Darf der Vermieter Hundehaltung von der Größe abhängig machen?

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14 Antworten

So einfach darf er das natürlich nicht, um pauschal eine Verneinung zu treffen!

Der Vermieter ist zwar Eigentümer, aber du bist Besitzer. Daher kannst du die Wohnung im üblichen Rahmen nutzen.

Die Regelung im Mietvertrag ist gültig, jedoch ist der Vermieter zu einheitlichen und sachlichen Entscheidungen verpflichtet. Gibt es Vergleichfälle bei dem selben Vermieter, welche bereits zugelassen sind, hast du das gleiche Recht. Ausnahmen gibt es auch, aber die greifen hier scheinbar nicht, sofern du beispielsweise die Eignung zur Hundehaltung besitzt. In jedem Fall muss der Vermieter diese Entscheidung sodann begründen.

Gehe jedoch davon aus, dass der Vermieter gegebenenfalls rechtlich dagegen vorgeht. Aber hier hilft der Mieterbund.

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Kommentar von imager761
07.10.2011, 12:27

Die Regelung im Mietvertrag ist gültig, jedoch ist der Vermieter zu einheitlichen und sachlichen Entscheidungen verpflichtet.

Das ist schlicht falsch. Die Haltung ist vertraglich wirksam vereinbart von einer Zustimmung abhängig - erteilt er die nicht, gibt es keine Haltung. Die Erteilung ist nicht erzwingbar.

Und kein VM muss alle Mieter einheitlich (gleich) behandeln. Winterdienst nur durch Parteien der EG-Wohnung, Verzicht der Mieterhöhung bei einem Mieter, Zuteilung eines PKW-Stellplatzes - alles kann wirksam einseitig vereinbart werden.

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Der Vermieter entscheidet im Einzelfall.

Der ist schlau, er verbietet nicht Tierhaltung generell,denn das wäre unzulässig,weil man Kleintiere halten darf!

Ihr müsst den Vermieter überzeugen mit guten Argumeten .Z.B. wenn die Rasse sehr Kinderlieb ist und ein ruhiges Wesen hat.

Ansonsten seid Ihr dem Wohlwollen des Vermieters ausgeliefert.

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Ohne die Bestimmungen zur Tierhaltung deines MV im Wortlaut zu kennen, ist es der Fallschilderung nach grundsätzlich möglich, sie von einer Zustimmung des VM abhängig zu machen.

Die muss er nicht erteilen, schon gar nicht begründen, warum er es nicht macht :-O

Auch die Tatsache, dass sie anderweitig gedultet wird, berechtigt euch nicht, gleiches zu verlangen.

Im Ergebnis: keine Zustimmung, keine Haltung.

Ob in eurem konkreten Einzelfall unter Berücksichtigung der besonderen Situation in eurem Mietshaus ein anderslauternder Beschluss des AG Aussicht auf Erfolg hat, sollte - zusammen mit dem Prozesskostenrisiko - Gegenstand gründlicher Erörterung mit einem Anwalt sein.

G imager761

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Kommentar von ALinkToThePast
07.10.2011, 13:33

Das ist so nicht korrekt!

Wie von mir geschrieben, kann der Vermieter das so pauschal nicht verneinen.

Wie bereits in dem Beitrag des Fragestellers zu lesen ist, gibt es hierzu ein Urteil des LG Ulm, welches eine Zustimmung vermuten lässt, sofern keine triftigen Gründe vorliegen. Das bedeutet im Umkehrschluss, bei einer Ablehnung bedarf es einer Begründung/Benennung der Ablehnungstatsachen, warum der Mieter das nicht darf. Jeder Vermieter wäre auch gut beraten dem nachzukommen, da diese andernfalls vor Gericht eingefordert werden kann. Nach dem AG Berlin gilt das erst recht, wenn bereits andere Mieter des selben Vermieters Tiere halten.

Lediglich mit dem Anwalt stimme ich zu. Bei den zahlreichen positiven Musterurteilen der AG, dürften die Chancen jedoch gut stehen.

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So... nun habe ich viele Antworten und leider widersprechen sich einige. Wir werden nochmal in Ruhe, angesicht zu angesicht mit ihm reden, vielleicht bringt das ja etwas. Zum Thema wir können ja einfach umziehen, das stimmt leider nicht, da wir vertraglich noch fast 2 Jahre an diese Wohnung gebunden sind und dass es eben das was mich so traurig macht. Ansonsten wären wir wohl schon eine Weile nicht mehr hier, denn unser Vermieter versucht sich immer mit leichten Ausreden aus allem raus zu ziehen. (wir warten auch schon seid einem Jahr auf einen neuen sichtschutz am Balkon... Jedes mal heißt es, etwas an den Bildern würde nicht stimmen.. Aber immer erst dann, wenn wir nachfragen.. -.-) Dennoch danke ich euch allen!

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Im Mietvertrag steht, dass jede haltung größerer Tiere, wie Hunde und Katzen vom Vermieter bewilligt werden muss.

Im Zweifelsfall ist der Mieter im Recht, denn es ihm obliegt zu bewerten, ob es ein großer oder kleiner Hund ist. Bei einer Klage und einem Gerichtsentscheid wird vom Richter die Tatsache zu bewerten sein, dass Herr Schuhmacher bereits einen gleichgroßen Hund besitzt. Es bleibt vollkommen offen, welches Urteil zu welchen Gunsten gefällt wird,

Wenn dieser Prozess mit Rechtsanwälten und dem Gericht durchläuft ist das Mieter/Vermieterverhältnis bereits arg gestört und wer will dann noch den Mieter oder Vermieter. Hinzu kommen erheblichte Rechtsanwalts- und Gerichtskosten.

Dann ist es in der Tat besser sich eine Wohnung zu mieten mit einem Mietvertrag abzuschließen, der Hundehaltung unabhängig von der Größe erlaubt. Die Wohnung sollte dann auch so liegen, dass man sich mit dem Hund im Feld und Wald frei bewegen kann und nicht noch mit dem PKW dort hinfahren muss und sich nicht auf das Gassigehen in der Stadt beschränken muss, da dies eine artgerechte Hundehaltung nicht gewährleistet.

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Auch Mieter sind Menschen und haben Rechte! Natürlich kann der Vermieter die Tierhaltung einschränken (komplett Verbieten, d. h. auch Fische oder einen Wellensittich kanner gar nicht), das aber nicht willkürlich. Wenn er einem Mieter einen Hund bestimmter Größe gestattet, muß er bei ähnlicher Wohnsituation schon gute, nachvollziehbare Grüde haben, es einem anderen zu verweigern.

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Viele Antworten hier sind sehr verwirrend und wenig hilfreich. Bei der Hundehaltung ist immer der Einzelfall zu betrachten. Eine Abwägung der gegenseitigen Interessen führt hier zu einer Entscheidung. Es kann auch nicht generell geantwortet werdem, wenn 1 Hund im Hause gehalten wird dürfen andere das auch. Auch hier muss die Betrachtung des Einzelfalls heran gezogen werden. Es erleichtert die Findung einer Entscheidung aber. Ich denke auch, der Auszug aus dem MV stellt nicht den tatsächlichen Wortlaut dar. An dieser Stelle müssten wir die Gründe des Vermieters hören, es wird hier nicht nur um die Größe gehen. Ich würde nicht dazu raten einen Hund gegen den Willen des Vermieters anzuschaffen. Was, wenn der Hund Probleme macht und der Vermieter die Abschaffung des Hundes fordert? Und es wurde keine Genehmigung erteilt... nicht gut für Tier und Mensch. MfG

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Sieht zwar ungerecht aus, aber so wie es da im Text steht, hat der Vermieter das recht dies von Fall zu Fall zu endscheiden.

Sucht doch mal das persönliche Gespräch, vermeidet aber darauf hinzuweisen, dass euer Nachbar doch auch einen Hund halten darf.

Das klingt sehr unreif und wirkt wie ein schmollendes Kind, das sein Spielzeug nicht bekomt , die Geschwister aber schon :)

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Kommentar von user1673
07.10.2011, 11:40

Was ist denn daran unreif und geschmollt? Und was soll überhaupt diese wertende Bemerkung, die gar nichts mit der Frage zu tun hat?

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Wie da steht darf der Vermieter jeden Einzelfall beliebig entscheiden. Er braucht den Hund nicht wegen seiner Größe zu verbieten, der darf den Hund einfach so verbieten, egal wie groß oder klein der auch ist!

Der könnte sich ein Foto zeigen lassen und sagen "ne, der gefällt mir nicht!"

Auch wenn da andere Hunde im Haus sind, der Vermieter könnte Beschwerden bekommen haben weil sich ein Besucher (alte Omi) gefürchtet hat oder eine Mutti hat Angst dass ihre Kinder vom Bösen Wolf gefressen werden.

Einfach mal nachfragen was es für Probleme mit den anderen Hunden gegeben hat damit man weiß worauf man achten muß und wie man das Problem abstellen kann.

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Kommentar von Shinory
07.10.2011, 12:18

Wir haben nochmal mit ihm geredet. Mit den aktuellen Hunden gibt und gab es keine Probleme. Doch es hat wohl mal ein Schäferhund hier im Haus gelebt, der ihm die Türen zerkratzt hat.

Wir haben ihm gesagt, dass das eine Erziehungssache ist und bei uns ja auch immer rund um die Uhr einer bei dem Hund wäre um auf ihn aufzupassen. Außerdem würden wir für jegliche Schäden aufkommen, haben sogar ein zweites Kautionskonto extra für Schäden durch einen Hund angeboten, hat er alles abgewimmelt, meinte erneut, so ein großer Hund nicht, einen Terrier ok, aber nichts was groß ist. Mein Freund meinte dann, dass auch ein kleiner Hund mit schlechter Erziehung viel anstellen kann und dann sagte der Vermieter nichts mehr dazu, wechselte das Thema und verabschiedete sich.

Finde es halt wirklich schade, denn ich wollte immer, das mein Sohn mit einem Tier aufwachsen kann und da scheint uns ein Hund (tut mir leid, aber Terrier und gleiche größe sind für mich keine richtigen Hunde) doch am geeignetsten. Zumal wir mit dem Kleinen sehr viel unterwegs sind und ein Hund das einzige Tier ist, dass man dann auch mitnehmen kann. Eine Katze und auch Kleintiere wie Hase oder Meerschwein müssten zuhause bleiben und wären dauernd allein.

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Hundehaltung in Mietwohnungen ist immer wieder eine komplizierte Sache. Vorab: gib oder gab es im Haus bereits Hundehaltung? Wenn ja, dann wird der Vermieter vor Gericht (wenn er denn klagen will) kaum Chancen haben, seine Meinung durchzusetzen. Achtung: Urteile, die du im Netz findest, sind i.d.R. wenig hilfreich, da sie immer nur für bestimmte Einzelfälle ausgesprochen wurden und nicht zu verallgemeinern sind.

Seid ihr aber die ersten Mieter, die einen Hund halten wollen, ist meist auf dem Wege des vernünftigen Gespräches was zu machen. Wenn ihr neben einem Kindergarten wohnt, wäre etwa die Haltung eines Kampfhundes (bzw Listenhundes) problematisch und ein Verbot nachvollziehbar. Wenn der Hund jedoch ein gut erzogener Familienhund ist (ich erwähne mal Stichwort "Hundeschule") und ihr gute und erfahrene Hundehalter seid, sollte es euch möglich sein, dem Vermieter klarzumachen, dass ein Hund, gleich welcher Größe, weder störend noch belastend für die Nachbarn oder die Wohnung ist.

Ich würde euch also empfehlen, das Gespräch zu suchen und dabei euch als ruhige und kompetente Hundehalter und den Hund als lieben und unkomplizierten Familienhund zu präsentieren. Meist schmilzt dann auch das Herz des anfangs ablehnenden Vermieters wie Butter, wenn der Hund lieb zu seinen Füßen liegt und ihn ab und zu mal treu anguckt.

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Kommentar von Einzelfahrer
07.10.2011, 11:44

Vorsicht, was ist, wenn das Vermieterherz ausnahmweise nicht schmilzt - wohin dann mit dem Hund?? Also: Erst abklären, idealerweise mit schriftlicher Genehmigung, dann Hund besorgen!

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Kommentar von Shinory
07.10.2011, 11:48

Wie bereits geschrieben, ja es gibt schon 2 Hunde in diesem Haus und es gab noch nie Probleme.

Zum zweiten, wie auch schon geschrieben, es geht gewiss nicht um einen gefährlichen Hund oder das, was als gefährlich eingeteilt wird. Erfahrene Hundehalter kann man sehen wie man möchte, ich selbst hatte noch keinen Hund, aber mein Freund hat, bevor wir hier gemeinsam hingezogen sind über 15 Jahre schon Hunde gehabt und war auch schon mit welpen in der Hundeschule und weiß mehr als genug, wie man einen Hund erzieht (sie hatten in der Zeit 3 mal würfe)

Jedoch wird es schwer den letzten Absatz umzusetzen. Ein persöliches Gespräch ist möglich, jedoch werden wir uns den Hund nicht besorgen um dann zu hoffen, dass der Vermieter zustimmt, also wird der Hund kaum brav unter dem Tisch liegen können.

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Ist die Haltung generell vom Wohlwollen des Vermieters abhängig, kann er bestimmte Größen und Rassen verbieten. Es ist halt sein Haus.

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Natürlich darf er das - er könnte sogar nach der Farbe des Hundes entscheiden.

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Ohne mir den Roman jetzt durchzulesen: JA! Der Vermieter hat das Hausrecht und kann dir sogar verbieten, einen Hund zu halten, egal in welcher Größe. Und letztendlich sitzt der Vermieter immer am längeren Hebel.

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Kommentar von user1673
07.10.2011, 11:41

... sitzt er nicht: "Auch Mieter sind Menschen und haben Rechte!" (Zitat Einzelfahrer).

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Ja, darf der Vermieter.

Nach Größe, Gefährlichkeitsstufe, etc.

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