten Tarif recherchieren und eben genau auch diesen erstatten.

du hättest vorher mit der versicherung verhandeln müssen,das einverständnis einholen müssen.

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