Darf der Vermieter nach der Verwendung des Gewerbeobjektes Fragen?

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12 Antworten

Je nach Gewerbe sind bestimmte Kriterien einzuhalten. Bei einem Döner-Laden wird bestimmt eine Dunstabzugshaube benötigt. Da sind etliche Umbaumassnahmen zu treffen. 

Das würde mich als Vermieter schon interessieren, wer die Kosten dafür trägt. 

Ausserdem ist das Gewerbe in den Mietvertrag zu schreiben.

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Natürlich hat ein Hausbesitzer ein Interesse daran, zu erfahren, welches Gewerbe sein Mieter in dem Ladenlokal betreiben will.

Er muss ja auch seiner Versicherung entsprechende Angaben machen. Da ist es ein Riesenunterschied, ob da ein Imbiss oder ein Friseur rein kommt.

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Der Vermieter muss fragen und Du musst eine korrekte Antwort geben. Warum die Vermieter der für Dich interessanten Objeke keinen Döner-Laden haben wollen, kann z. B. daran liegen, dass diese Vermieter relativ leicht auch andere Mieter bekommen können, die ihnen besser taugen.

Sehr beliebt sind z. B. Nagelstudios oder Versicherungsagenturen. Am allerliebsten sind den Vermietern Unternehmer, die schon auf ein langjährig gut gehendes Geschäft verweisen können und entsprechende Bonität belegen können.

Es kann aber auch durchaus Lagen geben, wo die Vermieter kein Problem haben, wenn ein Döner-Laden einzieht. Immer dann, wenn es ein ansonsten schwer vermietbares Objekt ist und der Vermieter gewisse Perspektiven für ein gutes Geschäft in dieser Branche sieht. Z. B. mitten in einem ansonsten abgelegenen Gewerbegebiet, wo viele Leute arbeiten, die froh sind, wenn sie untertags auch mal schnell was zum Essen besorgen können.

Hast Du schon mal versucht, einen Laden zu kaufen?

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Wie hier schon einige richtig geantwortet haben, kann es behördliche Verbote für bestimmte Unternehmen (z.B. Spielhallen) oder Auflagen geben (z.B. bei Gastronomie). Außerdem möchte der Vermieter einen langfristigen Mieter. Wenn in der Nachbarschaft also schon 3 Dönerläden sind, dann möchte er keinen vierten haben, der es finanziell schwer haben wird. Und nicht zu vergessen: Ein verantwortungsvoller Vermieter möchte auch generell den Mix an Mietern ausgewogen halten, also Geschäfte, die sich ergänzen und in die Gegend passen und auch von den dortigen Bewohnern akzeptiert wird. Ein Bordell z.B. oder eine Raucherkneipe passen dann vielleicht nicht so gut in eine Gegend, in der viele Kinder leben. Eine Eisdiele (oder Dönerladen) dagegen schon.

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Wenn Du ein Gaststättengewerbe eröffnen willst, muss das Mietobjekt bestimmte bauliche Voraussetzungen haben. Ich denke, dass die Ablehnung weniger an finanziellen Ängsten liegt, sondern an Umweltschutz- Maßnahmen und hygienischen Bedingungen, wie Lüftung und Luftabführung über Dachfirsthöhe und ähnlichen Problemen.

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für das gewerbe braucht es genehmigungen und abluftsysteme , das gesundheitsamt legt da großen wert drauf .

das möchte nicht jeder eigentümer am haus haben . ihre umsätze sind in den ersten jahren auch nicht sicher .

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Natürlich darf er fragen. Nicht jedes Objekt ist für jede Nutzung zugelassen z.B. Wenn du den Kneipe willst, braucht es eine entsprechende Nutzungsgenehmigung, das Objekt muß bestimmte Vorassetzungen erfüllen, wenn du ne Autowerkstatt aufmachen willst, braucht du einen Ölabscheider etc. Du darfst nicht jedes beliebige Gewerbe in jedem Objekt eröffnen.

Außerdem hat eine Dönerladen u.U. auch eine bestimmte Klientel, wenn im selben Haus noch Mietwohnungen sind, will das der Vermieter vielleicht nicht, daß unten eine gastromomie ist, weil das die Wohnungsvermietung beeinträchtigen kann.

Und du kannst aus einem Gewerbemietvertrag auch ganz schnell wieder entlassen werden.. Da gibts keinen Kündiungsschutz, wie bei Mietwohnungen.

Für Gastronomie kommt auch eher ein Pachtvertrag in Frage, als ein Mietvertrag.

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Ja klar... unter anderem kann es daran liegen, dass für die Ladenfläche keine Freigabe für Gastronomie vorhanden ist oder erst grössere Umbauten gemacht werden müssen. Das alles hat den Vermieter zu interessieren.

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Ein Vermieter kann aus formalem Grund nach einer späteren Nutzung des Gewerbeobjektes fragen. Denn das Gewerbeobjekt kann in einer gemischten Bebauung liegen, also in einem (zunächst einmal reinen) Wohngebiet, wo es auch gewerblich genutzte Objekte gibt. Hier ist dann in einem Wohngebiet nicht jede gewerbliche Nutzung  behördlich zugelassen. Ich denke da so an Bordelle oder ähnlichem. Selbst bei Spielhallen in einem Wohngebiet kann es schon zu Problemen kommen (bezüglich behördlicher Genehmigung). Doch ein Döner-Laden sollte selbst in jedem Wohngebiet formal möglich sein. 

Um die Sache also kurz zu machen - fragen darf er Dich wegen möglichen behördlichen Einschränkungen, die zu beachten sind.

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die Nachrage falsch zu beantworten läge ggf. noch im rechtlichen Graubereich- ganz klar kann der Vermieter die genaue Nutzungsart aber im Mietvertrag festhalten - wenn man gegen diese schriftlich vereinbarte Nutzungsart verstößt ist das Recht voll auf Seiten des Vermieters.

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Ja klar. Jeder Vermieter muss und möchte wissen wer was mit seinem "Objekt" macht. Er ist der Eigentümer und auch für Recht und Ordnung verantwortlich

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Kommentar von diesims2
14.01.2016, 17:37

Und sagen wir ich würde ihn anlügen zahle aber trotzdem regelmäßig die Miete und es gab keine Probleme, darf der Vermieter dann fristlos Kündigen?

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Ja muss er und darf er ... Ggfls muss ja auch eine nutzungsänderung beim Bauamt beantragt werden ..

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Kommentar von bwhoch2
15.01.2016, 10:11

Unter den vielen auch guten Antworten, eigentlich die einzig richtige. Der Vermieter muss fragen. Macht er das nicht und es zieht ein Gewerbe ein, das an dieser Stelle nicht erlaubt ist, bekommt er ein Problem.

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