Darf die deutsche Kirche als Körperschaft öfftenlichen Rechts bei Austritt aus der Körperschaft Exkommunikation aussprechen?

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10 Antworten

Die katholische Kirche wertet den Austritt aus der Körperschaft als Abkehr vom katholischen Glauben und schließt Dich von den Sakramenten aus, sprich, Du wirst exkommuniziert. Da das eine rein kirchenrechtliche Angelegenheit ist, darf das die Kirche auch völlig alleine entscheiden, wenn Du "bereust" und wieder eintrittst, fällt auch der Grund für die Kirchenstrafe weg und Du kannst die Exkommunikation aufheben lassen. Kirchenrechtlich stellt die Exkommunikation übrigens keinen Ausschluss aus der Kirche, sondern lediglich einen Ausschluss vom Empfang der Sakramente dar. Rein kirchenrechtliche ist man, einmal getauft, immer Glied des Leibes Christi und somit Teil der Kirche.

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Es gibt nicht die "deutsche" Kirche. Es gibt die evangelische Kirche in Deutschland mir ihren ca. 20 Mitgliedskirchen, die katholische Kirche als teil der weltweiten rkk, diverse Freikirchen, freischwebende Gemeinden, kirchenähnliche Gemeinschaften und Sekten.

Körperschaft des öffentlichen Rechts sind neben der rkk und der EKD auch einige Freikirchen (BfeG, BefG etc.). Und natürlich kann eine Kirche entscheiden, wenn  sie in ihren Gottesdiensten haben will oder nicht. Somit wäre eine Exkommunikation juristisch nicht zu beanstanden.

Ob die Kirche das auch in Gottes Augen tun darf, hängt dann wohl von Umständen ab, die du nicht erwähnt hast, also vom Einzelfall.

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Trete aus und trete einer Freievangelischen Kirche bei. Der Kirche bei der eine persönliche Erfahrung mit Gott wichtiger ist als Menschliche Traditionen. 

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Es ist allein Entscheidungsrecht der Religionsgemeinschaft, wen sie exkommuniziert oder nicht, das hängt nicht von der Eigenschaft "Körperschaft" ab. Wenn Du wegen irgendeines schwerwiegenden Vergehens exkommuniziert wirst, kannst Du rein rechtlich gesehen immer noch Kirchenmitglied sein (Abzug Kirchensteuer vom Lohn). Aber soviel ich weiß, gilt jeder, der rechtlich (Standesamt) den Kirchenaustritt erklärt, damit automatisch als exkommuniziert. Hängt eben bei den Kirchen alles am lieben Geld...

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Die Exkommunikation zieht man sich durch den Kirchenaustritt automatisch zu. Sie wird nicht extra ausgesprochen. Mit dem Kirchenaustritt erklärst du, dass du mit der katholischen Kirche nichts mehr zu tun haben willst. Daher hast du dich dadurch selber ausgeschlossen.

Es gibt, so weit ich weiß, nur in der Schweiz eine Sonderregelung, bei der man zwar aus der Körperschaft austreten kann, aber ansonsten noch Kirchenmitglied ist.

Den Austritt aus der Körperschaft in der Schweiz vollziehen viele Katholiken, die mit ihrer Kirchensteuer nicht die modernistischen Gemeinden unterstützen möchten, sondern stattdessen freiwillige Spenden an Priesterbruderschaften machen, welche den tridentinischen Ritus zelebrieren.

Da diese Priesterbruderschaften nicht immer etwas oder nur wenig von den Kirchensteuern abbekommen, sind sie auf diese freiwilligen Spenden angewiesen.

In Deutschland ist diese Unterscheidung zwischen Körperschaft und katholischer Weltkirche leider nicht möglich.

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Mit dem Austritt aus der RKK hast du dich quasi selbst exkommuniziert und der Akt der Kirche ist ein reiner Formalakt. Du bist damit von den Sakramenten ausgeschlossen, aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das tut nicht weh.

Wenn dir wirklich nach einer Kommunion gelüstet, dann fahre einfach in eine entferntere Gemeinde, wo dich keiner kennt. Das geht ohne Probleme (siehe weiter oben).

Das schlimme Verbrechen an einem Austritt ist ja nicht, dass du gehst, sondern dass zu keine Kirchensteuer mehr an die 'Richtigen' zahlst. Beim Geld hört aber in der RKK der Spass auf.

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Darf sie ja. Dazu gibt es bereits höchstrichterliche Entscheidungen.

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laut kirchenrecht im katholizismus, JA

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Die "Weltkirche" (Offb.12,9) darf vieles...

Unser ewige Gott (Jes.45,22) wird diese "Einrichtung" in Bälde "auflösen", indem ihr "Chef" ins Gefängnis kommt (Offb.20,2).

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