Darf die Annahme von Pfandflaschen wegen eines technischen Problems verweigert werden?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du liegst mit deiner Auffassung und auch deiner Erklärung vollkommen richtig, zumindest wenn es sich um EINWEG(!)pfandflaschen handelt. Denn bei dieser sind sie zur Rücknahme verpflichtet wenn sie eben solche verkaufen.

Wie sie das anstellen bleibt denen überlassen. Ein Automat ist keine Grundlage für die Rücknahme, sondern lediglich eine technische Hilfe die die Rücknahme erleichtern soll.

Die Rücknahme (von Einweg!) zu verweigern bei gleichzeitigem Verkauf stellt ganz klar einen Verstoß gegen die Verpackungsverordnung dar.

Anders sieht es jedoch bei Merhweg aus. Hier gibt es keine generelle Rücknahmepflicht. Die Verpackungsverordnung regelt nur den Umgang mit Einweg.

Zu deiner Auffassung: Als du die Flaschen gekauft hast, funktionierte das Rückgabesystem doch. Warum hast du denn nicht schneller getrunken?

Kann es sein, dass du einfach schlechte Laune hast, weil du deine Flaschen einmal hin- und wieder zurückgetragen hast? Nur weil der Apparat nun mal nicht funktioniert (was sicher nicht grundsätzlich der Fall ist), gleich ein Verbot Pfandflaschen zu verhaufen, zu fordern, zeugt eher von starrsinniger Rechthaberei als von tatsächlich überlegter rechtsauffassung.

Hätten Sie meine Frage richtig gelesen wäre Ihnen aufgefallen das bei manchen Kästen der Automat noch nie funktiniert hat. Der Supermarkt hat aber immer eine Lösung gefunden. Nur heute hat man sich geweigert Pfand generell anzunehmen.

Hätten Sie meine Frage richtig gelesen wäre Ihnen aufgefallen das ich nie ein Verkaufsverbot für Pfandflaschen gefordert habe sondern nur einen Zusammenhang zwischen dem Verkauf von Pfandflaschen und der Annahme von Pfandflaschen hergestellt habe.

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@Skoty23

Ich habe deinen Text gelesen und  - wie ich meine - auch verstanden. du wolltest, dass die Dame an der Kasse sich so verhält, wie sie sich sonst nur in Ausnahmefällen verhält, nämlich einen Zettel über deine Pfandsumme ausstellt.

Das hätte auch bedeutet, dass sie vielleicht bei jedem zweiten Kunden so verfahren muss. Sicher hat sie an der Kasse nicht die Möglichkeit, alle zurückgegebenen Pfandflaschen zu lagern, Das heißt, sie muss ihre eigentliche Arbeit immer wieder unterbrechen, um die Flaschen wegzubringen. Der Kunde ist zwar König, sollte sich aber ab und zu daran erinnern, dass wir in einer Demokratie leben.
"Meine Auffassung war bisher das wenn man Pfandflaschen verkauft diese auch zurück nehmen muss. Wenn man also keine annehmen kann (aufgrund eines technischen Problems) und deshalb auch keine verkauft werden sollte es in Ordnung sein."  Aus dieser deiner Aüßerung habe ich geschlossen, dass du erwartest, dass der Supermarkt keine Pfandflaschen verkaufen soll (= Verkaufsverbot)




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@Schuhu

Ich habe nie geschrieben das die Dame an der Kasse Pfandflaschen zurück nehmen soll. Die Rückgabe der Pfandflaschen und die Ausgabe eines handschriftlichen Pfandzettels erfolgte immer direkt am Pfandlager neben dem Pfandautomaten von einem Mitarbeiter der nichts mit der Kasse zu tun hatte. Die Kassierern musste dann nur den Betrag manuell durch Eingabe per Hand abziehen.

Wie gesagt ich will Supermärkten nicht verbieten Pfandflaschen zu verkaufen, ich erwarte aber das wenn Sie Pfandflaschen verkaufen diese auch zurück nehmen. Und zwar immer und nicht nur wenn sie Lust darauf haben.

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@Skoty23

Ich habe es genauso verstanden wie der Fragesteller es auch gemeint hatte. Er meinte lediglich, dass eine Rücknahmeverweigerung für ihn nachvollziehbar (und auch rechtlich unbedebklich) wäre, wenn zu diesem Zeitpunkt auch nichts (Einweg) verkauft werden würde. An dem war jedoch nicht so. Deshalb ist die Beschwerde vollkommen berechtigt.

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